Gerhard Laukötter's Blog

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Hühneraugen Wer an Hühneraugen denkt, meist seine Blicke auf die Zehen senkt. Hier entstehen böse Reibungsflächen, rote Beulen, die nur so vor Schmerzen stechen. Ich denke an alte Zeitungsreklame vom Hühneraugenpflaster stand da der Name. Auch gab es Tropfen zur Linderung Die gab es aufs Auge zur Besserung. Nach ein paar Tagen löste sich dann die tote Haut. Das Hühnerauge war pellig abgebaut. Eigentlich sind Hühneraugen doch recht munter. Tausende Male geht… Weiterlesen

Körnerfresser Jeden Tag meist zur gleichen Zeit mach ich mich wieder zum Füttern bereit. Der Hühnerstall liegt ein paar Schritte vom Haus. Ich laufe zum Stall immer nur geradeaus. Vom Federvieh werde ich gackernd empfangen Denn da werd ich ins Kornfass tief hinein langen, um dann Getreide weit zu verstreuen. Hastiges Picken wird mich dann wohl erfreuen. Da kein Mangel herrscht, fehlt jeder Futterneid. Alle Hühner fressen voller Zufriedenheit. Doch da sind… Weiterlesen

Drei Minorkas Vorgestern wusste ich wirklich noch nicht, dass ich seit gestern drei Minorkas besitze. Der Züchter sagte mir, dass er wohl bricht den unverkäuflichen Hühnern das Genick – doch so beschützte ich die Tiere vor einem allzu frühen Tod. Diese Minorkas waren ein wenig weg vom Ideal. Was jedes Huhn den unbarmherzigen Preisrichtern bot, war nur zweite Wahl mit zu niedriger Punktezahl. Für solche Hühner gibt es keinen Pokal, keinen Preis…. Weiterlesen

Eine kranke Hühnergeschichte Als wir aus dem Urlaub zurückkamen, meinte unser Sohn, ein Huhn würde seit etwa zwei Wochen glucken. Wir dachten sofort, das ist eines der Zwerghühner. Die wollen eigentlich immer im Sommer und sitzen ständig auf Nestern, in denen ein paar Eier liegen. Als ich am nächsten Tag mal nachschaute, wer da Nachwuchs ausbrüten wollte, war ich doch ziemlich überrascht. Die letzte der Lakenfelderhennen – schon fortgeschritten alt – saß… Weiterlesen

Der Hahn ist tot … Vier Hennen trauern um ihren Hahn Er opferte sich im Fürsorgewahn. Kurz nach dem Dreikönigstag Kam der Habicht, der gerne Hühner mag. Die Eierleger achten sehr die Gefahr – Der Hahn ist für die Hennen immer ganz nah. Wenn das Federvieh verlässt den Stall, dann suchen sie Deckung im Büschewall. Dort erspäht der hungrige Habicht sie nicht. Viel dichtes Gestrüpp, das nimmt ihm die Sicht. Doch der… Weiterlesen

Herzzerreißend Wie schön ist doch die Autonomie Für den mit eigenem Federvieh. Gemütlich klingt die Gackerei Nur lauter, wenn gelegt ein Ei. Der stolze Hahn kräht auf dem Mist, Da weiß Huhn, wer der Herr hier ist. Das Hühnervolk könnt glücklich sein, Griff nicht der böse Vogel ein. Ein Bussard sieht das Hühnerglück Von oben her mit scharfem Blick. Schon treibt er eines in die Enge Und seine scharfen spitzen Fänge Ergreifen… Weiterlesen

Novemberküken Der Wetterbericht kündigt 20 Grad Für den 2. November – mit Sonnenbad. Das freut die Herbstmosaikjungfer sehr Sie turtelt liebeslaunig im Sturzflug umher. Der Mohn im Sommer ein rotes Farbenmeer Holt von irgendwo eine letzte Blüte her. Nach munter tanzenden Kriebelmücken Schnappen sieben Novemberküken. Die Glucke wacht ängstlich und auch richtig böse Macht bei Gefahr ein schrecklich Getöse. Lockt unermüdlich ihre hungrigen Kinder Und kennt dabei als Nahrungsfinder Von morgens bis… Weiterlesen

Federn lassen Noch ganz früh zu grauer Stund, bellt im Umkreis noch kein Hund. Ein Hahnenschrei aus unsrem Stall Bekommt von fern den Echohall. Ein dritter, vierter kräht im Chor Den Morgengruß mir tief ins Ohr. Kaum hat der eine ausgeschmettert, da wird von drüben her gewettert. Die Hennen singen gurgelnd leise Ein Zeterlied auf ihre Weise. Jetzt im August kommt Mauserzeit Da gibt’s ein neues Federkleid. Der stolze Hahn schaut bös… Weiterlesen