Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Der Boden isst! Am Ende stürzt die Frucht vom Baum. Auch endet nun der Blätter Traum, sich endlos weich im Wind zu wiegen. Vom Zweig gebrochen viele liegen als Gefallene im gemeinsamen Verbund. Boden nimmt alles in seinen Mund. Diese Streuschicht die verschlingt er bald. Alles Abfällige lässt ihn nicht kalt. Was hier die Erde reichlich bedeckt, verschiedenen Essern richtig gut schmeckt. Zwar holen Vögel sich noch von den Früchten, die schimmelnd… Weiterlesen

Ein altes Blatt Ein altes Blatt wehte der Wind so ganz geschwind ins Haus hinein. Es sollte so sein. Da lag es nun ganz regungslos Kein Hauch gab ihm einen weiteren Stoß, um durch die Welt zu treiben, mit anderen Blättern sich zu reiben. Was mach ich mit dem Blatt? Findet der Abtransport jetzt statt? Werfe ich das welke, braune Stück in die Außenwelt einfach zurück? Es kann so nicht liegen bleiben…. Weiterlesen

Fünf faule Birnen Fünf faule Birnen liegen gesellig auf der Mauer. Hier kommen keine Fliegen. Es gibt auch keine Trauer. Sie hingen, um zu reifen. Die Frucht war prall und groß. Ich konnte sie bald greifen – dann kam ihr Todesstoß. Schimmelpilze sind als Täter. für Birnenmord bekannt. Mal früher oder später nimmt Fäulnis überhand.

Rotes Kraut im Dünensand Wer seine Augen neugierig gebraucht, seine Blicke bis aufs kleinere Erdreich taucht, der findet auch im späten Lebenssegment noch viele neue Dinge, die der Sinn noch nicht kennt. Auf Texel sind viele Wanderwege aus hellem Dünensand. Nährstoffe im Boden sind nahezu unbekannt. Der Regen wäscht den Humus in tiefe Bodenschichten. Da kann er für viele Pflanzen nur wenig verrichten. Wo Sand sich ziemlich verhärtet, fest verdichtet, ein rotes… Weiterlesen

Die letzten Blätter Letzte Blätter sind wie Abschiedsbriefe. Auch sie trudeln windhauchgeknickt in die Tiefe. Bald erscheint der Baum splitternackt Im Blätterfallen da sackt alle Herbstfarbe ins Erdenreich. Regen und Frost machen Gewebe weich. Ein Wurm zieht den Blattleib in sein Röhrensystem vermengt Verdautes mit Schleim und Lehm.

Tote Blüten Unterm Birnbaum regnet es beträchtlich. Ein schwacher Windhauch wirkt so mächtig, dass tote Blütenstiele brechen – wie brauner Schnee sind all die Flächen, wo tagelang hier Leichen fallen. Doch dieses Schicksal droht nicht allen. Vielleicht eine aus tausend ist befruchtet Ihr Blütenbauch scheint rund gebuchtet. Da wächst nun eine kleine Frucht. Die Biene hat sie gut besucht. Was hat der Birnbaum toll geblüht! Die ganze Krone grell geglüht vor lauter… Weiterlesen

Fruchtkörperlose Zeiten So trocken war der Boden lange nicht, dass lehmige Erde rissig zerbricht. Was wir bis dato Rasen nannten, zeigt sich als Wüste der Verbrannten. Das Gras liegt welk und braun dazu. Auf Weiden hungert manche Kuh. September ist sonst Sammelzeit für Pilze, die als Köstlichkeit mit ganz besonderen Aromen manchem Gericht schmackhaft beiwohnen. Doch Sammelkörbe bleiben leer Nichts wird es aus dem Pilzverzehr. Suchen ist keinen Pfifferling wert – auch… Weiterlesen

Auf der Straße gelandet Über Nacht lag es da. Keiner weiß, wo es vorher war Novemberfrost hat es vereist kurz, nachdem es verreist. Es hat nicht mehr viel vor, seitdem es jeglichen Halt verlor Vom Winde orientierungslos verweht das Schicksal hier weiter geht. Vielleicht, um in der Gosse landen? Auch andere Blätter fanden ihre verletzte Ruhe dort, fuhren gemeinsam zu einem Ort, wo sie all ihre Strukturen verlieren beim kommunalen Kompostieren. Vielleicht… Weiterlesen

Krebse auf dem Holzweg Was machen Krebse nur im Wald? Sie lieben Wasser warm und kalt. Ich finde sie an allen Küsten, wo sie mit Scheren arg sich brüsten. Auch Tümpel, Weiher das sind Stellen, da schweben Krebse durch die Wellen. Ob Hüpferling, ob Wasserfloh sie schwimmen dort und sind sehr froh. Doch auch im Wald am Fuß von Buchen kann ich sehr viele Krebse suchen. Dem Meer kehrten sie einst den… Weiterlesen

Hochstapler Die Höhe von dem Eifelturm Erreicht beileibe nie ein Wurm. Er kann sich noch so kräftig regen – Den Kot in tollste Schleifen legen – So hoch hinaus da kommt er nicht. Sein Haufen ist aus seiner Sicht dennoch ein kleines Meisterwerk – Steilwändig als Verdauungsberg. Wurm hat am Humus wohl entdeckt, dass nur das Beste in ihm steckt. Zu allem, was den Darm verlässt, er feinen Schleim dazu verpresst. So… Weiterlesen