Die schwarze Pest

Die schwarze Pest

Da hocken sie die schwarzen Vögel.
Sie sorgen sich um Kind und Kegel.
Gedeckt wird immer nur mit Fisch
bei Kormoranen stets der Tisch.
Wenn sie beherzt ins Wasser tauchen,
all ihre Schwimmkraft dort gebrauchen,
dann hat es mancher Fisch schon schwer
bei hochrasantem Begegnungsverkehr.
Im Jagen ist der Kormoran geschickt.
In Vogelrudelbildung glückt
es, einen Fischschwarm eng zu treiben,
um reiche Beute dann zu schreiben.
Im Meer, wo Fische reichlich leben,
kann man vom Überfluss wohl geben.
Den Kormoranen geht es hier gut –
belohnt wird frecher Tauchermut.

Der Angelfreund auf dem festen Land
sieht solche Vögel kaum entspannt.
Der Kormoran gilt ihm als Feind.
Sein Fischfanghunger der vereint
die Freizeitfischer, hart zu kämpfen:
die Kormoranzahl arg zu dämpfen. Weiterlesen

Wolfs Wiederkehr

Heulwolf, BrehmWolfs Wiederkehr

Aus dem Radio kam die frohe Kunde:
Ein Schaf wurde als Beute gejagt.
Wiedereinwilderung der ersten Stunde?
Haben es einige Wölfe gewagt,
über die Landesgrenze zu dringen?
DNS- Spuren am Beutetier testieren,
dass bald ein heulendes Singen
durch Wölfe kann melodieren.
Endlich mal gute Nachrichten,
dass wir auf ein fabelhaftes Tier
nicht länger bei uns verzichten:
Isegrim ist heim – wieder hier.
Nun wird in Wald und Flur
Wieder natürlich gejagt.
Jetzt fehlt eigentlich nur
Meister Petz – wie gesagt:
Alle wilden Räuber sollten
Doch unsere Jäger ersetzen. Weiterlesen

Jagdaussetzer

StockentenJagdaussetzer

Wenn ich es zeitlich richtig checke,
Bringt Mann wohl Enten grad zur Strecke.
Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest
Manch Schnattertier sein Leben lässt.
November kalt mit Abendrot
Da knallt die Luft bald voller Schrot.
„Vom Himmel hoch da komm ich her
Ich bring die Entenbrust und mehr.“
Da waren viele Jägersleut,
die solch ein Schießen hoch erfreut.
Von hundert Enten nur geschätzt
War wohl die Hälfte ausgesetzt.
Zuchtenten kamen im schönen Mai
In großer Zahl plötzlich herbei.
Mit Erbsen, Mais und Weizenkorn
haben Menschennäh sie nie verlorn.
Sie bleiben ihm und Teich so treu;
Denn Futter gibt es täglich neu.
Das Entenvolk wird gut ernährt,
bis es die Wahrheit spät erfährt. Weiterlesen

Buntes vom Nil

NilgänseBuntes vom Nil

Ein Gänsepaar hockt auf der Weide
In einem farbenbunten Kleide.
Ich kenn sie nicht, betrachte sie
Als zugereistes Federvieh.
Mit braunen Brillen um die Augen,
Die als Erkennungsmerkmal taugen,
Brauch ich an Literatur nicht viel:
Die Gänse stammen wohl vom Nil.
Seit sich das Klima weiter wärmt
Manch Ganter hier die Gans umschwärmt.
Die Vögel lieben satte Weiden.
Dort brauchen sie nicht Hunger leiden.
Sie nisten gern in Baum und Strauch
Und nehmen gerne dabei auch
Von Elstern das gebrauchte Nest,
wenn man sie dort auch brüten lässt. Weiterlesen