Gerhard Laukötter's Blog

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Etwas Sommer fällt… Etwas Sommer fällt vom Quittenbaum. So manches Blatt ist rostig braun. Die süße Kirsche von nebenan verliert vom Laub auch dann und wann. Der Birnbaum wirft die Birnen hin, wo lange schon die Maden drin. Vom Rosenbusch trudeln pinke Blätter sind für den Sommer wie Verräter. Dem Gerstenfeld bleiben nur noch Stoppeln – da darf der Hase wieder hoppeln. Erste Weichen sind zum Herbst gestellt. Manch Morgenblatt zu Boden… Weiterlesen

Pusteblumen im Januar Pusteblumen im Januar – ich weiß nicht, wann das schon mal war. Nicht, dass ich was dagegen hätte. Aber vor meinem Gedächtnis gilt die Wette: Löwenzahnblüten mit reifem Silberhaar gab es noch nie so früh im Jahr. Mit Verwunderung, fast mit Unbehagen sehe ich in diesen ersten Jahrestagen, wie die Natur schon so früh explodiert und erstes Blühen einfach riskiert. Zu drei Königen hat das Scharbockskraut tatsächlich leuchtend gelb… Weiterlesen

Endlich! Willkommen erster kalter Frost – eher weiter Wintersommer sprosst, räumst du mit deiner Eiseshand den bunten Unsinn aus dem Land. Endlich vorbei die falschen Blüten, die sich zur Unzeit hier bemühten. Der Blumentisch wird demontiert, seit Winterhauch mit Nachtfrost schnürt. Geranien sind im Schock entzaubert. Die Ringelblume schlapp nun trauert. Das Rosenherz zerbricht im Eise. Das letzte Gingkoblatt löst sich leise. Ein Maisfeld, das ganz welk noch stand, die späte Ernte… Weiterlesen

Der letzte Januar Die Sonne muntert mich zum Laufen. Die Luft atmet so kühl und rein. Am Schuhwerk zieh ich fest die Schlaufen. Mein Hund will mein Begleiter sein. Die Nacht war völlig sternenklar brachte uns Frost und etwas Reif. Und das am letzten Januar Manch Wegesspuren froren steif. Ich traf auf hübsches Pfützeneis. Das schmolz schon leicht am Rand. Es zeigte Zähne blendend weiß Fast wie im Märchenland. Im Schattenreich verblieb… Weiterlesen

Verrückte Zeiten Im Januar nun die Renaissance Der bunten Sommerblumen. Doch auch der vorschnell junge Lenz Macht sich schon richtig breit. Es keimt manch lästig Kraut Auf weichen Ackerkrumen Hasel und Weiden stehen Im Pollenblütenkleid. Das Wiesengrün Zeigt maienhafte Frische. Der treibend Vögel Lust Wird täglich laut und sangesschön. Wenn ich die Jahreszeiten Ganz ohne Winter mische, Seh ich ein Frühlingssommerkleid. Steinkraut und Ringelblumen blühen Dazu die Zaubernuss, Winterjasmin. Mahonien im gelben… Weiterlesen

Sommerblues Ein Herbstwind fegt durch Sommerzeiten Treibt erstes Welkes vor sich her. Frühreife Fallobst-Süßigkeiten Locken die Wespen zum Verzehr. Im Gemüsebeet ist hoch getrieben Der Rest vom grünen Kopfsalat. Radieschen, die verschont geblieben, sie blühen nun und bringen Saat. Manch Blatt am Strauch zeigt Fraßeswunden. Ein andres machte Rostpilz braun. Den Maden klare Äpfel munden.

Im Herzen nur Trauer Im Herzen die Trauer nur Wehmut heut fand. Der Schnee deckt den Frühling mit eisigem Band Er fröstelt an Blüten, beißt Knospen so spät Er dämpft so viel Hoffnung, die gerade gesät. Die Vögel, die Bienen sie warten solang Im Innern ist Lust und viel Tatendrang. Die Amsel würd gern am Ostertag brüten. Die Immen müssen die Königin hüten.

Zwischen den Zeiten Winter macht die letzte Schicht Doch Frühlingwerden will es nicht. Was heute im Kalender steht, ist frommer Wunsch und obsolet. Da fällt noch Schnee vom Firmament, der unten keine Form mehr kennt. Im kahlen Strauch die Knospen drücken Doch will ihr Aufsprung noch nicht glücken. Die Krokusblüten sind verschlossen Von Eisesregen übergossen. Die Spatzen zwitschern aus den Hecken Weil sie doch längst in Stimmung stecken. Doch vor der wilden… Weiterlesen

Augustblätter Der Sommer kehrt so warm zurück. Sonne strahlt reich an Kräften. Der Kleine Fuchs gaukelt vor Glück Klee lockt mit süßen Säften. Was ist der Himmel lapisblau Wie zärtlich lau die Lüfte – Doch wie ich auf den Boden schau, mich Blattwerk arg verblüffte. Vom Quittenbaum, mal früchtelos, da fielen trocken Blätter. Die Birne traf das gleiche Los – Streut Laub bei Königswetter. Der Apfelbaum steht auch nicht nach Lässt ödes… Weiterlesen

Herbstliches Nach frischer Nacht trieft wieder Tau Im Grase feuchten Schuhe. Gestern da strömte es noch lau Im Abendwind der Ruhe. Vom Westen schiebt die Wolkenfront Nun kühles, raues Wetter Es hat sich vorerst ausgesonnt Heut wird es wenig netter. Wild reißt der Wind am Blätterhemd Mit seinen neuen Farben. So wie er forsch die Zweige kämmt, bricht er dort frische Narben.