Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

In der Gosse gelandet In der Gosse gelandet ist heute Morgen mein Blick. Ein Rest vom gestrigen Regenstück bleibt nun eiskalt gefangen in kristallener, gläserner Pracht seit letzter Nacht. Auf einmal ist die Gosse so schön. Es gibt Verzaubertes zu sehen. Schwebendes Eis bizarr konstruiert sich mit Asphaltdekor hier liiert. Was gestern noch Pfütze war, erscheint nun recht sonderbar. Wasser fror zuerst mit Gewalt schuf Stränge, Schwerter recht bald. Advertisements

Nichtsagendes Wie oft fällt doch mein Blick auf irgendwelches Flächenstück. Vielleicht ist es ein Teil vom Weg, auf den ich meine Sehkraft leg. Betrachte Schotter, Stein und Sand, Unkrautiges eher unverwandt. All, was ich seh, das reizt mich nicht. Nichts liegt mir vor, was mich anspricht. Ein Meter Weg, den ich fokussier, sagt mir rein gar nichts heute hier. Mein Hirn gähnt voller Langeweile – drängt innerlich mich bald zur Eile. Was… Weiterlesen

Mitten im warmen Winter Mitten im warmen Winter war plötzlich eine Baumwanze da. Es war der zweite vom Januar. So staunte ich nicht schlecht. War das Tier denn wohl echt? Da schob es eines von den Beinen ließ keinen Zweifel mehr scheinen. Was wollte die Wanze hier nur? Hockte da gegen jede Natur bei vier Grad Temperatur.

Nebulöses Von Erlenhänden eingefasst hält sich versteckt der kleine Weiher. Als leichteste von aller Last schwebt über ihm ein Nebelschleier – weich über schwarze Spiegelhaut. Wo feuchte Dünste flauschig küssen, solange bis es Wasser taut, wo Spinnenfäden lange wissen, wie Tröpfchen hängen perlgesäumt, da kann Natur verweilen. Im fahlen Morgenschwaden klebt manch nachtgekühlter Wassergruß. Verschlafener Binsen wirkt verträumt. Beträufelt schwimmt die Wassernuss.

Schneeglanz & Co Ganz früh im Jahr oft schon im Januar erblüht unten am Mauerfuß der weiße Schneeglanz so zum Gruß, dass wohl der Frühling bald erscheint. Die Hyazinthe sich vereint mit Winterlingen gelber Pracht. Manch Schneeglöckchen gerade macht die erste Blüte züchtig auf, bis dass im weiteren Verlauf die zarten Glocken alle läuten und damit überall bedeuten, dass Winterruhe nicht mehr gilt. Zu bunt erstrahlt das Gartenbild.

Faules Ende Der Kürbis ist eine Beerenfrucht, die wirklich seinesgleichen sucht. Er rankt sich forsch durch seine Welt. und was ihm besonders gut gefällt, ist wohl ein Platz ganz in der Sonne nur unweit von der Regentonne. Die Pflanze hat enorm Appetit – Ein Komposthaufen hält sie fit. Da spreitet sie die rauen Blätter. Die gelben Blüten kommen später. Doch was am meisten imposant: die Früchte, Beeren wohl genannt. Hunderte Sorten zierlich… Weiterlesen

Eiszauber Mein Blick seit Tagen nur gesenkt – was dieser Frost mir hat geschenkt, lässt mich auf Heftigste erstaunen – unfassbar sind für mich die Launen, die sich mir draußen eisig zeigen. Ich muss mich tief dazu verneigen, um Naturkunstwerke zu studieren, die ständig ihre Form verlieren. Zuerst war alles feiner Reif. Er machte welkes Blattwerk steif. Verzuckerte die braune Haut, die so ganz festlich plötzlich schaut. Dann kam ein Regenband vorbei…. Weiterlesen

Grönland von oben? Ich fliege hoch durch kalte Luft – von Weitem eine Möwe ruft. Unter mir liegt blankes Eis schattiert in sich in mattem Weiß. Ich sehe Spuren weit gezogen. Die Fährten machen einen Bogen vorbei an einem großen Leck. Unsicher ist hier mancher Fleck. Das Eis scheint vielerorts gebrochen. Kein Seehund hat sich hier verkrochen. Auch späh ich lange in die Ferne. Den Eisbär sähe ich allzu gerne. Kein Tier… Weiterlesen

Gulliauge Die funkelsterneklare Nacht hat klirrenden Frost vorbei gebracht. Was gestern Pampe, Schlamm noch war, ist heut wie Stein unendlich starr. Die Pfütze, die ich weit umquerte, zeigt eisbespannt ganz neue Werte. Der Weidenpfahl durch Zeit gegerbt hat sich mit Reifkristall bewehrt. Das frühe Januarmorgenlicht durch Schornsteinqualm zartrosa bricht. Die Welt erscheint überall verfremdet, wenn sich das Wasserschicksal wendet. Ich will gerade wieder ins Haus gehen, da bleib ich mitten auf der… Weiterlesen

Eiszeit im Bett Eiszeit im Bett ist gar nicht so nett. Was ist es doch auf mal so kalt – macht nicht mal vor dem Frosche halt. Der Schnee von gestern heute kühlt, was sich zuvor noch warm gefühlt. Dieses Bett das sah auch heiße Zeiten mit Froschkonzert voll Lustbarkeiten. Um das Bett herum war reichlich los – der Hochzeitswunsch überall so groß. Die Maienhitze ist längst vorbei. Im Winter bleibt dies… Weiterlesen