Gerhard Laukötter's Blog

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Snowbells Januarschnee schmilzt zart dahin, lässt Winterkleid erweichen. Im nassen Weiß ganz mittendrin Blüht auf ein Frühlingszeichen. Schneeglöckchen läuten hell im Hauch, der ziellos umher windet. Am dornbewehrten Rosenstrauch Sich letzte Butte findet. Im Winter bleibt manch Glöckchen still. Fern ist das Maiensummen. Die Pflanze dennoch strahlen will – Ganz ohne Majas Brummen.

Der letzte Januar Die Sonne muntert mich zum Laufen. Die Luft atmet so kühl und rein. Am Schuhwerk zieh ich fest die Schlaufen. Mein Hund will mein Begleiter sein. Die Nacht war völlig sternenklar brachte uns Frost und etwas Reif. Und das am letzten Januar Manch Wegesspuren froren steif. Ich traf auf hübsches Pfützeneis. Das schmolz schon leicht am Rand. Es zeigte Zähne blendend weiß Fast wie im Märchenland. Im Schattenreich verblieb… Weiterlesen

Baumschlaf Die Buche präsentiert sich nackt Denn jedes ihrer Blätter Ist letztlich bodenwärts gesackt Im herbstwindigen Wetter. Nun seh ich Corpus, Stamm und Ast Von Zweigen all die Enden. Der Baum ist frei ohn jede Last. Die Sonne kann mich blenden. Wo sonst ein grünes Blättermeer im Lenz beginnt zu rauschen, da ist die Krone kahl und leer Gibt wenig uns zu lauschen. Die Buche steht, als wär sie tot.

Auf dem Schlauch…. Es war der vorletzte Januar, Als dies geschah: Bei einem Gang mit dem Hund Wurde es bunt. Mitten auf dem alten Weg Wuchs ein junger Beleg Wohl aus dem Reich der Pilze als gelbliches Gesülze. Ich stand auf dem Schlauch – Doch es sagte mir mein Bauch: Der Pilz gehört wohl auch Zu denen, die wie ein Schlauch Einfache Körper bilden –

Eisteich Aus dem Osten kam die Kälte Und mit dem Schnee erhellte Sich das Januargesicht im kühlen Winterlicht. Der Teich längst zugefroren Erscheint wie neu geboren In seiner Eiseshaut Er unwirklich fast schaut. Schnee pudert Oberflächen Verspielte Muster sprechen Gestaltungsfantasie Der Zufall kennt nur sie.

Winterblues Kaum toter könnt Ein Acker blicken – Maistorsen mehr Und mehr ersticken. Im schneegeweissten Tuch – Da liegt ein Schöpfungsfluch Über abgeschnittenen Stümpfen Gleichwie entlebten Rümpfen. So wie sie kurz nur ragen, So wollen sie uns sagen, Dass nur noch Faserreste Sind stumme Bodengäste. Endlos erscheinen Reihen Maisreste sie verleihen Ein Bild vom Massengrab, Weil hier so manches starb.

Des Eises Kunst Gestern Abend war in der Luft Noch  Nieselregen satt – Der so feuchte Wasserduft Macht Tageslicht so matt. Im Neuen Jahr hatte die Sonne Ihr Gesicht noch nicht einmal gezeigt. Aus der veralgten Regentonne Der Überfluss andauernd steigt. In der Nacht zog Kälte spät herbei. Das Wolkenband riss so entzwei, Bis funkelnd fein das Sternenlicht bald offen aus dem Himmel bricht. Der erste Frost im Januar vereiste, was so… Weiterlesen

Schneeglöckchen im Januar Schneeglöckchen im Januar – Wie ein Märchen jedoch wahr. Früher meist zu Lichtmesszeiten Wollten sie im noch verschneiten Gartenbeet als erste blühn. Blätter waren vornehm grün. Dieses Jahr drückten die Triebe Früher schon, da Winterdiebe Stahlen einfach Frost und Eis Bald schon schimmerte es weiß Durch die zarten Knospenspitzen Die ganz oben stielecht sitzen. Januarsterne blinken hell – Wenn die Sonne kommt noch schnell, öffnen sich die zarten Kelche… Weiterlesen

Winterfrühling Im Ruhrgebiet und Münsterland Bleibt Winter völlig unbekannt. Auch Monate lang auf ihn warten, Bringt nicht mal Kälte uns auf Raten. Statt knackig hartem Bibberfrost Erhalten wir nur warme Kost. Wo eine von den weißen Flocken Brächt unser Herz doch zum Frohlocken! Nicht mal ein Hauch von kaltem Reif Umzuckerte die Blätter steif. Stattdessen prasselt Dauerregen Uns täglich ins Gesicht entgegen. Das Winterfutter für die Meisen Wollte kein Piepmatz bisher speisen…. Weiterlesen