Gerhard Laukötter's Blog

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Blütenfeuerwerk Im Juligarten ist viel schon verblüht. Doch eine neue Welle feurig glüht, wenn der Sommer gibt die Hitze frei – lachen bunte Blumengrüße täglich neu. Hortensien in vielen Tönen für Wochen uns den Blick verwöhnen. In diesem Jahr bleibt kleiner die Pracht. Zu später Frost hat Unheil gebracht. Kokardenblumen und Sonnenhüte öffnen täglich Blüte für Blüte. Taglilien wetteifern im Sonnenlicht, wer die anderen an Grazie aussticht.

Mit der Passion zum Blühen Selten sah ich solche Blüten, welch Geheimnis sie behüten – ist versteckt im Blühgesicht, öffnet Mystik lange nicht. Um die Bienen zu betören, Passifloren darauf schwören, dass ein Strahlenkranz gewinnt, eh der Nektarraub beginnt. Wie ein Kirmeskarussel Gondeln drehen sich so schnell grad so wirkt weißblaues Rad actionpower jedes hat.

Der Alant lockt! Der Alant lockt am Juli, zwei Wildbienen an und davon drei. Sie sitzen mitten auf der Blüte saugen vom Nektar bester Güte. Wie Alant in den Garten kam, und seinen großen Platz einnahm, das lässt sich kaum noch heut klären nur noch Verdachtideen mehren. Vor langer Zeit hat das Helenenkraut von Osten her hier reingeschaut. Als es hier wuchs, wurd es bekannt – denn Volksmedizin nahm es zur Hand.

Vom Winde verweht Wie oft habe ich mich sommertags gebückt und eine reife Pusteblume mir gepflückt. Dabei halte ich meine Atemluft zurück. Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick. Ich schau auf einen zarten Samenkugelball – Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl. Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt – was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert. Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind. Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind. Das… Weiterlesen

Links herum Wenn Pflanzen in die Höhe klettern, werden sie geliebt gerad von Städtern. Oft ist ihr Garten nur ein Balkon – ein grünes Seelchen im Meer von Beton. In Balkonien nutzt man Kästen und Kübel. Die Bepflanzung gelingt oft gar nicht so übel. Die einen hängen von der Brüstung hinab. Die anderen winden sich in die Höhe am Stab. Ein guter Kletterer ist hier die Susanne. Schwarzäugig zieht sie die Gärtner… Weiterlesen

Ins Gras gebissen Ins Gras gebissen habe ich bisher eher selten , weil für mich die Herbivorenregeln eben nicht gelten. Ins Gras gebissen, ein Hälmchen gekaut und etwas von dem süßen Zucker darin verdaut, das habe ich als Kind häufiger gemacht und vor Vergnügen gelacht. Ins Gras gebissen haben auf der Wiese nebenan all die Kühe fast von Anfang an. Wenn sie im Sommer auf der grünen Weide grasen, kommen auch noch… Weiterlesen

Königskerzen Sie stehen gern am Rande in sonnig warmen Lande – überragen alles weit und breit. Juli ist Königskerzenzeit. Zuerst wollweiche Blätter voller Flaum So bedecken sie rosettig Lebensraum. Im ersten Jahr sind sie Bodendecker Dann im zweiten werden sie sichtlich kecker. Ihr Blütenstand schießt in den Himmel Wie sagt doch Johannes Mario Simmel: „Man lebt nur zweimal“ Die Königkerzenblütenzahl sie geht an die tausend und da sitzen täglich schmausend: Hummeln, Bienen,… Weiterlesen

Samenreife Der Sommer den Zenit erreicht An Bäumen erstes Laub erbleicht. Das Blütenmeer der letzten Tage Es schwächelt sehr – ganz außer Frage. Das Rosenrot löst sich vom Stiel, Was übrig bleibt, ist nicht mehr viel. Das einst so tolle Blütenkleid Zerfällt in Überflüssigkeit. Wo vorher Pollen wurd genossen, der Nektar reichlich ist geflossen, da wächst die Frucht am Narbengrund und reift heran von Stund zu Stund. Nun steh ich vor der… Weiterlesen

Calendula Vom wärmsten Gelb Zum leuchtendsten Orange Reicht die Farbentranche Ziemlich gute Freunde Sind im Gartenbeet Die freundlichen Ringelblumen Im frühen Sommer und im Herbst noch spät – Sie hatten sich selber ausgesät – Strahlen ihre Blütengesichter In einfarbig schlichtem Und doch so dichtem Üppigen Couleur Petite fleur. Auch als Studentenblume bekannt – Diese hatten sie gern zur Hand, Um der Liebsten zu imponieren –

Interferenzen Ich starre auf ein Tropfenspiel seh wenig erst und dann so viel. Da wird die alte Regentonne Zum Wellenort mit hoher Wonne. So wie die Tropfen haltlos fallen, beginnen Kreise aufzuwallen. Wo Wellen sich dabei berühren, Gemeinsamkeiten dann verspüren, Bilden sie dort Interferenzen Können gebrochen sich ergänzen.