Gerhard Laukötter's Blog

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Zehn Sonnenhüte Diese Blume steht in vollster Blüte zeigt heute mir zehn Sonnenhüte. Sie recken sich ins volle Licht Ein Schattendasein heißt Verzicht. Ein Sonnenhut verwehrt die Strahlen, für die wir mit Gesundheit zahlen. Wenn uns die Sonne hell bescheint, wird sie der Haut schon oft zum Feind. So viel an hellstem Sonnenlicht verträgt der bleiche Mensch oft nicht. Solche Sorgen sind den Pflanzen fremd. Sie strecken gern ihr buntes Hemd ganz… Weiterlesen

Im Regen Ich steh vor einem Erdbeerblatt, das gerade Wasser aufgefangen hat. Der Juli war so lang tropfenleer Nun klebt der Regen nass und schwer. Nach all dem Staub im Sommerwind erscheint dies Blatt fast wie ein Kind, das eben frisch ins Bad getaucht, weil es das reine Wasser braucht. Nach der Entbehrung ohne Regen will sich Erlösung endlich legen auf das gestresste Erdbeerblatt – ob es überhaupt Gefühle hat? Kann eine… Weiterlesen

Campanula Sie blüht mal hier und dann mal da: die sonnenhungrige Campanula. Als wir vor über dreißig Jahren erstmals Besitzer damals waren von unserem Haus mit großem Garten, da blühten um die Mittsommernacht überall Glockenblumen in blauer Pracht. Dass im Garten schönste Blumen gedeihen, an denen sich grüne Daumen erfreuen, ist sicherlich kein besonders aufregender Akt – so lange der Gärtner diese Pflanzen in den Boden packt.

Zum Läusemelken Der Honigtau ist sehr begehrt. Wenn eine Laus sich grad entleert, da gibt es viele, die sich freuen und solch Kontakte gar nicht scheuen. Zuckersüß ist Läusekot. Solch ein leckeres Pausenbrot lassen Ameisen sich gut schmecken. Wenn sie Läuse irgendwo entdecken, kommt bald das ganze Ameisenheer aus dem Nest heraus schleunigst hierher. Jede Laus wird gründlich kontrolliert, ob sie nicht hinten was verliert. Quillt am Anus dann ein Tröpfchen, lauert… Weiterlesen

Blütenfeuerwerk Im Juligarten ist viel schon verblüht. Doch eine neue Welle feurig glüht, wenn der Sommer gibt die Hitze frei – lachen bunte Blumengrüße täglich neu. Hortensien in vielen Tönen für Wochen uns den Blick verwöhnen. In diesem Jahr bleibt kleiner die Pracht. Zu später Frost hat Unheil gebracht. Kokardenblumen und Sonnenhüte öffnen täglich Blüte für Blüte. Taglilien wetteifern im Sonnenlicht, wer die anderen an Grazie aussticht.

Mit der Passion zum Blühen Selten sah ich solche Blüten, welch Geheimnis sie behüten – ist versteckt im Blühgesicht, öffnet Mystik lange nicht. Um die Bienen zu betören, Passifloren darauf schwören, dass ein Strahlenkranz gewinnt, eh der Nektarraub beginnt. Wie ein Kirmeskarussel Gondeln drehen sich so schnell grad so wirkt weißblaues Rad actionpower jedes hat.

Der Alant lockt! Der Alant lockt am Juli, zwei Wildbienen an und davon drei. Sie sitzen mitten auf der Blüte saugen vom Nektar bester Güte. Wie Alant in den Garten kam, und seinen großen Platz einnahm, das lässt sich kaum noch heut klären nur noch Verdachtideen mehren. Vor langer Zeit hat das Helenenkraut von Osten her hier reingeschaut. Als es hier wuchs, wurd es bekannt – denn Volksmedizin nahm es zur Hand.

Vom Winde verweht Wie oft habe ich mich sommertags gebückt und eine reife Pusteblume mir gepflückt. Dabei halte ich meine Atemluft zurück. Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick. Ich schau auf einen zarten Samenkugelball – Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl. Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt – was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert. Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind. Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind. Das… Weiterlesen

Links herum Wenn Pflanzen in die Höhe klettern, werden sie geliebt gerad von Städtern. Oft ist ihr Garten nur ein Balkon – ein grünes Seelchen im Meer von Beton. In Balkonien nutzt man Kästen und Kübel. Die Bepflanzung gelingt oft gar nicht so übel. Die einen hängen von der Brüstung hinab. Die anderen winden sich in die Höhe am Stab. Ein guter Kletterer ist hier die Susanne. Schwarzäugig zieht sie die Gärtner… Weiterlesen

Ins Gras gebissen Ins Gras gebissen habe ich bisher eher selten , weil für mich die Herbivorenregeln eben nicht gelten. Ins Gras gebissen, ein Hälmchen gekaut und etwas von dem süßen Zucker darin verdaut, das habe ich als Kind häufiger gemacht und vor Vergnügen gelacht. Ins Gras gebissen haben auf der Wiese nebenan all die Kühe fast von Anfang an. Wenn sie im Sommer auf der grünen Weide grasen, kommen auch noch… Weiterlesen