Gerhard Laukötter's Blog

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Vom Winde verweht Wie oft habe ich mich sommertags gebückt und eine reife Pusteblume mir gepflückt. Dabei halte ich meine Atemluft zurück. Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick. Ich schau auf einen zarten Samenkugelball – Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl. Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt – was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert. Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind. Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind. Das… Weiterlesen

Links herum Wenn Pflanzen in die Höhe klettern, werden sie geliebt gerad von Städtern. Oft ist ihr Garten nur ein Balkon – ein grünes Seelchen im Meer von Beton. In Balkonien nutzt man Kästen und Kübel. Die Bepflanzung gelingt oft gar nicht so übel. Die einen hängen von der Brüstung hinab. Die anderen winden sich in die Höhe am Stab. Ein guter Kletterer ist hier die Susanne. Schwarzäugig zieht sie die Gärtner… Weiterlesen

Ins Gras gebissen Ins Gras gebissen habe ich bisher eher selten , weil für mich die Herbivorenregeln eben nicht gelten. Ins Gras gebissen, ein Hälmchen gekaut und etwas von dem süßen Zucker darin verdaut, das habe ich als Kind häufiger gemacht und vor Vergnügen gelacht. Ins Gras gebissen haben auf der Wiese nebenan all die Kühe fast von Anfang an. Wenn sie im Sommer auf der grünen Weide grasen, kommen auch noch… Weiterlesen

Königskerzen Sie stehen gern am Rande in sonnig warmen Lande – überragen alles weit und breit. Juli ist Königskerzenzeit. Zuerst wollweiche Blätter voller Flaum So bedecken sie rosettig Lebensraum. Im ersten Jahr sind sie Bodendecker Dann im zweiten werden sie sichtlich kecker. Ihr Blütenstand schießt in den Himmel Wie sagt doch Johannes Mario Simmel: „Man lebt nur zweimal“ Die Königkerzenblütenzahl sie geht an die tausend und da sitzen täglich schmausend: Hummeln, Bienen,… Weiterlesen

Samenreife Der Sommer den Zenit erreicht An Bäumen erstes Laub erbleicht. Das Blütenmeer der letzten Tage Es schwächelt sehr – ganz außer Frage. Das Rosenrot löst sich vom Stiel, Was übrig bleibt, ist nicht mehr viel. Das einst so tolle Blütenkleid Zerfällt in Überflüssigkeit. Wo vorher Pollen wurd genossen, der Nektar reichlich ist geflossen, da wächst die Frucht am Narbengrund und reift heran von Stund zu Stund. Nun steh ich vor der… Weiterlesen

Calendula Vom wärmsten Gelb Zum leuchtendsten Orange Reicht die Farbentranche Ziemlich gute Freunde Sind im Gartenbeet Die freundlichen Ringelblumen Im frühen Sommer und im Herbst noch spät – Sie hatten sich selber ausgesät – Strahlen ihre Blütengesichter In einfarbig schlichtem Und doch so dichtem Üppigen Couleur Petite fleur. Auch als Studentenblume bekannt – Diese hatten sie gern zur Hand, Um der Liebsten zu imponieren –

Interferenzen Ich starre auf ein Tropfenspiel seh wenig erst und dann so viel. Da wird die alte Regentonne Zum Wellenort mit hoher Wonne. So wie die Tropfen haltlos fallen, beginnen Kreise aufzuwallen. Wo Wellen sich dabei berühren, Gemeinsamkeiten dann verspüren, Bilden sie dort Interferenzen Können gebrochen sich ergänzen.

Hortensia Sie gehört einfach zum Garten. Ihre Knospen können den Frühling kaum abwarten. Doch müssen sie sich vor Spätfrösten Ganz enorm hüten. Sonst sterben die Blüten Schon früh im März – Tief im Knospenherz. Der letzte Winter war kläglich und schwach Kaum Schnee drückte das Dach. Auch Väterchen Frost Brachte kaum eisige Kost. Der Frühling voreilig und viel zu früh Der lockte sie: Unsere Hortensien trieben schnell ins Blatt, In den Zweigesspitzen… Weiterlesen

Ein Sommertagstraum Nelken, Mohn mit Margeritte Glockenblume, Augentrost Sonnenhut neben der Wicke Und am Rande Wasserdost – Ringelblume, Wilde Möhre Rittersporn bei Tausendschön Und im Bunten hör ich Chöre Von Gesumme und Gedröhn. Leichter Hauch weht durch die Blüten Fein Arom verströmt die Luft. Aus den purpurn Fingerhüten Lockt verführerisch der Duft. Leichtgewichte schwebend fliegen Warten auf den Blütensaft.

Heufig Der zweite Schnitt hat alle Gräser flach gelegt. In Julisonne bleicht nun grünes Weidelblatt. Warmweicher Wind zärtlich am Wiesenboden fegt, Bis Cumaringewürz in Nasen sich gefangen hat. Der Duft von Heu das ist der Sommeratem pur. Gefühle tanzen wild in Schweiß und Blut. Für Landwirte bleibt dieses immer Ernte nur. Wenn Sonne mit Wind gepaart – wird alles gut! Das Wiesengras stand gerade voll in Blüte, Da schnitt ein Kreiselmäher tief… Weiterlesen