Gerhard Laukötter's Blog

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Königskerzen Sie stehen gern am Rande in sonnig warmen Lande – überragen alles weit und breit. Juli ist Königskerzenzeit. Zuerst wollweiche Blätter voller Flaum So bedecken sie rosettig Lebensraum. Im ersten Jahr sind sie Bodendecker Dann im zweiten werden sie sichtlich kecker. Ihr Blütenstand schießt in den Himmel Wie sagt doch Johannes Mario Simmel: „Man lebt nur zweimal“ Die Königkerzenblütenzahl sie geht an die tausend und da sitzen täglich schmausend: Hummeln, Bienen,… Weiterlesen

Samenreife Der Sommer den Zenit erreicht An Bäumen erstes Laub erbleicht. Das Blütenmeer der letzten Tage Es schwächelt sehr – ganz außer Frage. Das Rosenrot löst sich vom Stiel, Was übrig bleibt, ist nicht mehr viel. Das einst so tolle Blütenkleid Zerfällt in Überflüssigkeit. Wo vorher Pollen wurd genossen, der Nektar reichlich ist geflossen, da wächst die Frucht am Narbengrund und reift heran von Stund zu Stund. Nun steh ich vor der… Weiterlesen

Calendula Vom wärmsten Gelb Zum leuchtendsten Orange Reicht die Farbentranche Ziemlich gute Freunde Sind im Gartenbeet Die freundlichen Ringelblumen Im frühen Sommer und im Herbst noch spät – Sie hatten sich selber ausgesät – Strahlen ihre Blütengesichter In einfarbig schlichtem Und doch so dichtem Üppigen Couleur Petite fleur. Auch als Studentenblume bekannt – Diese hatten sie gern zur Hand, Um der Liebsten zu imponieren –

Interferenzen Ich starre auf ein Tropfenspiel seh wenig erst und dann so viel. Da wird die alte Regentonne Zum Wellenort mit hoher Wonne. So wie die Tropfen haltlos fallen, beginnen Kreise aufzuwallen. Wo Wellen sich dabei berühren, Gemeinsamkeiten dann verspüren, Bilden sie dort Interferenzen Können gebrochen sich ergänzen.

Hortensia Sie gehört einfach zum Garten. Ihre Knospen können den Frühling kaum abwarten. Doch müssen sie sich vor Spätfrösten Ganz enorm hüten. Sonst sterben die Blüten Schon früh im März – Tief im Knospenherz. Der letzte Winter war kläglich und schwach Kaum Schnee drückte das Dach. Auch Väterchen Frost Brachte kaum eisige Kost. Der Frühling voreilig und viel zu früh Der lockte sie: Unsere Hortensien trieben schnell ins Blatt, In den Zweigesspitzen… Weiterlesen

Ein Sommertagstraum Nelken, Mohn mit Margeritte Glockenblume, Augentrost Sonnenhut neben der Wicke Und am Rande Wasserdost – Ringelblume, Wilde Möhre Rittersporn bei Tausendschön Und im Bunten hör ich Chöre Von Gesumme und Gedröhn. Leichter Hauch weht durch die Blüten Fein Arom verströmt die Luft. Aus den purpurn Fingerhüten Lockt verführerisch der Duft. Leichtgewichte schwebend fliegen Warten auf den Blütensaft.

Heufig Der zweite Schnitt hat alle Gräser flach gelegt. In Julisonne bleicht nun grünes Weidelblatt. Warmweicher Wind zärtlich am Wiesenboden fegt, Bis Cumaringewürz in Nasen sich gefangen hat. Der Duft von Heu das ist der Sommeratem pur. Gefühle tanzen wild in Schweiß und Blut. Für Landwirte bleibt dieses immer Ernte nur. Wenn Sonne mit Wind gepaart – wird alles gut! Das Wiesengras stand gerade voll in Blüte, Da schnitt ein Kreiselmäher tief… Weiterlesen

Traubenkirschengespinstmottenimaginalschlupfterminbestätigung Vor Wochen haben sie begonnen, Die Traubenkirschen kahl zu fressen. Dann haben sie alles umsponnen – Nicht einen Ast dabei vergessen. Bald glänzte hell die Silberhaut, Bis Raupenheer schlief in den Puppen. Doch wer zu wenig hat verdaut, erwacht wohl kaum mit frischen Schuppen. Sechs Wochen sind ins Land verstrichen, da kehr ich an den Ort zurück, Das Raupenbild ist längst gewichen: Der Silberbaum ist grün zum Glück.

Julifarben Wie herrlich bunt blickt Nachbars Garten. Der Sommer will nicht länger warten. Er mischt beschwingt die Farbpalette: Denn blühen will es um die Wette. Heut lachen mir verzückte Sterne Pastell gefärbt – das hab ich gerne. Direkt daneben schön violett Schmückt Thymian den Sommer nett. Überall in üppigster Pracht Uns manche Ros entgegen lacht. Der Rittersporn mit stolzem Gesicht Erfüllt mit Blau das Mittagslicht.