Gerhard Laukötter's Blog

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Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

Wasserträume Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd liegt der Teich in grünem Grund. Warmer Wind an Blättern säuselnd Wasser riecht aus seinem Mund. Auf der alten Bank da sitze ich und träume vor mich her. Sehe auf der Binsenspitze der Libellen Wiederkehr. Runden fliegend, flatternd, kreisend Flügel blinken sonnig hell – cyanblau gefärbte Reisen mal fast schwebend dann sehr schnell. Aus dem Wasser taucht die Spitze einer Schnauze etwas auf.

Zwei (bis drei) Welten Die Sonne lacht warm in den Teich. Es blinken Wasserlichter. Seerosenblätter tellergleich verschwimmen immer dichter Die Oberfläche von dem Blatt wird strahlend hell bebrütet. Sie lockt den Frosch zum Sonnenbad, der so den Tag vergütet. Libellen himmlischblau geschmückt verkrümmen ihre Bäuche, bis dass das letzte Ei entrückt gebären ihre Schläuche.

Sie sind wieder da! Elf Uhr zehn fast in der Nacht der Hund wird noch mal rausgebracht, damit er eben das verrichtet, über das man nicht so gern berichtet. Der Feldweg grenzt an einen Wald. Fast dunkel ist der Himmel bald. Urplötzlich sehe ich es blitzen. Doch vom Gewitter keine Notizen. Ein funkelnd Licht tanzt durch die Nacht. Ein Glühwürmchen hat’s mit gebracht. Ich laufe weiter den Weg entlang Von allen Seiten… Weiterlesen

Ein Sommernachtstraum Heute liegt ein Sommernachtstraum am späten Abend weit im Raum. Der Tag, an dem der Regen kam, blieb abgekühlt noch wohlig warm. Der Boden nahm die Feuchte gern. Die letzten Tropfen waren so fern. Nun steigt der Nebel aus den Weiden Die Kühe sich mit Schwaden kleiden. Nachtfalter sind gerade aufgewacht. Es liegt Besonders in der Nacht. Aus Gerstenfeld im letzten Licht ein wunderbares Gold erbricht. Über dem Ährenmeer schwebt… Weiterlesen

Die Zikade Der Zikade schmerzte heftig die rechte Wade. Vom vielen Springen da fingen die Muskeln schrill an zu singen. Das war echt schade für die Zikade. Herumspringen war sonst ihr Ding denn daran hing der Faden zum Glück. Doch schnell zurück zur schlimmen Wade Keine Gnade kannte der Befund aus orthopädischem Mund. Sechs Ruhewochen – obwohl nichts gebrochen – braucht schon ein Faserriss solange bis, die Wade rehabilitiert, ein erster Sprung… Weiterlesen

Junileuchten Der komische Käfermann kennt genau den Zeitpunkt für die Schau nach einer Frau – jetzt, wo die Nächte lau. Abends um zehn muss noch viel Zeit vergehen. Erst gegen Mitternacht, wenn die Dunkelheit wacht, zünden die Käfer ihr Licht – das nach Sekunden wieder zerbricht. In warmer Juninacht wird ein Spektakel angefacht. Immer mehr Fackeln kreisen an Säumen, Rändern und Schneisen. Sie knipsen nur kurz ihre Lampe an beleuchten im Fluge… Weiterlesen

Balkenschröter Nur mal eben zugegeben: mit Balkenschrötern habe ich – nicht wunderlich – eher sehr selten zu tun aber nun – wo ich auf ihn gestoßen bin, macht es Sinn, ihn zu respektieren auf ihn zu reagieren. Dass ich ihn sofort erkannte, seinen Namen nannte, liegt an der Studienzeit, die eine Ewigkeit zurückliegt Manche Erinnerung fliegt ins Gedächtnis zurück Finderglück. Beim Aufräumen vom toten Holz von Bäumen saß das schwarze Tier im… Weiterlesen

Pfingstrosenglück Verinnerlichte Schönheit zu beschreiben und dabei in Worten zu bleiben, fällt bisweilen recht schwer: denn das Anmutige ist des Geschriebenen mehr. Zu Pfingsten stehe ich vor einem kleinen Beet, in dem die Päonie seit Jahren nun steht. Je länger sie an dieser Stelle wohnt, die Pfingstrose es mit Blütenreichtum belohnt. Eher enttäuscht war ich noch vor einigen Jahren, wenn da zwischen dem Blattwerk nur einzelne Knospen waren, die sich bald als… Weiterlesen

Schnabulieren Seit drei Jahren kommen sie wieder mit schwarzweißem Gefieder – ihre hohen Stelzen wie der Schnabel in rot ein Anblick, der sich nur kurze Zeit bot. Kaum hatte der Bauer die Wiese gemäht, das Schnittgut mit dem Kreisel locker verweht da landeten drei Adebare im frischen Gras. Sie kamen nicht nur so zum Spaß. Die Störche wissen scheinbar genau, ist der Himmel ein paar Tage himmlisch blau, dann hofft der Landwirt… Weiterlesen