Gerhard Laukötter's Blog

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Hochzeitsfoto Zwei Wochen ist es in etwa her- seitdem ist der Froschfrauenbauch eierleer. Der Froschmann hat den heißen Junitag gefühlvoll genossen. Zu Paarung hat er sein ganzes „Pulver“ dann aber verschossen. Der Hochzeitstag war laut – nicht nur dieses Paar hat gefreit. Im ganzen Gartenteich hörte man bis zur Abendzeit inbrünstiges Gequake aus so vielen Kehlen. Ich konnte die Bräutigame kaum noch zählen. Von diesen beiden habe ich ein Hochzeitsfoto gemacht. Das… Weiterlesen

Schlangensonnenbad Wann habe ich eigentlich die letzte Schlange gesehen? Da muss ich schon weit zurück in Erinnerungen gehen. Waren es zehn oder zwanzig Jahre – da hatte ich kaum graue Haare – als ich an einem so warmen Sommertag mit meinen Augen vor einer Otter oder doch einer Natter lag. Meine Begegnungen mit Schlangen sind alle viele Jahre zurückgegangen. In den heimatlichen Naturkulissen, dass sollte ich inzwischen wissen, kommen die beinlosen Tiere… Weiterlesen

Warten auf den Rambler Bobbie James so hieß ein besonderer Rosenstrauch, in dessen Lebenslauf ich heute tauch. Es mögen so etwa zehn Jahre her sein, da kam diese Pflanze in unseren Garten herein. Mit voller Absicht war diese Rose gewählt, weil sie sich weniger beim Hochklettern quält. Prophezeit waren Höhen von zehn Metern gut, die dieser Rambler richtig gern klettern tut. Die ersten Jahre schob Bobbie James viele lange Triebe – doch… Weiterlesen

Das grüne Männchen Das grüne Männchen – ein Fabelwesen – ist da nicht irgendein Märchen gewesen? Im Sciencefictionfilm war da nicht eine Gestalt so ganz vegetationell entsprungen dem Wald? Grüne Männchen kenne ich sonst nur von Ampeln her. Da regeln sie fleißig die Phasen des Verkehrs. Doch heute traf ich das grüne Männchen in Person. Ich hatte es fast übersehen in seinem moosfarbenen Ton. Es hockte an einem Baum wie eine versteinerte… Weiterlesen

Umwunden Eine Trichterwinde fand ein Paar, das vorher sich schon ganz nah gegenüber stand – ihre Hände sie verband. Er zog sie zu sich hin. Was hat er nur im Sinn? Sie streckt sich noch zurück – erwartet so das Glück. Doch beide sind erstarrt, denn Bronze macht sie hart.

Ins Natürliche verwildert Vor Jahren stand im Garten hier eine edle Rose von höchster Zucht. In Blütentracht war sie voller Zier von vielen Augen gern besucht. Ihr Edelreis erkrankte dann. Es trocknete bald Ast um Ast. Ziemlich tot erschien sie irgendwann. Vom Holze löste sich schon Bast. Ich wollte sie eigentlich entfernen. Da sah ich tief unten einen Trieb. So sollte ich wohl wieder lernen, dass die Natur hier anders schrieb.

Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

Wasserträume Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd liegt der Teich in grünem Grund. Warmer Wind an Blättern säuselnd Wasser riecht aus seinem Mund. Auf der alten Bank da sitze ich und träume vor mich her. Sehe auf der Binsenspitze der Libellen Wiederkehr. Runden fliegend, flatternd, kreisend Flügel blinken sonnig hell – cyanblau gefärbte Reisen mal fast schwebend dann sehr schnell. Aus dem Wasser taucht die Spitze einer Schnauze etwas auf.

Zwei (bis drei) Welten Die Sonne lacht warm in den Teich. Es blinken Wasserlichter. Seerosenblätter tellergleich verschwimmen immer dichter Die Oberfläche von dem Blatt wird strahlend hell bebrütet. Sie lockt den Frosch zum Sonnenbad, der so den Tag vergütet. Libellen himmlischblau geschmückt verkrümmen ihre Bäuche, bis dass das letzte Ei entrückt gebären ihre Schläuche.

Sie sind wieder da! Elf Uhr zehn fast in der Nacht der Hund wird noch mal rausgebracht, damit er eben das verrichtet, über das man nicht so gern berichtet. Der Feldweg grenzt an einen Wald. Fast dunkel ist der Himmel bald. Urplötzlich sehe ich es blitzen. Doch vom Gewitter keine Notizen. Ein funkelnd Licht tanzt durch die Nacht. Ein Glühwürmchen hat’s mit gebracht. Ich laufe weiter den Weg entlang Von allen Seiten… Weiterlesen