Gerhard Laukötter's Blog

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Gestandene Frau Auf was ich gerade eben schau, ist eine durchgebrochene Frau. Aus Ton ist die Figur gemacht. Beim Windstoß hat es dann gekracht. Der Körper brach so in zwei Teile. Ich klebte sie schnell wieder heile. Irgendwie zerrissen bleibt der Korpus doch. Ihren Ausdruck den verstärkt dies noch. Die Frau besteht fast nur aus Beinen, die mehr als Baumstämme erscheinen. Ihr Kopf bleibt dafür ziemlich klein. Auch Weiblichkeit soll züchtig sein…. Weiterlesen

Kreuzausverkauf Kirchen werden nun entsegnet. Das Gottesvolk sich eher begegnet in immer kleiner werdenden Kreisen, die zunehmend noch stark vergreisen. Kirchen werden sogar abgerissen Nur sehr wenige die vermissen den lang geschätzten würdigen Bau Bald stirbt auch noch die alte Frau, die jeden Tag noch treu her kam – sich Zeit zum Beten reichlich nahm. Friedhöfe müssen gleichsam weichen. Manch braucht ja heute für die Leichen kaum mehr ein großes Reihengrab –… Weiterlesen

Fastenzeit Die Zeitung voll mit Foodgenüssen Schokoladenhasen Ostern grüßen. Die Einkaufkörbe berstend voll, wo Fastenzeit doch seien soll. Sehr lang muss ich nach hinten denken, als Kind galt es, sich zu beschränken. Süßigkeiten wanderten direkt wurden ins Sammelglas gesteckt. Solch Gefäß war Ostern gut bestückt hat Kindermünder lang beglückt. Auch heute will mancher verzichten. Gute Vorsätze davon berichten. Die Kirchen liefern kaum noch Grund. Oft wölbt der Bauch einfach zu rund. Der… Weiterlesen

Aufblicken Wenn nach nächtlich tiefem Schlaf unsere Augen Bilder schenken, wird der Anblick langsam scharf: in uns fängt es an zu denken. Erstes Bild zeigt oft die Decke leere Fläche ohne Sinn. Wenn ich dann die Uhr entdecke, weiß ich, wo ich stündlich bin. Aufzublicken, Himmel sehen nach einem kurzen Wiesentraum – Cirruswölkchen schwebend stehen – denn Bewegung sieht man kaum. Zu dem Vater aufzublicken, dass war kindlich angesagt. Ein Gebet zum… Weiterlesen

Ganz in Gold Maria strahlt im feinsten Gold trägt gütig ihren Sohn im Arm. Das Mutterglück erscheint uns hold und Morgensonne macht sie warm. Um beide Köpfe blinkt ein Schein – soll Heiliges bedeuten. Ganz nahe fließt vorbei der Main. Er hört die Glocken läuten. Hoch auf dem Kirchenschiff der Thron – die Mutter Gottes auf dem Dach – dies Szenario irritiert mich schon. Erinnerungen werden wach. Maria galt als Auserwählte, die… Weiterlesen

Mater unser Mater unser Du bist nicht im Himmel Sondern auf Erden. Geehelicht wird dein Name Dir oft genommen. Dass dein Wille geschieht, Wo immer hier auf Erden, Ist lange nicht erreicht. Du kochst uns unser Mahl Lebenslänglich. Vergibst der Männer Schuld, Doch sie bleiben die Schuldigen.

Vererbter Feiertag So ein Tag so wunderfrei wie heute – Wird auch geschenkt an glaubenlose Leute. Was wir ererbt von unsren Väter haben, das soll uns heut erfrischen und erlaben. Ob da am Kreuz ein Christus gräulich starb Und dann entfleuchte irgendwie dem Grab, davon sind wenige innerlich überzeugt Kaum jemand fastend sich in Reue beugt. Wir feiern still heute den Karfeiertag – Der Staat die laute Freude untersagt. So mancher Mensch… Weiterlesen