Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Moosgesichter Mit der Zeit – so sagt man oft wächst Gras über manche Sachen Für demnächst wohl ein jeder hofft, gibt´s deshalb wieder was zu lachen. So verschwindet das Erlebte mehr und mehr aus jedem Sinn. Was gestern noch so lastend schwebte, ist heute fort und weit dahin. Auch über banale Gegenstände wuchert Zeit, lässt Spuren grünen. Die Natur nimmt es in die Hände – braucht sich dazu kaum groß bemühn. Naive… Weiterlesen

Das Blechhuhn Da steht es nun ein blechern Huhn. Hat nichts zu tun, als nur zu ruhn. Naiver Schmuck vom Tucktucktuck. Ist pflegeleicht, hin und wieder reicht ein wenig Lack und zick und zack ist alles wieder bunt bis auf den Grund. Doch streicht man nie das Federvieh – spart sich die Kosten beginnt`s zu rosten. Erst kleine Flecken in feuchten Ecken. Es blättert ab der Farbbelag. Bald ist der Leib vom… Weiterlesen

Viel Hohn mit Zipfel Was wäre manch Garten hübsch anzusehen, würden dort bloß nicht diese Zwerge rumstehen. Nicht nur ihre Birne ist mehr als hohl. Manche Pose so lächerlich oder übel frivol. Diese bunt tönerne Gartenzwergewelt jeden häuslichen Hortus entsetzlich entstellt. Warum wollen Liebhaber von Gärten mit grotesken Scheußlichkeiten ihre Idylle entwerten? Lassen sie ihre Kinderzauberwelt noch immer nicht los? Werden Verstand und Gefühl weder erwachsen noch groß? Da hockt nun die… Weiterlesen

3 Kormorane 3 Kormorane pechschwarz wie die Nacht was für eine Vogelpracht ihr nagelneues Keramikfederkleid glänzt in der Sonne weit und breit. Die Kormorane sitzen am Teich nebeneinander, fabrikationsfigürlich alle gleich. In ziemlicher Augennähedistanz hockt da übergroß ein Lurch ohne Schwanz. Solch einer wird gemeinhin Frosch genannt. Er ist seit seiner Kindheit als hohles Steinzeug gebrannt. Das Amphibium glotzt mit hartem Blick auf ein Entenpaar, als ein Terracottastück. Wäre da nicht noch… Weiterlesen

Von Frosch zu Frosch Der eine sitzt da wie versteinert der andere wirkt fast wie verkleinert. So hocken sie im Wasserbett posieren dort wie auf dem Set. Erkennt der Kleine wohl den Riesen – oder den Trick den reichlich miesen? Das Monstrum ist aus dünnem Ton. Der echte braucht kein Mikrofon. Wie hässlich glotzt das Dekotier Doch etwas Kitsch den brauchen wir. Das Original im grünen Rock hat wenig auf den Großen… Weiterlesen

Abendrot Was zündet diese Sonne Feuer! – eh sie am Horizont versinkt. Das Licht ist ziemlich ungeheuer So glühend rot und wärmt doch nicht. Novemberabend ganz zum Schwärmen Ein Farbenmeer im Spiegelbild. Es gibt kein Hasten und kein Lärmen Nur Sonnenglut erscheint uns wild. Wir halten dies oft für romantisch – Sitzen am Meer versunken da. Ob nun ästhetisch oder Kitsch Das nehmen wir kaum richtig wahr. Wie oft schon wollt ich… Weiterlesen

Kitsch as Kitsch can Der Blick über den Gartenzaun bringt mancherorts totales Graun. Was Menschen dort so alles machen, ist gar nicht mehr nur so zum Lachen. Der Gartenteich bleibt nicht verschont und ist alsbald recht bunt bewohnt. In unterschiedlich schrägen Winkeln sieht man hier Gartenzwerge pinkeln. Die Meerjungfrau in Marmorweiß trägt immer noch den Baumarktpreis. Die Plastikenten sind verblichen an allzuvielen Sonnenstichen.