Gerhard Laukötter's Blog

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Ohne Bild In vielen Geschichten, Berichten, Gedichten wollte ich bisher niemals auf Bilder verzichten. Neben all den geschriebenen Worten konnte ich auch immer den Blick verorten. Worte und Gedanken sind – wie gesagt – frei. Bilder bringen immer Realitäten herbei. Heute beschreibe Bedrückendes ganz ohne Bild. Was nicht nur mir verloren ging, die Hauptrolle spielt. Neulich bei einem Herbstspaziergang traf ich einige Stellen, wo inzwischen die Besonderheiten fehlen. Ein kleiner Bach in… Weiterlesen

Nur Verzicht bringt Licht Staatliche Politik schafft ihn wohl nicht: einen drastischen, ehrlichen Wachstumsverzicht. Dem Klimawandel wird nur ein wenig entgegengewirkt. Ein fernes Ziel auf einer langen Strecke markiert. Wohlstand und Wachstum werden beschworen. Nur eine boomende Wirtschaft ist scheinbar geboren, die Umwelt zu schützen, das Klima zu bessern, damit schmelzende Eispole nicht Küstenstädte verwässern. Mit der aktuellen Politik wird fast gar nichts gelingen. Sie wird nur noch rascher Probleme näher bringen…. Weiterlesen

Detailverliebt Wie ich in eine Blüte blicke, Neugierde in die Tiefe schicke, erkenne ich oft ein Detail, an dem betrachtend ich verweil. Ein Bündel Fäden eng verleibt sich an dem Blütenboden zeigt. Kleine Körner kleben dicht gedrängt, bis Pollen bald ins Freie sprengt. Alle Falten sind sehr zart behaart, was keineswegs an Schönheit spart. Diese Blüte kommt an sich zu spät, weil sich das Jahr zum Herbste dreht. Kommt früh der Frost… Weiterlesen

An dieser Stelle… An dieser Stelle wuchsen Eichen Jetzt starre ich auf Stümpfe und Leichen. Ihre Stämme liegen daneben auf dem Feld – die bringen sicher noch etwas Geld. Ich suche nach Gründen für ihr Sterben. War Krankheit Ursache für ihr Verderben? Oder sollten sie nur einfach weg. Irgendein Mittel das heiligt jeden Zweck. Ich erkenne noch die vielen Jahresringe – Wenn es bloß nach dem Baume ginge, dann wären sicher noch… Weiterlesen

Vor dem Räumkommando Alle Jahre wieder… kommt der Unterhaltungstrupp vorbei, schneidet im Graben alles nieder, macht den Abfluss wieder frei. Der Graben entwässert die Felder sonst wird sumpfig hier mancher Fleck. Früher standen hier Auenwälder, die sind schon seit langem weg. Nun fehlt auch noch das Wasser- der Graben wird arbeitslos. Doch es war hier wirklich schon nasser. Wo bleibt all das Wasser bloß? All die letzten Jahre fehlte oft Regen reichlich… Weiterlesen

Wenn ein Wenn ein…. Wenn ein Nashorn auszusterben droht, dann sieht sogar ein Teil der Menschheit rot. Wenn irgendwo im Boden eine Moosmilbe endgültig verreckt, hat sie der Mensch zuvor vielleicht nicht einmal entdeckt. Wenn eine Orchidee zum letzten Mal erblüht, wird von Pflanzenliebhabern entrüstet mitgefühlt. Verschwindet an anderer Stelle ein eher unscheinbares Gras, nahezu unbemerkt geschieht das. Wenn ein schillernder Falter nicht mehr segelt, Rote Listen seine Ausrottung regelt, sind einige… Weiterlesen

Wie ein Komet am Horizont Ein Flieger zeichnet weiße Streifen, die bald zu Wattebäuschen reifen. Sehr rasch löst sich der Zauber auf. Das Flugzeug nimmt nur seinen Lauf. Immer wieder bin ich fasziniert, was dort oben gerade passiert. Jedes Fluggerät braucht Kerosin. In den Abgasen steckt manches drin, was unser Weltklima zerstört. Kaum jemand ist deshalb empört.

Mitten im warmen Winter Mitten im warmen Winter war plötzlich eine Baumwanze da. Es war der zweite vom Januar. So staunte ich nicht schlecht. War das Tier denn wohl echt? Da schob es eines von den Beinen ließ keinen Zweifel mehr scheinen. Was wollte die Wanze hier nur? Hockte da gegen jede Natur bei vier Grad Temperatur.

Streifenwanze mit Langeweile Jeden Tag kann ich sie wiedersehen bleib ich am Engelwurz nur stehen. Auf dem längst verblühten Doldenteller da geht die Zeit nur langsam schneller. Schon in der zweiten Woche da sitzt eine Streifenwanze – vielleicht ritzt sie an jungen Samenstielen, um süßen Saft dort zu erzielen. Warum bleibt sie dem Ort so treu? Die Welt ist anderswo doch neu. Sie braucht nur ihre Flügel schlagen. Dann könnte sie woanders… Weiterlesen

Der Mais ist weg! Der Mais ist weg. Er erfüllt bald seinen Zweck. Wird von Rindviechern verdaut – dann erneut angebaut für möglichst hohen Biomassengewinn. So macht Landwirtschaft wohl Sinn. Mais ist ein erwünschter Migrant – seine Wertschätzung längst anerkannt. Er verwandelt Gülle in Kolben voller Korn Höchsterträge sind unersättlicher Ansporn. Auf dem Feld herrscht er für sich allein. Andere Pflanzen sollten hier nicht sein. Dafür sorgt ganz sicher Glyphosat – ein… Weiterlesen