Gerhard Laukötter's Blog

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novembergelb gehe schon seit tagen an ihm vorbei sehe sein anmutiges konterfei er zeigt sich mir aufgeblüht im gelben chic deshalb gehört ihm auch mein augenblick was will er noch vor der winterfront sein antlitz wird nur schwach besonnt es fehlt ihm am geschlechtsverkehr. eine bestäubende biene kommt wohl nicht mehr her zur falschen zeit am rechten ort ist löwenzahn hier – die anderen sind fort sommerpflanzen blühen jetzt ziemlich doof kein… Weiterlesen

Novembersommer Zum Wandern lud der Sonntag ein Mild streichelt mich der Sonnenschein. Die Luft erwärmt novemberfremd. Für draußen brauch ich nur mein Hemd. Die wilde Flora fern vom Garten die soll auf mich nicht länger warten. Eigentlich zieht die Natur sich längst zurück Nachtfröste brechen Pflanzengenick. Doch in diesem Jahr am Wegessaum erblüht noch mancher späte Traum. Dem Gänseblümchen – das wundert nicht – bei frohem Wetter die Knospe bricht. Vom Greiskraut… Weiterlesen

Der Januar, der keiner war Die Sonne scheint, die Winde bürsten Jenseits der Feste ja da dürsten Wir alle schon nach Frühlingstrank Das Wetter hilft da Gott sei dank! So milde schmeichelt heut die Luft Zu warm wird mir die Winterkluft. Kamelien sind blütendrall Da wird die Röte bald zum Knall. Als gestern ich zum Ziele fuhr, da traute ich nicht der Natur. Im Lichte früher Morgenröte War platt gefahren eine Kröte…. Weiterlesen

Unzeiten Gerad kommt der August Und ein Apfelbaum hat Lust Zum Blühen. Wo plötzlich Knospen aufgehen, Darf ich seit Tagen sehen, wie Äpfel Backen rot anfärben sie werben schon für den Genuss. Seit vorgestern fallen Haselnüsse Mir fast auf die Füße Mit jedem Windeshauch Lockert der Strauch Frühreifes im noch hellen Gewand Doch mein Verstand Sagt: Es ist viel zu früh – So etwas gab es noch nie!

Frühe Birnenblüte Wenn im März die Birnen blühen, Molche schon vor Liebe glühen Sommerblumen pubertieren Falter sich luftig liieren, wenn Schnecken aus dem Häuschen sind und Spatzen füttern Kegelkind, dann stimmt mit dieser Welt was nicht viel zu früh wird warm das Licht. Ostern welken längst Narzissen Dafür blühen Nelkenkissen. Märchenhase bringt kaum Eier – Denn sie sind als Küken freier. Tulpen sonst mit Farben trumpften Ihre Kleider blass nun schrumpften. Auf… Weiterlesen

Schmetterlinge lachen mit Der Frühling will schon Sommer werden. Die Sonne heizt heut mächtig ein. Es sprießt hervor aus weichen Erden. Manch Pflänzchen möchte erstes sein. Der Vögel Laune schallt zum besten. Viel Liebeslied tönt im Gesang. Ein Himmel blau von Ost nach Westen – stimmig erfüllt mit Zwitscherklang.

Der letzte Januar Die Sonne muntert mich zum Laufen. Die Luft atmet so kühl und rein. Am Schuhwerk zieh ich fest die Schlaufen. Mein Hund will mein Begleiter sein. Die Nacht war völlig sternenklar brachte uns Frost und etwas Reif. Und das am letzten Januar Manch Wegesspuren froren steif. Ich traf auf hübsches Pfützeneis. Das schmolz schon leicht am Rand. Es zeigte Zähne blendend weiß Fast wie im Märchenland. Im Schattenreich verblieb… Weiterlesen

Verrückte Zeiten Im Januar nun die Renaissance Der bunten Sommerblumen. Doch auch der vorschnell junge Lenz Macht sich schon richtig breit. Es keimt manch lästig Kraut Auf weichen Ackerkrumen Hasel und Weiden stehen Im Pollenblütenkleid. Das Wiesengrün Zeigt maienhafte Frische. Der treibend Vögel Lust Wird täglich laut und sangesschön. Wenn ich die Jahreszeiten Ganz ohne Winter mische, Seh ich ein Frühlingssommerkleid. Steinkraut und Ringelblumen blühen Dazu die Zaubernuss, Winterjasmin. Mahonien im gelben… Weiterlesen

Weihnachtsblüten In diesem Jahr: Vom hohen Sommer bis ans Krippenfest Der Rainfarn nicht das Blühen lässt. Von weitem leuchten gelbe Knöpfe, Dicht geschart wie Kopf an Köpfe. Mit Rainfarnblüten da verbinde Ich Augustwärme, süße Winde. Am Blütenteller schweben Fliegen, die scheinbar körperhaft nichts wiegen. Auch kleine Käfer marmoriert – Werden vom Duft hierher lanciert – Sie wollen köstlich Nektar schlürfen und saugen auf, was sie nur dürfen. Am Tage von dem Weihnachtsfeste… Weiterlesen

Jahreszeitenlos Eine milde atlantische Brise Wie diese Hatten wir schon so oft – Dann bleibt der Winter soft. In blattentleerten Bäumen Fangen Knospen an zu träumen Vom frühen Frühjahrsglück – Sie machen sich schon dick. In Wiesen strotzt das Grüne Und auf der warmen Bühne Blüht gelb der Löwenzahn. Hoch auf dem Wetterhahn spottet der Drosselmann – so laut er kann.