Gerhard Laukötter's Blog

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Verrückte Zeiten Im Januar nun die Renaissance Der bunten Sommerblumen. Doch auch der vorschnell junge Lenz Macht sich schon richtig breit. Es keimt manch lästig Kraut Auf weichen Ackerkrumen Hasel und Weiden stehen Im Pollenblütenkleid. Das Wiesengrün Zeigt maienhafte Frische. Der treibend Vögel Lust Wird täglich laut und sangesschön. Wenn ich die Jahreszeiten Ganz ohne Winter mische, Seh ich ein Frühlingssommerkleid. Steinkraut und Ringelblumen blühen Dazu die Zaubernuss, Winterjasmin. Mahonien im gelben… Weiterlesen

Weihnachtsblüten In diesem Jahr: Vom hohen Sommer bis ans Krippenfest Der Rainfarn nicht das Blühen lässt. Von weitem leuchten gelbe Knöpfe, Dicht geschart wie Kopf an Köpfe. Mit Rainfarnblüten da verbinde Ich Augustwärme, süße Winde. Am Blütenteller schweben Fliegen, die scheinbar körperhaft nichts wiegen. Auch kleine Käfer marmoriert – Werden vom Duft hierher lanciert – Sie wollen köstlich Nektar schlürfen und saugen auf, was sie nur dürfen. Am Tage von dem Weihnachtsfeste… Weiterlesen

Jahreszeitenlos Eine milde atlantische Brise Wie diese Hatten wir schon so oft – Dann bleibt der Winter soft. In blattentleerten Bäumen Fangen Knospen an zu träumen Vom frühen Frühjahrsglück – Sie machen sich schon dick. In Wiesen strotzt das Grüne Und auf der warmen Bühne Blüht gelb der Löwenzahn. Hoch auf dem Wetterhahn spottet der Drosselmann – so laut er kann.

Gänseblümchen zu Silvester Von Winter fehlt wohl jede Spur Es regnet seit Tagen Wärme nur. Dazu ein ständig nasses Klopfen Unzählig platzen Schauertropfen Diese ertränken fast jeden Ort Ohne Rücksicht in einem fort. Weihnachten fern jeder Kälte – Nur Graues aus dem Himmelzelte. Da gibt es kaum Erbarmen Mit der ertrunken armen Total verschlammten Unterwelt. Wenn dann etwas an Sonne fällt, sprießen Blüten aus dem feuchten Grund öffnen ihren zarten Farbenmund. Gänseblümchen… Weiterlesen

Schneeglöckchen im Januar Schneeglöckchen im Januar – Wie ein Märchen jedoch wahr. Früher meist zu Lichtmesszeiten Wollten sie im noch verschneiten Gartenbeet als erste blühn. Blätter waren vornehm grün. Dieses Jahr drückten die Triebe Früher schon, da Winterdiebe Stahlen einfach Frost und Eis Bald schon schimmerte es weiß Durch die zarten Knospenspitzen Die ganz oben stielecht sitzen. Januarsterne blinken hell – Wenn die Sonne kommt noch schnell, öffnen sich die zarten Kelche… Weiterlesen

Winterfrühling Im Ruhrgebiet und Münsterland Bleibt Winter völlig unbekannt. Auch Monate lang auf ihn warten, Bringt nicht mal Kälte uns auf Raten. Statt knackig hartem Bibberfrost Erhalten wir nur warme Kost. Wo eine von den weißen Flocken Brächt unser Herz doch zum Frohlocken! Nicht mal ein Hauch von kaltem Reif Umzuckerte die Blätter steif. Stattdessen prasselt Dauerregen Uns täglich ins Gesicht entgegen. Das Winterfutter für die Meisen Wollte kein Piepmatz bisher speisen…. Weiterlesen

Horch, was kommt von Süden rein! Horch was kommt von Süden rein – Ach das freut uns ganz gemein: Mediterranes Potpourri Hatten wir bisher noch nie. Bunte Falter und Libellen nun an unsren Türen schellen. Winter warm und Sommer trocken, das kann sie nach Deutschland locken. Im Süden wird es bald zu warm Ihr Lebensraum dann wüst arm. So manche Pflanze, manches Tier Versucht sein Glück im Norden hier. Bei uns da… Weiterlesen

Klimawandel Schon seit Jahren wird gemessen jedes Zehntel Celsius. Wärmegrade Gletscher fressen. Eisbär um sich fürchten muss. Auch in unseren Gefilden ändert sich so mancher Lauf. Öfter tauchen Mückengilden seuchend aus dem Süden auf. Schmetterlinge, die einst zogen herbstgekühlt gen Süden hin, sind erst gar nicht mehr geflogen streichen Flüge aus dem Sinn.

3 x Urlaub? Urlaub hieß anno dazumal: Einfach nur weggehen zu dürfen. Das war die Bedeutung vor vielen Jahren. Endlich zu Hause warme Milch schlürfen Und um sich die ganze Familie scharen. Von oben gab es für bestimmte Zeit die Erlaubnis, sich zu verabschieden – Aus Ritterdiensten, aus der Fronarbeit. Auf der Heimkehr wurden Umwege vermieden. Mann durfte nach Hause durch Adels Gnaden. Er war für diese Frist fröhlich und frei. Vielleicht… Weiterlesen

Im Reisefieber Zwei Seelen leben in der Brust Hier sesshaft sein – dort Reiselust. Nomadentum kennt man dazu, wenn Menschen kommen nie zur Ruh. Zu Fuß, zu Pferd oder mit Segel Gereist wurde mit Kind und Kegel. Doch lange waren die Betuchten, die ganz allein die Ferne suchten. Ob sie nun Goethe, Humboldt hießen, sie konnten Reisen früh genießen. Wer unten mehr im Staate diente, nur ein paar Taler grad verdiente, der… Weiterlesen