Gerhard Laukötter's Blog

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Nahezu unberührte Gewässergüte Ein Eifelbach nicht namenlos der wurde im Betrachten groß. Ich stand am Sonntag am Uferrand und machte mich mit ihm bekannt. Was mir als erstes gut gefiel, das war sein schönes Wellenspiel. Bachwasser floss ins Tal hinab und jeder Stein im Fließen gab dem Strömen seine eigene Welle. Nirgendwo gab es eine gleiche Stelle. Das Foto, das ich dort gemacht , hat mir noch mehr Kenntnisse gebracht. Werbeanzeigen

In Memoriam Lithax obscurus Zum Gedenken an eine kleine Köcherfliegenart Seit ein paar Wochen steht Aufräumen im täglichen Programm. Das frühere Arbeitsleben verschwindet nach mehr als sechs Jahren beruflicher Tatenlosigkeit immer stärker im Nebel der Vergessenheit. Um Kinder und Kindeskinder vom Ballast des spätreifen Lebens zu befreien, muss ich mich in einem weiteren Schritt von Dingen lösen, die mir vor zwanzig Jahren noch enorm viel bedeutet haben. Als Biologe in der Naturschutzbildungsarbeit… Weiterlesen

Limnephilus, der Wasserfreund Der kleine Wiesentümpel erstickt fast im Gerümpel, das arglos wird versenkt: es wird ihm ja geschenkt. Die Wasserpflanzen decken den Müll noch zärtlich zu. Und viele Tiere stecken auf mal im alten Schuh. Mein Blick geht in die Tiefe. Dort seh ich zartes Rohr. Bewegt sich, als ob es liefe, so kam es gerad mir vor. Ich fischte mit meinen Händen dies Röhrchen dann an Land. In seinen grünen… Weiterlesen

Schillerne Quelle Wenn ein Schiller oder Goethe stimmen an die Lyrikflöte, um an einer klaren Quelle Worte singen in die Welle, werden Reime sanft und weich Farben aus dem Dichterreich. Wenn ein ernster Ökologe mit der feuchten Elektrode sorgsam forscht nach sauren Ionen und nach Tieren, die hier wohnen, kennt er von der Quelle nur seine Analysespur.

Klein aber fein Ein ziemlich zartes Larventier wohnt gern an dunkler Stelle. Triefnasses Laub, das zeigt auch dir den Geburtsort: eine Quelle. Aus einem Köcherfliegenei schlüpft hier am kühlen Ort ein Winzling in dem Blätterbrei, will köchern ab sofort. Die allerfeinste Seide nur, das Lärvchen spinnt sie bald zu einem dünnsten Kleide pur. Im Wasser ist`s so kalt. Doch schützt dies Traumgewande den weichen Körper kaum. Verklebt werden nun Sande am Seidenmantelsaum.

Brauchen Steine für die Beine Von weither schallt`s wie Rauschmusik. Noch eh ich ihn zu sehen krieg, da weiß ich, bald steh ich am Bach. Sein Wasserlied macht mich hellwach. Erst milde Ströme züchtig quellen, dann türmen höher sich bald Wellen. Sie hüpfen über Stock und Stein – wollen dabei nur flüchtig sein. Wird Moosgestalt eilig durchflossen, dann zappeln lustig deren Sprossen. Schießt über Quader Wasserstrahl, kommt unser Bach dort tief zu… Weiterlesen

Der Freund des süßen Wassers (Limnephilus) Er ist der Freund vom süßen Wasser Stammt aus der Zunft der Köcherfliegen So beschrieb ihn einst der Artverfasser Genauso trefflich wie gediegen. Geschlüpft gleicht er den Schmetterlingen Eher mottengleich mit braunem Kleid. Doch Haare auf den Flügelschwingen Bringen schnell Unterscheidbarkeit. Nur ein paar Wochen währt das Leben Des Vollinsekts im Ufersaum. Wenn Eier unter Wasser kleben, endet schon früh der Hochzeitstraum. Die Larven brauchen frisches… Weiterlesen

Fünf Köcherfliegen Fünf Köcherfliegen Mir in Erinnerung blieben Nach einem Frühlingsgang Heute am Bachlauf entlang. Bisher lief ich hier immer vorbei. Des Wassers fließendes Konterfei Konnte Neugierde kaum zünden Und mein Interesse so binden. Doch jetzt stieg ich das Ufer hinab. Der Griff eines Steines der ergab Schönstes Leben am Wasserort Das sah ich sofort. Hier schmiegte die erste Bekannte Sich fest an eine raue Kante. Ihr Köcher pur gebaut aus Steinen… Weiterlesen

Wenn Fliegen köchern Wer einfach nur mal staunen will, beobachtet die Larven von Köcherfliegen abends still, die gehen selten schlafen. Wenn’s dunkel wird am Bachesgrund, Werden die Tiere munter. Zur dämmerigen Abendstund Wird dann ihr Leben bunter. Gefressen wird am Erlenblatt, das schmeckt ihnen am besten. Auch totes Holz macht ziemlich satt Gebiss lässt sich dort testen. Wenn Darm gefüllt, fängt Arbeit an: Denn Köcher gilt’s zu richten. So jede Nacht kommt… Weiterlesen

An der schönen Renau Nah am kahlen Asten da quillt die Renau hoch oben am Hang. Ihr kühles und klares Wasser stillt Dem Durstigen bei seinem Gang. Inmitten von Milzkrautkissen Fließt Grundwasser  frei und so hell Alpenstrudelwürmer sie wissen Dies ist ein gar köstlicher Quell. Sie treffen dort kleinste Schnecken mit feinem Opalschimmerhaus. Die weiden in allen Ecken Und schauen so niedlich aus.