Gerhard Laukötter's Blog

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Birnenregen Im Garten ragt ein Birnenbaum. Er ist sehr alt, verschafft sich Raum. Zeigt seine Krone voller Stolz. Im Stamme ruht viel Jahresholz. Weil er in diesem frühen Jahr vom Blütenmeer geflutet war und auch die Bienen, Hummeln summten, die Früchtemengen nur so brummten. Der ganze Baum hing brechend voll – die Ernte mehr als übertoll. Gegen Ende August begann der Regen. Das war nicht nur der reinste Segen. Wie eine Bombe… Weiterlesen

Oktoberleid Blätterfall im Sekundentakt Baumkörper sind bald splitternackt. Am Boden liegt viel totes Laub War lang zuvor schon Pilzes Raub. Zur Maiensonn einst herrlich grün Kam schleichend früh schon der Ruin. Ein Rußtaupilz flog durch die Luft Begleitet von viel Blütenduft. Er landete sanft auf der Quitte. Abseits vom Rand und von der Mitte. Der Pilz macht sich im Blatte breit Zerstörte bald Geweblichkeit. Frisst sich tief in den Zellen fest Was… Weiterlesen

Falllaub Seit Wochen lösen sich die Blätter Und das sogar bei jedem Wetter. Manchmal genügt ein Windeshauch Da landet Blatt auf seinem Bauch. Auch wenn die Herbstsonne warm scheint, wird Blätterwerk vom Ast entbeint. Gibt es mal einen Regenschauer, ist das Verhältnis nicht von Dauer, das mancher Baum dem Blatte hält – mit schwerem Tropfen es dann fällt. Mein Blatt macht sich zum Abgang schön, Ist leuchtend rot nun anzusehn. Ganz quittengelb… Weiterlesen

Humusmonster In unserer Näh abseits vom Feld türmt Masse sich, die nicht gefällt. Aus schönen Gärten hergebracht stapelt sich dick die Abfallfracht. Jetzt spät im Herbst wird aufgeräumt – Manch Blume hat dann ausgeträumt, Das bunte Laub in großen Säcken Soll bloß nicht Boden warm zudecken. Heckenschnitt, Gemüseleichen Müssen aus dem Hortus weichen. Schubkarren hoch aufgeschichtet Sind auf dem Weg, der Grün vernichtet. Für die kleine Bodensenke Gibt es abfällig Geschenke. Der… Weiterlesen

Schade! Was blühte es im Mai so toll. Nun hängen Apfelbäume voll. So schwer ist manche Früchtelast, dass letztlich bricht der ganze Ast. Der Apfelwickler – das ist schade – Sorgt tausendfach für kleine Made. Die lässt den Apfel vorher reifen – Im Fruchtfleisch gibt es braune Streifen. Der Madenapfel früher fällt Sein Körper dabei oft zerschellt.

Aufgegangen Im Garten gibt es ruderale Flächen, die ein Kapitel Schöpfung neu sprechen. Wenn der Winter auf dem Rückzug ist, schon bald ein erstes Pflänzchen sprießt. Vieles im Garten wächst früh wieder heraus. Stauden begrünen rund um das Haus. Viel spannender ist aber die Keimung von Samen, die irgendwie, irgendwo in den Boden kamen. Durch Grubbern und Graben bleibt von dem Boden Immer noch Nacktheit durch gärtnerisches Roden. Es geht die Saat… Weiterlesen

Dinner für den Admiral Es war einmal Ein älterer Admiral. Der gaukelte Umher im warmen Septemberlicht – Was für ihn spricht – Er war auf der Suche Erregt vom Geruche Nach süßen Genüssen – Nicht etwa Küssen – Überreife Früchte belebten die Süchte. Wundersame Düfte Durchwirkten die Lüfte. Der alte Admiral roch Den fauligen Apfel doch. Seines Fleisches Süße Sandte gierige Grüße Zum Fühler hin Der riechende Sinn Brachte das Faltertier Dann… Weiterlesen

Sommer ade! Sommer ade – Tut der kleinen Petunie so weh. Noch mit so schönen Blüten Da wüten Die Herbstmanöver – Wie jedes Jahr Und zwar Mit der strikten Devise Geranie und Fleißige Liese Müssen aus den Beeten raus. Doch welch ein Graus Sie sind noch so bunt Voller Charme und Wollen noch leben Doch soeben Ist ihr Todesurteil gefällt. Auf dieser Welt Gehen sie als pflanzliche Kost Ab auf den Kompost…. Weiterlesen

Blätterreigen Ein Hauch von Wind bewegt ein Blatt – Bricht sanft den Stiel vom Ast. Die grünen Farben sind längst matt Vergilbt sinkt nun die Last. Das Blatt es segelt, schaukelt leicht Und trudelt plötzlich nieder. Von einer Bö jäh hochgescheucht, Da flattert es schon wieder. Der Blätterflug wird dann doch schwer Die Körper wollen  sinken. Nun gibt es keine Lüfte mehr, die in die Höhe winken. Das Blatt fällt hin und… Weiterlesen

Komponieren Componere (lat.) heißt einfach nur: zusammen legen – Von dem, was irgendwie verstreut erscheint. Der Maler wandelt hier auf Farbenwegen, die er mit Kopf, Hand, Herz zu einem Bild vereint. Der Musiker wählt zunächst Ton und Töne. Daraus entsteht als Ganzes Harmonie. Erst im Konzert der Laute da erklingt das Schöne. Ein Einzelton ist wertlos und erreicht das nie. Auch im Garten lässt sich trefflich komponieren: All das, was sich zunächst… Weiterlesen