Eine kranke Hühnergeschichte

P1150353Eine kranke Hühnergeschichte

Als wir aus dem Urlaub zurückkamen, meinte unser Sohn, ein Huhn würde seit etwa zwei Wochen glucken. Wir dachten sofort, das ist eines der Zwerghühner. Die wollen eigentlich immer im Sommer und sitzen ständig auf Nestern, in denen ein paar Eier liegen. Als ich am nächsten Tag mal nachschaute, wer da Nachwuchs ausbrüten wollte, war ich doch ziemlich überrascht. Die letzte der Lakenfelderhennen – schon fortgeschritten alt – saß auf einem Hühnernest fest entschlossen zu brüten. In den nächsten Tagen beobachtete ich sie. Wenn die alte Dame mal kurz zum Fressen ihre Brutstätte verließ, setzen sich Kolleginnen von ihr auf die angebrüteten Eier und fügten ein frisches hinzu. Sowie das Nest besetzt war, setze sich die alte Glucke auf ein benachbarter Nest, einfach um weiter zu brüten. Ihr eigentliches Nest drohte dann auszukühlen. Ich musste dann geschwind die Eier unter ihrem Bauch entfernen und sie aus dem falschen Nest vertreiben. Danach kroch sie wieder auf das richtige Nest und wärmte die wachsenden Embryonen. Ich hatte immer wieder die Sorge, dass die Eier in der wärmelosen Zeit Schaden nehmen und die Entwicklungsstadien absterben. An einigen Tagen musste ich diese Korrekturmaßnahmen durchführen – immer mit dem bösen Gefühl, dass ich zu spät kommen würde und der Bruterfolg längst passe war. Wann der Schlupftag kommen würde, wusste ich nicht genau. Wenn ich über das Gelege so resümierte, kam ich zu folgender Bilanz: Die Eier waren nicht immer bebrütet. Eine ungewisse Zahl an Eiern sind während der Brutphase noch dazu gelegt. Ich hatte das Gefühl, dass einige Eier kaum zum Schlüpfen kommen würden. Waren die anderen überhaupt alle befruchtet? Was passieret mit den später dazu gelegten, wenn die ersten Küken schlüpfen? Weiterlesen