Besuch einer Zucchini

Besuch einer Zucchini

Heut hab ich bei einer Zucchini hereingeschaut.
Von außen kannte ich bloß ihre Haut.
Geschmort wirkte sie immer ohne Halt.
Essigsauer kannte ich sie kühlschrankkalt.
Um bei ihr hereinzukommen,
hab ich mir ein scharfes Messer genommen.
Einen glatten Schnitt machte mir die Klinge
und ich erblickte gleich viele feine Dinge.
Drei Stuben besitzt meine Zucchini nur.
Mehr gibt es hier nicht, so will es die Natur.
In den Kammern wachsen Samen heran –
werden vielleicht neue Pflanzen irgendwann.
In zwei Reihen reift Zukunft in großer Zahl.
Doch diese Zucchini sie köchelt einmal
in einer Suppe mit andren Gemüsen vereint. Weiterlesen

Heuschreckliches

P1150128Heuschreckliches

Ein Heupferd auf dem Pfirsich saß
und von dem süßen Fleische fraß.
Die Pfirsichfrucht war hautverletzt –
was Nascherei sofort zulässt.
Wie kam das Heupferd in die Küche?
Es waren wohl nicht die Kochgerüche.
Es riecht nur selten ganz vegan.
Hat sich das Heupferd nur vertan?
Das schöne Pfirsichorangenrot
stammt aus einem Sonderangebot.
An sich hatte ich vom Obst genug –
der Klarapfelbaum grad reichlich trug –
da traf ich diese tollen Früchte –
machte Enthaltsamkeit zunichte.
Der Pfirsich reiste aus Spanien an,
bevor hier die Geschichte begann.
Das Heupferd hat sich wohl verhüpft,
ist ahnungslos ins Haus geschlüpft.
Dort ging sein Weg dann in die Küche –
ich denke wohl wegen der Gerüche.
An sich beißt er ja gern ins Gras.
Auf Wiesen macht das richtig Spaß.
Sein grünes Outfit nützt ihm sehr,
erschwert den Räubern den Verzehr. Weiterlesen

Möhren

P1110643Möhren

Von Möhren
ja da hören
wir, sie seien gesund.
Aus diesem Grund
macht das kleine Kind
z. B. mit Karotten und Rind
frühe Kunde
im Munde.
Das Carotin – wie man weiß –
löst sich am besten heiß
in goldiger Butter.
Meine Mutter
das erlernte sie:
mit Petersilie
können die Möhren
geschmacklich betören.
Für unterwegs –
viel besser als ein Keks –
werden Möhren geschält.
Das Knabbern das zählt
zu den Genüssen.
Doch das müssen
unsere Kinder erst lernen. Weiterlesen

Was für eine Gurke!

GurkenscheibeWas für eine Gurke!

Das Ding ist grün und meistens krumm
liegt auf dem Beet im August rum.
Was an der Ranke schnell dort wächst,
wird bald mit Essigsud verhext.
Auch will man Gurken salzig baden,
das ist am Ende nicht ihr Schaden.
So kann man Gurken würzig essen –
wenn längst der Sommer ist vergessen.
Da wachsen aber auch noch Gurken
das sind so richtig lange Schurken.
Sie gleichen zwar nicht ganz den Schlangen
haben den Namen doch gefangen.
Sie lässt man gern im Glashaus treiben
und schnibbelt sie oft dünn zu Scheiben.
Man isst die Lange gern als Salat
weil sie viel frischen Saft so hat.
Dann gibt es noch die Gurkenscheiben,
die Stunden auf der Haut verbleiben.
Ob Gurken wirklich Falten straffen –
das wissen nur die Schönheitsaffen.
Geschmort im Fett warm aus der Pfanne –
das hält die Zunge wohl im Banne. Weiterlesen

Sellerieekel

SellerieknolleSellerieekel

Ob Speisekarte, Hausmannsküche
Das Essen schmeckt mir immer.
Ganz faszinierend sind Gerüche
Von Bratenduft im Zimmer.
Heut kann ich alles gut verspeisen.
Die Zunge selten protestiert.
Zu Hause oder auch auf Reisen
Wird vieles Neue ausprobiert.
Doch wenn ich an die Kindheit denke,
da war der Frieden oft gestört.
Da ging ich über Tisch und Bänke,
wurde mein Bitten nicht erhört.
Was auf den Tisch kam wurd gegessen.
Da gab es nirgends ein Pardon.
Manch Ohrfeige hat bald gesessen
Und ziemlich rau wurde der Ton.
Als kleiner Dotz gab es Gerichte,
da krampfte Magen Übelkeit.
Mir stand der Ekel im Gesichte
Stand Sellerie mir essbereit.
Er schwamm in deutlich großen Stücken
Besonders oft in Suppen rum.
Konnt Abscheu selten unterdrücken –
Zog meine Nase mehr als krumm. Weiterlesen