Gerhard Laukötter's Blog

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Goldene Zeiten Goldene Zeiten heute mir bereiten nicht nur einen besonderen Kunstgenuss Mit dem Hochbarock ist lange Schluss. Von der Kirche ist nur noch der Prunk geblieben. Die neue Zeit hat darüber geschrieben. Die Kathedrale innerlich verwaist zum Schauspielhaus mit Audioführer ein Ein und Aus für Touristen, die staunen und fotografieren, die solch Manieriertes nur schwerlich kapieren. Die Kirche ist eigentlich ein Friedhof der Macht. Wer hier liegt begraben in üppigster Pracht,… Weiterlesen

Von guter Statur Es gibt Fundstücke im Leben, die uns Nachhaltiges geben. Immer wieder kommen wir auf sie zurück Jede Begegnung bringt neues Glück. Vor weit mehr als zehn Jahren auch schon damals waren meine Füße und Sinne zum Trödel gelenkt. Wenn einmal das Sammeln anfängt, ist man für vieles an sich Schöne offen. Trödeln ist ein Weg zwischen Suchen und Hoffen. Vor dieser ach so langen Zeit traf ich auf meine… Weiterlesen

Nur ein Schmuckkästchen? Seit gestern ist es in meinen Besitz gekommen. Ich habe es von einem Trödeltisch frühmorgens mitgenommen Es war feinzierlich und schmeichelnd gelbweiß. Beim seinem Kauf wurde mir im Innern ein wenig heiß. Das kleine Kästchen, was mein Interesse so abrupt fand, war früher Mal ein Teil von einem Zahn vom Elefant. Durfte ein überzeugter Artenschützer so etwas kaufen, das sämtliche Prinzipien wirft über den Haufen? Das Stück war antik,… Weiterlesen

Fundstück von Rosa Cota Ein merkwürdiger Trödelfund wirkte naiv und ziemlich bunt. Er sah aus wie ein plumpes Boot Der Boden innen feuerrot. Im Boot da knieten zehn Gestalten – die meisten ihre Hände falten. Da waren alte Männer, Frauen, die ernsthaft in die Weite schauen. Ein junger Engel in der Mitten und Kinder, die die Ohren hielten. Dazu stand auch noch ein Altar – ob dies wohl eine Kirche war? Ein… Weiterlesen

Aufblicken Wenn nach nächtlich tiefem Schlaf unsere Augen Bilder schenken, wird der Anblick langsam scharf: in uns fängt es an zu denken. Erstes Bild zeigt oft die Decke leere Fläche ohne Sinn. Wenn ich dann die Uhr entdecke, weiß ich, wo ich stündlich bin. Aufzublicken, Himmel sehen nach einem kurzen Wiesentraum – Cirruswölkchen schwebend stehen – denn Bewegung sieht man kaum. Zu dem Vater aufzublicken, dass war kindlich angesagt. Ein Gebet zum… Weiterlesen

Schattenspiele Schattenspiele gibt es so viele. Im rechten Lichte dazustehen sich Sonnenseiten anzusehen, das fällt nicht immer allzu leicht, weil ja der Schatten selten weicht. Im Vordergrund die Lichtgestalten sie können sich nur dort entfalten, wo sie im Focus sich befinden möglichst viel Licht auf sich da binden. Doch jeder Schein der wirft auch Schatten. Was wir noch grad erhellt uns hatten, das bildet hinten Nachkonturen, aus Dunkelheit erzeugte Spuren. Mit Fingern… Weiterlesen

Alltagskunst In Vielem denk ich rational: Wie können Dinge nützen? Mein Urteil fälle ich mental – Will mich vor Schaden schützen. Lieber bin ich emotional – Lasse Gefühle wildern. Ob ich nun schreibe oder mal Ich träume oft in Bildern. Ich brauche Brot so wie die Kunst In beiden steckt mir Leben. Ich wechsel ständig meine Gunst Im Nehmen und im Geben. Ich hole mir manch schönes Stück Von Märkten meiner Nähe…. Weiterlesen

Abendrot Was zündet diese Sonne Feuer! – eh sie am Horizont versinkt. Das Licht ist ziemlich ungeheuer So glühend rot und wärmt doch nicht. Novemberabend ganz zum Schwärmen Ein Farbenmeer im Spiegelbild. Es gibt kein Hasten und kein Lärmen Nur Sonnenglut erscheint uns wild. Wir halten dies oft für romantisch – Sitzen am Meer versunken da. Ob nun ästhetisch oder Kitsch Das nehmen wir kaum richtig wahr. Wie oft schon wollt ich… Weiterlesen

Der Blaue Reiter Auf die Fülle der Nachrichten Brauche ich nicht zu verzichten. Ich nutze längst das Internet – surfe dort von früh bis spät. Berichte sind dort schnell und bunt Der Globus teilt sich mir hier kund. Im Newspaper blätter ich weiter Und stoße auf den „Blauen Reiter“. Franz Marc hatte den so gemalt. Das ließ mich früher schon nicht kalt. Expressionismus war mein Ding Die Kunst mich damals richtig fing…. Weiterlesen

Mandala Ein Markt voller Kunst und Krempel Zog mich an wie Hinz und Hempel wieder mal an bunte Stände, ob ich dort nicht etwas fände. Das Sammelleiden sofort drückte, Ich war wie oft bald der Verrückte, der wieder richtig süchtig war- die böse Kauflust war längst da. Ich brauchte jetzt nur ein paar Blicke, dann stand ich schon vor meinem Glücke und sah ein seltsam feines Bild. Mein Blut war längst schon… Weiterlesen