Vom Maise befreit…

P1030882Vom Maise befreit…

Vom Maise befreit sind Ackerflächen,
des Häckslers Maul wollte sie alle.
Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen
Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle.
Der Mais stand einsam oft mit sich geklont.
Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl.
Vorm Herbizid blieb keines hier verschont –
Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel.
Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen
in neue Höhen – düngerhochgedopt.
Am Acker selten Mücken glücklich tanzen.
Der Wertschöpfer nur gern den Zuwachs lobt.
Vom Pflanzenleib bleiben nur Strünke stehen –
multipel zerfetzt durch kalten Messerschnitt .
Oh Wunder –
jetzt kann man wieder die Landschaft sehen! Weiterlesen

Energieriesen

WindräderEnergieriesen

Was schenkt uns täglich die Natur
Durch Sonnenstrahl und Wasserspur
Durch Windeshauch an Energie –
Zum kleinen Teil nutzen wir sie.
Der Flüsse und der Meere Wellen
Sind dauerhafte Kräftequellen.
Das Wasser schießt in die Turbinen,
die gut zur Stromerzeugung dienen.
Es stirbt dabei ein wenig Fluss,
weil Energie abfließen muss.
Die Sonne wärmt den Erdenball –
Das ist zur Zeit erst recht der Fall.
Bäume wachsen voller Stolz
Liefern unendlich Meter Holz.
Dächer voller Kollektoren
Drunter schlafen Investoren.
Sonnenstrom braucht EEG
Steuerzahlern tut das weh. Weiterlesen

Kopfbäume

KopfweideKopfbäume

So paradox es klingen mag –
Erst wenn die Motorsäge nagt –
Der Stamm geköpft vom Krongeäst,
Wird bald ein Kopfbaum dieser Rest.
Zumeist sind es wohl weiche Weiden,
die solche Schnitte hart erleiden.
Nach dieser ersten Köpftortur
Hilft sich dann rasch selbst die Natur.
Die brutale Sägeschnittstelle
Wird zur ergiebigen Wachstumsquelle.
Sie sorgt für Äste reich an Zahl,
Wo vorher nur der Stumpf so kahl.
Wie Zweige jetzt ins Grüne treiben,
Dürfen sie unbeschnitten bleiben.
Nach vielen Jahren, mit der Zeit
Wird Kopfes Pracht ausladend breit. Weiterlesen

Abgeschnitten

ErlenstumpfAbgeschnitten

Eine Erle stand am falschen Platz.
Eine Säge machte sie ratz fatz
Dem Boden gleich mit glattem Schnitt.
Den Baum nahm man als Brennstoff mit.
Aus einem Samen einst geboren,
War sie zum Wachstum auserkoren.
Sie stand nun in den besten Jahren,
Hat schönes Astwerk ausgefahren.
Sie strebte luftig in die Höh,
Trug wintertags ein Kleid aus Schnee.
Dann kam ein Pflegetrupp daher.
Er war bewaffnet sägenschwer.
Die Erle, die gefiel wohl nicht,
Sie störte hier – nahm zu viel Licht.
Der Plan der Gärtner war ihr Ende.
Die Erle passt nicht ins Gelände. Weiterlesen

Landschaftskultur

Bild

Landschaftskultur

 

Gäb es nur Wald in wilder Form,

wir hielten diesen für abnorm.

Wenn über allem Bäume schießen,

würd solche Öde uns verdrießen.

Bei uns ist halt Landschaftskultur

Ein steter Wechsel von Natur

Mit unser einer Nutzungsflächen,

jenseits von Mooren und von Bächen.

Vom Stadtrand ist es für uns schön,

in offne Landschaft rein zu sehn.

Wir lieben Wiesen, Hecken, Säume

Am Straßenrand Alleenbäume.

Wenn Heide blüht spät im August,

dann fördert das die Landschaftslust.

Auch Auen werden neu geschaffen,

wo uns Hornochsen jetzt angaffen.

Wir tun was für die Kleingewässer,

da geht es Molch und Frosch bald besser.

Obstwiesen sind ein weitrer Trumpf-

Geschützt wird Torf vom letzten Sumpf.

Wir basteln uns ein Landschaftsbild:

Hier arg gestutzt und dort dann wild.

Überall Wald – das war einmal

Ganz ohne – ist uns auch zu kahl.

Von allem wollen wir was haben. Weiterlesen

Teller oder Tank?

Teller oder Tank?

Seit Tagen lichtet sich das Land.
Der Maisforst wird geschnitten.
Der Blick prallt nicht mehr an die Wand
Er hat so lang gelitten.
Übers Gerstenfeld da schau ich her –
Seh weite Horizonte
Der Mais macht mir die Bilder schwer,
Weil er sich so hoch sonnte.
Mit High-Tech geht es nun ans Werk
Wird Stangenwald gefressen.
Die Biomasse wächst zum Berg –
Erträge bald gemessen.
Wo geht er hin – der Mais vom Feld
Soll er die Bullen mästen?
Bringt Biogas mir noch mehr Geld? –
Das werd ich gleich mal testen. Weiterlesen