Gerhard Laukötter's Blog

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Artenerosion Die Welt gewinnt täglich an Menschen mehr verliert aber an Arten dafür um so sehr. Wenn homo sapiens Milliardenmarken knackt, die Biodiversität an Arten tief ins Minus sackt. Zahlt Menschheitswachstum mit neuen Rekorden mit einem Lebendigkeitsverlust durch Artenermorden? Ich gebe meinen Enkeln eine Welt in die Hand, aus der während meiner Zeit so viel Leben verschwand. Neulich fand ich auf dem Trödel ein schönes Objekt, in dem ein Stück Trauer der… Weiterlesen

Freie Scholle Meine Scholle ist nicht so platt wie eine Flunder. Meine Scholle ist erst recht kein Weltenwunder. Meine Scholle ist nur ein Straßenschild- meine Scholle erscheint im Blog mit Bild. Ansonsten ist gemein die Scholle – nicht die mit Schuppen, Schwimmerrolle – ein Klumpen fester Erde, – früher pflügten noch Pferde – der auf dem Acker oben lag nach einem arbeitsreichen Tag. Bald nannte man auch alles Land, das wirtschaftlich in… Weiterlesen

… gelb die Stoppelfelder In meinen Erinnerungen ist es mir nicht gelungen, über ein Stoppelfeld zu gehen, ohne Ferienkinder zu sehen. Ende Juni war es an vielen Stellen so weit. Die frühreife Gerste zeigte sich erntebereit. Die Halme leuchteten in blondem Gold Der Mähdrescher sich nur die Körner holt. Dann wird das Stroh zu Ballen gepresst Nur wenig später ein Hänger verlässt ein frei geräumtes wieder offenes Feld. Dem Taubenschwarm dies so… Weiterlesen

Wintergerstenährenmeer In der warmen Juniluft wiegen sich die Gerstenähren. Ihre Blüten ohne viel Duft nur der Wind hilft beim Vermehren. Pollenwolken bringen morgen all den Blüten später Korn. Reiche Ernte nimmt die Sorgen wenig Scheffel bringt oft Zorn. Auf dem Feld reift nur noch Gerste Kornblume, Mohn sind ackerfern. Für den Landwirt gilt das Erste Unkräuter früh abzuwehrn. Drei Hektar: nur eine Pflanze Auch der Tierwelt geht es schlecht. Schnecke, Wurm, Käfer… Weiterlesen

Heurig Bald liegt was in der Luft: ein ganz besonderer Duft. Eine abgemähte Wiese gerade so wie diese ist nicht die Naturidylle pur sondern nur, das Ergebnis von Mensch und Gerät wenn es darum geht Heu zu ernten. Das hat nicht im Entferntesten zu tun mit Ökologie nirgendwie. Und doch bin ich an dieser Stelle an der Quelle von einem herrlichen Duft, der aus der Kindheit ruft.

Die Kunst der Landwirtschaft Auf dem Kartoffelacker sind Häufefurchen versprungen. Ist hier altes Ackerhandwerk misslungen? Sonst sind die Reihen doch bäuerlich akkurat bei Spargel, Erdäpfeln und Getreidesaat. Oder war am Ende der Bauer irgendwie high – zauberte im Wahn diese Zacken herbei? War ihm die Geradlinigkeit einfach zuwider oder schoss ein Krampf durch die ackernden Glieder. Hier bleibt der Augenblick länger gefangen. denn die gewohnte Symmetrie geht abhanden. Landwirtschaft und Kunst sind… Weiterlesen

Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Beschissene Bilanzen Eigentlich macht unser Hund jeden Morgen und jeden Abend nicht mal ein halbes Pfund. Er geht immer wieder auf das gleiche Feld. Eine gute Gewohnheit, die uns gut gefällt. Nicht am Rand sondern gehörig weit weg macht er gekrümmt seinen Dreck. Danach wird tüchtig mit den Beinen gescharrt. Mit Erdreich wird nicht gespart. So endet stets sein Geschäft – Nicht ein einziges Mal wird danach gekläfft. In Gedanken addiere ich… Weiterlesen

Gibt es das geniale Herbizid? Partielle Pflanzenlosigkeit ein Saatbeet ohne Konkurrenzen ein Wirkstoff mit kürzester Halbwertzeit wird fast zum Spiel ohne Grenzen. Die Wunderdroge Glyphosat kann jeden Aufwuchs hemmen. Bekannt geworden als Roundup soll es all Unkraut dämmen. Es wirkt auf jedem grünen Blatt was nicht genmanipuliert. Die Pflanzen sind bald matt und platt, denn Leben hier verliert. Die ganze Welt kennt Glyphosat: die Wunderwaffe der Chemie. Wer dieses Herbizid in Händen… Weiterlesen

Im Märzen der Bauer… Heut wird die Landschaft zugeschissen. Im Garten blühen die Narzissen. Der Trecker schleppt den Gülletank. Er schenkt uns schweinischen Gestank. Wie schön blüht doch das Lungenkraut, wär nur die Luft nicht so versaut. Auch leuchten zart die Märzenbecher. Wann wird der Ammoniakduft denn schwächer? Die Gülle fliegt im hohen Bogen, als Kraniche am Himmel zogen. Im kurzen Takt rollt braune Flut. Im Krokusmund lockt Pollenglut. Die Wiese, die… Weiterlesen