Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Wintergerstenährenmeer In der warmen Juniluft wiegen sich die Gerstenähren. Ihre Blüten ohne viel Duft nur der Wind hilft beim Vermehren. Pollenwolken bringen morgen all den Blüten später Korn. Reiche Ernte nimmt die Sorgen wenig Scheffel bringt oft Zorn. Auf dem Feld reift nur noch Gerste Kornblume, Mohn sind ackerfern. Für den Landwirt gilt das Erste Unkräuter früh abzuwehrn. Drei Hektar: nur eine Pflanze Auch der Tierwelt geht es schlecht. Schnecke, Wurm, Käfer… Weiterlesen

Heurig Bald liegt was in der Luft: ein ganz besonderer Duft. Eine abgemähte Wiese gerade so wie diese ist nicht die Naturidylle pur sondern nur, das Ergebnis von Mensch und Gerät wenn es darum geht Heu zu ernten. Das hat nicht im Entferntesten zu tun mit Ökologie nirgendwie. Und doch bin ich an dieser Stelle an der Quelle von einem herrlichen Duft, der aus der Kindheit ruft.

Die Kunst der Landwirtschaft Auf dem Kartoffelacker sind Häufefurchen versprungen. Ist hier altes Ackerhandwerk misslungen? Sonst sind die Reihen doch bäuerlich akkurat bei Spargel, Erdäpfeln und Getreidesaat. Oder war am Ende der Bauer irgendwie high – zauberte im Wahn diese Zacken herbei? War ihm die Geradlinigkeit einfach zuwider oder schoss ein Krampf durch die ackernden Glieder. Hier bleibt der Augenblick länger gefangen. denn die gewohnte Symmetrie geht abhanden. Landwirtschaft und Kunst sind… Weiterlesen

Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Beschissene Bilanzen Eigentlich macht unser Hund jeden Morgen und jeden Abend nicht mal ein halbes Pfund. Er geht immer wieder auf das gleiche Feld. Eine gute Gewohnheit, die uns gut gefällt. Nicht am Rand sondern gehörig weit weg macht er gekrümmt seinen Dreck. Danach wird tüchtig mit den Beinen gescharrt. Mit Erdreich wird nicht gespart. So endet stets sein Geschäft – Nicht ein einziges Mal wird danach gekläfft. In Gedanken addiere ich… Weiterlesen

Gibt es das geniale Herbizid? Partielle Pflanzenlosigkeit ein Saatbeet ohne Konkurrenzen ein Wirkstoff mit kürzester Halbwertzeit wird fast zum Spiel ohne Grenzen. Die Wunderdroge Glyphosat kann jeden Aufwuchs hemmen. Bekannt geworden als Roundup soll es all Unkraut dämmen. Es wirkt auf jedem grünen Blatt was nicht genmanipuliert. Die Pflanzen sind bald matt und platt, denn Leben hier verliert. Die ganze Welt kennt Glyphosat: die Wunderwaffe der Chemie. Wer dieses Herbizid in Händen… Weiterlesen

Im Märzen der Bauer… Heut wird die Landschaft zugeschissen. Im Garten blühen die Narzissen. Der Trecker schleppt den Gülletank. Er schenkt uns schweinischen Gestank. Wie schön blüht doch das Lungenkraut, wär nur die Luft nicht so versaut. Auch leuchten zart die Märzenbecher. Wann wird der Ammoniakduft denn schwächer? Die Gülle fliegt im hohen Bogen, als Kraniche am Himmel zogen. Im kurzen Takt rollt braune Flut. Im Krokusmund lockt Pollenglut. Die Wiese, die… Weiterlesen

Bodenfurchtbarkeiten Wenn ich den Erdboden genauer betrachte, bekomme ich es mit dem Fürchten zu tun. Über lange Zeit im Leben ja da dachte ich, das Erdreich würde noch gut in sich ruhn. Luft wie Wasser schienen mir weit mehr bedroht. Der Boden funktionierte in Wald und Feld – fast überall. Doch die schleichende, zerstörende Bodennot wird vielleicht zum bösesten Zukunftsknall. Die schlimmste aller Furchtbarkeiten bleibt seine Versiegelung, wenn Boden verschwindet für immer… Weiterlesen

Überflüssig Überflüssig erscheint der warme Januarregen. Seit Tagen Wolkenfetzen über das Land her fegen Regenrinnen die Fluten oft nicht mehr schlürfen. Unzählige Tropfen nicht mehr in das Erdreich dürfen. Der Ackerboden mag gar kein Wasser mehr trinken Mit jedem Schritt beginne ich, tiefer im Schlamm zu versinken. Im Boden herrscht überall große Überschwemmungsnot Überflüssiges Wasser bringt manchem Bodentier den sicheren Tod. Sind alle Porenkanäle restlos gefüllt und getränkt, ist bald aller Sauerstoff,… Weiterlesen

Vom Maise befreit… Vom Maise befreit sind Ackerflächen, des Häckslers Maul wollte sie alle. Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle. Der Mais stand einsam oft mit sich geklont. Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl. Vorm Herbizid blieb keines hier verschont – Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel. Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen in neue Höhen – düngerhochgedopt. Am Acker selten Mücken… Weiterlesen