Gerhard Laukötter's Blog

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Im Märzen der Bauer… Heut wird die Landschaft zugeschissen. Im Garten blühen die Narzissen. Der Trecker schleppt den Gülletank. Er schenkt uns schweinischen Gestank. Wie schön blüht doch das Lungenkraut, wär nur die Luft nicht so versaut. Auch leuchten zart die Märzenbecher. Wann wird der Ammoniakduft denn schwächer? Die Gülle fliegt im hohen Bogen, als Kraniche am Himmel zogen. Im kurzen Takt rollt braune Flut. Im Krokusmund lockt Pollenglut. Die Wiese, die… Weiterlesen

Bodenfurchtbarkeiten Wenn ich den Erdboden genauer betrachte, bekomme ich es mit dem Fürchten zu tun. Über lange Zeit im Leben ja da dachte ich, das Erdreich würde noch gut in sich ruhn. Luft wie Wasser schienen mir weit mehr bedroht. Der Boden funktionierte in Wald und Feld – fast überall. Doch die schleichende, zerstörende Bodennot wird vielleicht zum bösesten Zukunftsknall. Die schlimmste aller Furchtbarkeiten bleibt seine Versiegelung, wenn Boden verschwindet für immer… Weiterlesen

Überflüssig Überflüssig erscheint der warme Januarregen. Seit Tagen Wolkenfetzen über das Land her fegen Regenrinnen die Fluten oft nicht mehr schlürfen. Unzählige Tropfen nicht mehr in das Erdreich dürfen. Der Ackerboden mag gar kein Wasser mehr trinken Mit jedem Schritt beginne ich, tiefer im Schlamm zu versinken. Im Boden herrscht überall große Überschwemmungsnot Überflüssiges Wasser bringt manchem Bodentier den sicheren Tod. Sind alle Porenkanäle restlos gefüllt und getränkt, ist bald aller Sauerstoff,… Weiterlesen

Vom Maise befreit… Vom Maise befreit sind Ackerflächen, des Häckslers Maul wollte sie alle. Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle. Der Mais stand einsam oft mit sich geklont. Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl. Vorm Herbizid blieb keines hier verschont – Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel. Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen in neue Höhen – düngerhochgedopt. Am Acker selten Mücken… Weiterlesen

Als wär es bunter Mais… Am Sonntagmittag endlich starten meine Füße. Der Botanische Garten will nicht länger warten. Ein restlos aufgeräumter Himmel noch etwas fernes Glockengebimmel so grüßt Münster überschwemmt vom Sonnenlicht. So kannte ich Monasterium bisher nicht. Hinter dem Schlaun’schen Schloss ist heute mächtig was los. Müßige Menschen jung oder alt die lässt die Botanik heute nicht kalt. Ich wusste: Botanische Gärten sind bunte Beete, die sich durch Schilder erklärten. Überall… Weiterlesen

Euterausbeuter Milkalila bunte Kühe, dass der Absatz süßer blühe – Milch macht nicht nur Müde munter. Milch zieht Euter tiefer runter. Wenn ich heute Kühe sehe, ich die Augen nur verdrehe. Vorne glotzen stumpf die Tiere hinten jedoch da verliere ich beinahe den Verstand: wie die Milch das Euter spannt. Die Mutterkuh kann kaum noch laufen muss beim Stehen nun schon schnaufen. Zweimal am Tag wird sie erlöst – wenn ihre Milch… Weiterlesen

Das Korn ist reif Das Korn wird reif, der Erntetag ist wohl zum Schneiden nah. Ein Schatten auf dem Felde lag deutet nur an, was hier geschah. Kornblumen fehlen wie Kamillen auch Ackerwinde klettert nicht. Seit Herbizide lautlos killen, ist roter Mohn nicht mehr in Sicht. Was waren Kornfelder so fröhlich im bunt durchtupften Sommerkleid. Das Ernteholen machte selig. Die Garben standen griffbereit. Wenn Korn wurde dann eingefahren – stapelt die Ladung… Weiterlesen

Rapsodie in Gelb Leuchtend gelb erstrahlt das Feld. Wer all die Blüten für sich zählt, wird darüber alt und mäusegrau. Himmel malt dazu bestes Blau. Dass nun Raps wieder erblüht, früh durch meine Nase zieht. Süßer, schwerer Duft betäubt, lockt Bienenvolk, das gern bestäubt. Es macht aus diesem Blütenmeer alle Waben voll und schwer. Ohne diese Massentracht Imker kaum Geschäfte macht. Bauern lieben Honigbienen. Denn die Tiere ja sie dienen, als Bestäuber… Weiterlesen

Die Saat geht auf Es dauert ein paar Tage nur da bricht der Boden eine Spur breit schwanger auf. Ein Samen springt zum Lebenslauf. Die Nachbarsamen keimen auch. Ihnen platzt der Schalenbauch. Heraus sprießt zart ein blasser Spross. Von Tag zu Tag wird er nun groß. Die Saat im Beet zieht eine Reihe Doch auch daneben in der Freie erscheint ein Blatt im Licht der Welt – Das war hier keineswegs bestellt…. Weiterlesen

Stickstoff Wir müssen Felder gut bestellen. Dort wachsen unsere Nahrungsquellen. Kartoffeln, Roggen und der Weizen Sollen uns mit Energie beheizen. Auf Weiden grasen Küh und Rinder. Das ist auf jeden Fall gesünder, als Schweinemast in großen Ställen, wo Tiere sich sehr eng gesellen. Auch Puten, Hähnchen, Suppenhuhn Haben mit Fleischkonsum zu tun. Da ganze nennt man Landwirtschaft, die Qual(n)itäten täglich schafft. Wer vom Getreide möglichst viel Zur Reifezeit dann ernten will, der… Weiterlesen