Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Ins Natürliche verwildert Vor Jahren stand im Garten hier eine edle Rose von höchster Zucht. In Blütentracht war sie voller Zier von vielen Augen gern besucht. Ihr Edelreis erkrankte dann. Es trocknete bald Ast um Ast. Ziemlich tot erschien sie irgendwann. Vom Holze löste sich schon Bast. Ich wollte sie eigentlich entfernen. Da sah ich tief unten einen Trieb. So sollte ich wohl wieder lernen, dass die Natur hier anders schrieb. Werbeanzeigen

Heuschrecklich An der Zierlauchkugel hockte heut eine Heuschrecke für eine Zeit. Sie kletterte durch das Dickicht suchte den Platz im Rampenlicht. Ich kam ihr nah, das merkte sie, bewegte leicht das linke Knie. Danach – es überraschte nicht – die rechte Hüfte die Lethargie unterbricht.

Grün nachgedacht Fünfundzwanzig Jahre ist es nun schon her – die Familie war gewachsen – Raum musste her. Das Haus stieg in die Höhe – auch drum herum gab es Not. Dort entstanden überdachte Flächen als mehr Wohnungsangebot. Die Dächer der Nebengebäude blieben beide flach. Da wurde der Wunsch nach Begrünung bald wach. Schweißbahn, sandbeschichtet wollten wir so nicht sehen. Es sollte mit dieser Fläche etwas besseres geschehen. Ein Wachstumssubstrat mit recyceltem… Weiterlesen

Goldregen Goldregen- was für eine märchenhafte Illusion – dem braven Mädchen wurde er zum reichen Lohn. Jetzt blüht die Pflanze üppig, ihr Gelb so richtig satt. Ein schöner Strauch, doch der es böse in sich hat. So verschwenderisch sich all die Blüten präsentieren ihre inneren Werte sich in starkem Gift verlieren. Hummeln und Bienen haben Goldregen richtig lieb. Sie werden allzu gern hier zum Pollen- und Nektardieb. Hier brummt und summt es… Weiterlesen

Am Straßenrand Am Straßenrand nicht weit vom Strand da fand ich tausend Orchideen – kein Auto blieb dort stehen. Kaum ein Touristenblick erspähte dieses bunte Glück purpurner Knabenkräuter Die Räder rollten weiter. Der weiße Strand mit feinstem Sand das war das Ziel das sehr gefiel. Hier war die Welt richtig gestellt zum Urlaubzeit genießen.

Gänseblümchenmeer Eigentlich ist es nur ein Fusballspielfeld vielleicht aber das schönste auf der Welt. Im Vorbeifahren auf dem Weg zum nächsten Ziel kamen urplötzlich wahnsinnig viele Gänseblümchen ins Spiel. Ich sah, vom satten Maiengrün umrahmt, was ich niemals zuvor wohl so geahnt, ungewarnt eine große schneeweiße Fläche, worauf hin ich die Weiterfahrt abrupt unterbreche. Erst dachte ich, ist das feinsplittriger Schotterbelag? Doch wenn so etwas auf einem Sportplatz lag, wäre das Spiel… Weiterlesen

Vor dem Abflug Ein Maientag der besten Sorte ich stehe fröhlich an dem Orte, wo grüne Frösche quaken laut und ein Insekt steigt aus der Haut. Als es der Hülle dann entsteigt, hab ich mich zu ihm hin geneigt. Ich strecke ihm bald meine Hand. Die Frischgeschlüpfte darauf fand für sich einen Platz schön an der Sonne Für beide war es eine Wonne. War es ein Plattbauch oder Vierfleck? Bestimmungsroutine war leider… Weiterlesen

Ist ein Frosch eigentlich schön? Im launigen April tauchen die meisten wieder auf. Ab Mai haben sie ihren unüberhörbaren Lauf. Zum Oktober hin sind sie erst mal wieder weg. Tief unten im Schlamm liegt ihr dunkles Versteck. Grünfrösche werden diese Kreaturen genannt Sind neben den braunen im Land gut bekannt. Wenn die Sonne den Teich kräftig bescheint, sind bald viele Anbeter am Ufer vereint. Heut hab ich Rana esculenta badend entdeckt und… Weiterlesen

Libellenliebesglück Gestern da war ein wärmster Sommermai. Die Sonntagssonne machte viel Liebe frei. Hinten im Garten dröhnte ein Froschkonzert Krächzen und Quaken zwischen Sumpflilienschwert. Ich ließ mich berauschen von den urigen Tönen. Der herrliche Tag wollte mich üppig verwöhnen. Dann sah ich den Vierfleck über das Wasser jagen so heftig wie nie an solch schönen Tagen. Die Männer sie schnappten im Flug ihre Bräute. So, wie das aussah, war Hochzeitstag heute. Als… Weiterlesen

Im schönsten Wiesengrunde Im schönsten Wiesengrunde da brüten Vögel gern. Ich fand das Glück der Stunde – war diesem Bild nicht fern. Aus feuchtem Wiesengrunde spross violett ein Kraut in tausendfacher Runde Knabenkraut glücklich schaut. Noch nie sah ich solch Stätte so bunt im Farbenflor. Im grünen Grasenbette sich Schöpfung reich verlor. Die Orchideen waren die Tüpfel auf dem I.