Gerhard Laukötter's Blog

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Vergessene Tulpen Eigentlich sollten sie längst verblüht sein. jetzt im Maiensommerschein. Doch sie strahlen ins feurige Sonnengesicht und schämen sich nicht. Rosa Tulpen mit fransig verspieltem Kleid sorgen für Aufmerksamkeit. Wie immer steckt hinter allem eine Geschichte, über die ich reuig hier berichte. Eigentlich wollte ich die Zwiebeln nicht erwerben; Denn Tulpen bei uns massenhaft sterben durch den nimmermüden Wühlmausfraß. Da macht Garten schon weniger Spaß. Die Tulpenzwiebeln waren wohl die letzten…. Weiterlesen

Blütenfeuer Gehen meine Blicke heut in den Apfelbaum, erleb ich dort nur Blütentraum. Wohin die Augen auch nur blicken, erschaudern sie fast im Entzücken. Ein Blütenmeer vom Hauch umweht ein Himmelweiß bis abends spät. Gepaart mit Rosa eben nur so schmückt sich vornehm die Natur. Das Wetter stimmt, der Himmel blau da machen Bienen bald Radau. Wenn Abertausend Nektar schlürfen, sie auch im Fluge brummen dürfen. So manche dieser frischen Blüten, die… Weiterlesen

Akelei Aquilegia Zum Ende von dem Monat Mai ist ihr Erblühen meist vorbei. Die Akelei senkt voll Demut den zart geschmückten Blütenhut. Gärten färbt sie rose und blau edel dezent, wohin ich schau. Der innre Kelch schützt Intimität Die äußere Hülle in Strahlen zergeht. Blätter sind drei mal dreifach geteilt. Ihre Ränder dabei rundlich gefeilt. Abrecht Dürer malte die feinliebe Blume brachte sie damit zu etwas Ruhme. Auch sonst war Aquilegia sehr… Weiterlesen

Lilienhähnchenkinderstube Wenn Junisonne Sommer liebt, im Lilienbeet bald Pracht erblüht. Riesengroße Kelche strahlen Pastellig schöne Farben malen. Üppig strebt manch Pollenkissen, will von Bestäubung nun was wissen. Jahrelang waren meine Lilien beste Gartenutensilien. Mit dieser Schönheit ist nun Schluss- Das Lilienbeet wird zum Verdruss. Im Frühjahr wächst die hübsche Pflanze schiebt Blätter spitz wie eine Lanze. Im Mai beginnt das Unheil dann: Die Made kommt dann irgendwann. Sie bleibt beileibe nicht allein…. Weiterlesen

Der Mai ist vorbei Seit Tagen ist der Mai vorbei. Junge Vögel sind aus dem Ei. Flieder verstreut die alten Blüten. Die Glucke will nun endlich brüten. War doch der Mai so freudenfroh – mancher Baum brannte lichterloh. Die Farbenglut erlischt – der Juni zeigt aber auch ein kesses Sommerkleid. Im Apfelbaum kleben Gespinste, verrichten Schwärmer böse Dienste. Schwarze Ekel fressen am Lilienblatt. Sie werden dort wohl selten satt. Am Gierschhalm saugen… Weiterlesen

Komposition zum Schönen Wie lassen Augen sich verwöhnen grad beim Betrachten von dem Schönen. Doch ist bei uns alles schon schön, wenn es nicht hässlich anzusehn? Der Gang im Garten jetzt im Mai setzt Augenweiden täglich frei. Heut schau ich mir die Iris an – verzückt sie mich in ihren Bann. Die Blüte will Bestäuber locken, die auf der Narbe flüchtig hocken. Zum Fruchten braucht es Blütenpollen, den Pflanzen oft von andren… Weiterlesen

Ganz schön kriebelig! Auf der Suche nach heiliger Quellennatur kamen wir Kriebelmückenlarven auf die Spur. Im Hunsrücker Hochbuchenwald wo das Grundwasser echt, tiefenkalt, da klebten am cremeweißen Quarzit 136 Larven, die hielten sich mit Haarkränzen fest an dem gefluteten Stein. Sie wollten wohl gerade nur hier sein. Die mehr oder weniger jungen Rangeraspiranten sie kamen hierher, ja sie kannten diese merkwürdigen Mückenlarven noch nicht. Das mildwarme Nachmittagslicht schimmerte hell in den Quellbach… Weiterlesen

Hier Kann`ste brüten! Das gibt`s doch nicht – der hat ne Meise – auch das Gelächter schallt nicht leise. Da hängt vom Tee die alte Kann hoch am Pfosten – just for fun! Wurd früher Tee aus ihr gesoffen, so ist sie heut für Vögel offen. Die Definition von dem Teeei erfolgt hier sicherlich ganz neu. Hier werden Mittel geheiligt vom Zweck Die Kanne ist sicher mehr als ein Gag. Als schneller… Weiterlesen

Grüne Kirschen Der Blick heut in den Kirschenbaum er zündet mir manch süßen Traum von herzensroter reifer Frucht, die gierig oft mein Finger sucht. Noch heißt es aber: ruhig warten. An vielen Stellen zeigt der Garten, dass er mich reichlich bald beschenkt. Manch Apfel kleinst am Zweige hängt. Färben die Kirschen etwas rot, beginnt für sie bereits die Not. Das Amselvolk, die frechen Stare zerpicken unreif diese Ware. Sie sind vom Rot… Weiterlesen

Lindenschwärmer Seit Tagen drückt der Duft vom Flieder. Die Vögel proben fleißig Lieder. Das Blattgrün treibt mit stolzer Wucht. Am Kirschbaum zeigt sich erste Frucht. Fünf Frösche quaken sexgequält. Bald wird die Liebste ausgewählt. Der Maienabend ist heut wärmer. Da flattert vor mir nah ein Schwärmer. Tief unten in dem Wiesengras mein Finger ihn vom Boden las. Nun klettert dieser plumpe Falter – ein Jahr zählt wohl sein Lebensalter – bedächtig über… Weiterlesen