Gerhard Laukötter's Blog

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Ausgeblüht Nicht immer ist es hübsch und schön länger Verblühtes anzusehen. Was vorher Farbenpracht versprühte, im Blütenrund zutiefst erglühte, das welkt nun blässlich trist ins Braun. Man möchte kaum noch rüberschaun. Das Trauerspiel wird abgeschmissen Ein kahler Stiel bleibt den Narzissen. Vielleicht wächst hier bei etwas Glück eine Samenschote aus dem Stück. Ganz anders machen es Kuhschellen. Wenn sie sich aus dem Farbkleid pellen, dann sprießen bald aus alter Blüte federige Haare… Weiterlesen

Gartenvertriebene Gärten sind schon merkwürdige Flächen Die Anzahl der Pflanzenarten brechen sicherlich regionale Rekordmarken: ein Segen durch Spaten und auch durch Harken. Manches Gewächs kommt als wildes vorbei. Ein anderes ist durch Züchtung fast neu. Wiederum welche sind aus der Heimat hier. Viele reisten um den halben Globus zu mir. Im Garten sind Flüchtlinge aus der Natur. Zugereiste ferner Länder gastieren nicht nur. Sie breiten sich aus, als wären sie immer schon… Weiterlesen

Wolle kriegen Ein Schaf erfreut im Mai nichts mehr als ein Besuch beim Wollfrisör. Ein ganzes Jahr schwoll ihm sein Fell bei wenigen schwarz, den meisten hell. Wenn bald die Sommersonne brät, manch Schaf in Hitzestau gerät. Da helfen nur noch scharfe Messer – ist Wolle ab, dann geht´s sich besser. Solch Schaf ist plötzlich nicht mehr rund. Das kommt vom Haarescherenschwund. Danach sind sich die Tiere fremd. Sie kennen sich so… Weiterlesen

Immer wieder neu Jedes Jahr da freu ich mich immer wieder neu am Goldlack in seinem Farbenkleid dazu Duftaromen weit und breit. Die Pflanze ist mir kindbekannt, sah sie schon früh in Tantes Hand. Als ich das Gärtnern selbst entdeckte, der Goldlack bald im Erdreich steckte. Jetzt, wo der Mai lädt zum Blütenball erstrahlt das Goldgelb überall. Ein steinig Grund genügt dem Lack. Fällt Samen aus dem Schotensack, dann will die Pflanze… Weiterlesen

Vergessene Tulpen Eigentlich sollten sie längst verblüht sein. jetzt im Maiensommerschein. Doch sie strahlen ins feurige Sonnengesicht und schämen sich nicht. Rosa Tulpen mit fransig verspieltem Kleid sorgen für Aufmerksamkeit. Wie immer steckt hinter allem eine Geschichte, über die ich reuig hier berichte. Eigentlich wollte ich die Zwiebeln nicht erwerben; Denn Tulpen bei uns massenhaft sterben durch den nimmermüden Wühlmausfraß. Da macht Garten schon weniger Spaß. Die Tulpenzwiebeln waren wohl die letzten…. Weiterlesen

Blütenfeuer Gehen meine Blicke heut in den Apfelbaum, erleb ich dort nur Blütentraum. Wohin die Augen auch nur blicken, erschaudern sie fast im Entzücken. Ein Blütenmeer vom Hauch umweht ein Himmelweiß bis abends spät. Gepaart mit Rosa eben nur so schmückt sich vornehm die Natur. Das Wetter stimmt, der Himmel blau da machen Bienen bald Radau. Wenn Abertausend Nektar schlürfen, sie auch im Fluge brummen dürfen. So manche dieser frischen Blüten, die… Weiterlesen

Akelei Aquilegia Zum Ende von dem Monat Mai ist ihr Erblühen meist vorbei. Die Akelei senkt voll Demut den zart geschmückten Blütenhut. Gärten färbt sie rose und blau edel dezent, wohin ich schau. Der innre Kelch schützt Intimität Die äußere Hülle in Strahlen zergeht. Blätter sind drei mal dreifach geteilt. Ihre Ränder dabei rundlich gefeilt. Abrecht Dürer malte die feinliebe Blume brachte sie damit zu etwas Ruhme. Auch sonst war Aquilegia sehr… Weiterlesen

Lilienhähnchenkinderstube Wenn Junisonne Sommer liebt, im Lilienbeet bald Pracht erblüht. Riesengroße Kelche strahlen Pastellig schöne Farben malen. Üppig strebt manch Pollenkissen, will von Bestäubung nun was wissen. Jahrelang waren meine Lilien beste Gartenutensilien. Mit dieser Schönheit ist nun Schluss- Das Lilienbeet wird zum Verdruss. Im Frühjahr wächst die hübsche Pflanze schiebt Blätter spitz wie eine Lanze. Im Mai beginnt das Unheil dann: Die Made kommt dann irgendwann. Sie bleibt beileibe nicht allein…. Weiterlesen

Der Mai ist vorbei Seit Tagen ist der Mai vorbei. Junge Vögel sind aus dem Ei. Flieder verstreut die alten Blüten. Die Glucke will nun endlich brüten. War doch der Mai so freudenfroh – mancher Baum brannte lichterloh. Die Farbenglut erlischt – der Juni zeigt aber auch ein kesses Sommerkleid. Im Apfelbaum kleben Gespinste, verrichten Schwärmer böse Dienste. Schwarze Ekel fressen am Lilienblatt. Sie werden dort wohl selten satt. Am Gierschhalm saugen… Weiterlesen

Komposition zum Schönen Wie lassen Augen sich verwöhnen grad beim Betrachten von dem Schönen. Doch ist bei uns alles schon schön, wenn es nicht hässlich anzusehn? Der Gang im Garten jetzt im Mai setzt Augenweiden täglich frei. Heut schau ich mir die Iris an – verzückt sie mich in ihren Bann. Die Blüte will Bestäuber locken, die auf der Narbe flüchtig hocken. Zum Fruchten braucht es Blütenpollen, den Pflanzen oft von andren… Weiterlesen