Gerhard Laukötter's Blog

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Sag mir… Sag mir, wo der Regen ist – wo ist er geblieben? Sag mir, wo der Regen ist – Wolken sind so fern. Sag mir, wo der Regen ist – weht nur ständig heißer Wind Klimawandel zu verstehen, lernt vielleicht das Kind. Sag mir, wo die Blumen sind – wo sind sie geblieben? Sag mir, wo die Blüten sind – Buntheit ist so fern. Sag mir, wo die Vielfalt ist Wiesen… Weiterlesen

Gibt es das geniale Herbizid? Partielle Pflanzenlosigkeit ein Saatbeet ohne Konkurrenzen ein Wirkstoff mit kürzester Halbwertzeit wird fast zum Spiel ohne Grenzen. Die Wunderdroge Glyphosat kann jeden Aufwuchs hemmen. Bekannt geworden als Roundup soll es all Unkraut dämmen. Es wirkt auf jedem grünen Blatt was nicht genmanipuliert. Die Pflanzen sind bald matt und platt, denn Leben hier verliert. Die ganze Welt kennt Glyphosat: die Wunderwaffe der Chemie. Wer dieses Herbizid in Händen… Weiterlesen

Vom Maise befreit… Vom Maise befreit sind Ackerflächen, des Häckslers Maul wollte sie alle. Scharfe Zähne reife Kolben zerbrechen Es kaut die Ernte bald das Vieh im Stalle. Der Mais stand einsam oft mit sich geklont. Kein Gesellschaftspflänzchen fand bei ihm Asyl. Vorm Herbizid blieb keines hier verschont – Die brachte Bauer mehrfach fies ins Spiel. Der heiße Sommer stieß die geilen Pflanzen in neue Höhen – düngerhochgedopt. Am Acker selten Mücken… Weiterlesen

Als wär es bunter Mais… Am Sonntagmittag endlich starten meine Füße. Der Botanische Garten will nicht länger warten. Ein restlos aufgeräumter Himmel noch etwas fernes Glockengebimmel so grüßt Münster überschwemmt vom Sonnenlicht. So kannte ich Monasterium bisher nicht. Hinter dem Schlaun’schen Schloss ist heute mächtig was los. Müßige Menschen jung oder alt die lässt die Botanik heute nicht kalt. Ich wusste: Botanische Gärten sind bunte Beete, die sich durch Schilder erklärten. Überall… Weiterlesen

Giftpflanze des Jahres Seit Tagen blüht der Rittersporn als hätt der Himmel Blau verlorn. Sein Blütentrieb steil hochgeschossen hat Sonnenlicht ganz früh genossen. Wie Trauben schmiegen Blüten dicht keine aus dem Verbunde bricht. Die unteren sind aufgerissen, eh letzte ihre Fahnen hissen. Gebündelt scheint jetzt alles Blau Delphinum reizt zur Narbenschau. Der Rittersporn ist gar nichts Rares und trotzdem Giftpflanze des Jahres. Ist solche Ehre doch mehr Last? Wenn du ein Gift… Weiterlesen

Die Saat geht auf Es dauert ein paar Tage nur da bricht der Boden eine Spur breit schwanger auf. Ein Samen springt zum Lebenslauf. Die Nachbarsamen keimen auch. Ihnen platzt der Schalenbauch. Heraus sprießt zart ein blasser Spross. Von Tag zu Tag wird er nun groß. Die Saat im Beet zieht eine Reihe Doch auch daneben in der Freie erscheint ein Blatt im Licht der Welt – Das war hier keineswegs bestellt…. Weiterlesen

Bald ruht die Erde Was von dem Maisfeld übrig blieb, Zerhäckselt unterm Messerhieb, Kommt bald schon unter Egg und Pflug. Zu Ende geht der Erntespuk. Der Acker liegt zur Winterszeit Ganz ohne ein Bedeckungskleid. Er fröstelt, friert tief in der Krume Sah ein Jahr lang gar keine Blume. Monateviel bis Anfang Mai Zeigt sich die Erde nackt und frei. Im Wäldchen neben solchem Feld Herrscht eine völlig andre Welt. Hier schmiegt sich… Weiterlesen

Verluste Der Häcksler kommt – greift sich den Mais Das Feld entblößt sich leer. Es schließt sich hier kein Lebenskreis Zurück bleibt Stümpfemeer. Der Mais wuchs richtig güllegut Bringt Biomasse satt. Was sich im Boden regt und tut ? – Steht auf dem andren Blatt. Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag – Erst recht, wenn Preise sinken. Die Ökologie kaum jemand mag – Weil Euros selten stinken. Hier Boden krank, dort gar verbraucht Natur… Weiterlesen

Wieder eine Maisterleistung Im späten April erst gesät – Das ist eigentlich sehr spät – Kommt das Maiskorn in die Erde, Dass kein Frost es mehr gefährde. Im warmen Mai aufgegangen, Mit dem Wachsen angefangen Zunächst noch durchaus mit Maß Doch dann gibt die Pflanze Gas: Wenn die Sonne schön scheint, Der Himmel gut weint, Will der Mais heftig sprießen, Fängt bald an zu schießen. Ist der Sommer schön schwül Und es… Weiterlesen

Maisbrand Dem vielen Mais auf Landschaftsflächen Dem möchte man das Genick schon brechen. In Gedanken wünscht man ihm die Pest, Eine Seuche, die ihn kümmern lässt. Heut Morgen fand ich am Maisfeld Einen Kolben, der war arg entstellt. Ich dacht es wär ein Mutterkorn, das wulstig wächst zu einem Horn.