Gerhard Laukötter's Blog

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Die Weißmacher Fassadenpflege ist angesagt Anstreichermut ist hier gefragt, die Kuppel soll ganz weiß erstrahlen, da muss man sehr mutig malen. Kirchengebäude prägen Städte Wenn Köln den Dom nicht für sich hätte, fehlte Identität hier nah am Rhein Wahrzeichen will manch Kirche sein. Das Innere vom Gotteshaus ist selten arm wie Kirchenmaus. Mit viel Gold und Glanz wird überdeckt, was an Verdorbenheit dahinter steckt. Gespalten ist für mich der Blick. Als Kind… Weiterlesen

Krippenplatz Vier Wochen im Dezember nennt religiös geprägte Kultur die Zeit Advent. Es werden Kerzen angezündet, bis sich ein Christkind schließlich findet geboren irgendwo in einem Stall dann ist wohl Weihnachten der Fall. Ob Märchen oder doch Realität, was damals zwischen Schafen steht, ist ein Krippenbettchen voll mit Stroh darin ein Baby – in dulci jubilo. Heut wird aus Advent meist nur Konsum. Der Handel möchte dafür alles tun, um möglichst viel… Weiterlesen

Tintenfischtragödien Auf Mittelmeerinseln Fischmärkte locken: Frutti di mare so weit das Auge reicht. Manche Tierschicksale jedoch Seelen schocken, noch bevor der Tod ihre Augen bleicht. Nachtgefangener Fisch frisch gegrillt serviert – davon träumt manch Reisender – er verliert sich dabei ganz in seinen besonderen Genuss. Die tausende Fischleichen machen kaum Verdruss. Dass Fischer nachhaltig Fischerei betreiben, das will niemand ihnen an ihrer Stelle verneiden. Viele Besucher des Marktes erleben Artenvielfalten, die sie… Weiterlesen

Eigenheim aus Pappmache Viele Wespenarten wie Hornissen alle bestens Bescheid wissen, wie sie ein Nest bauen aus grauem Holz Ein Eigenheim ist bald ihr Stolz. Vom Weidenpfahl, vom alten Brett da nagen sie von früh bis spät das alte blasse Holzgewebe. Vom Speichel gibt’s dazu die Klebe. Sie kauen alles zu feinem Brei. Der Nestbau startet Anfang Mai. Die Paste trocknet zu dünnem Papier. Ein Wabenbauwerk entsteht bald hier. Aus Pappmache wachsen… Weiterlesen

Fast nichts im Wege Raues Gestein in allen Größen liegt auf dem Weg mir tief zu Füßen. Jeder Schritt der knackt und kracht, weil meine Sohle Druck hier macht. Wie anders fühlt der Weg im Wald, wo gar nichts – nur ein Ast mal knallt, wenn ich auf ihn den Fuß schwer setze und sein Skelett brüchig verletze. Sonst kann aus Moos und Blätterschichten ein weiches Bett sich hier einrichten. Doch schnell… Weiterlesen

Papilio Die Leichtigkeit des frohen Seins liegt hier weit außerhalb des Weins. In frühlingshaften, lauen Lüften aromenhaft gewürzt mit Düften will er aus tausend Blütenmündern, den süßen Nektar saugend plündern. Er tanzt im Wind, gaukelt ins Freie zieht flatternd Kreise immer neue. Er schaukelt trunken hin und her dann segelt er schwerelos gen Meer. Doch bald schon kehrt er gern zurück. Denn nur an Land findet er sein Glück. Ob Fenchel, Dill… Weiterlesen

Farbengewitter Es war einfach nur braches Land, wo ich ein Farbenmeer jüngst fand. Dies Blütenfeuer sah ich erst spät, weil Strauchwerk schirmend davor steht. So war der Anblick wie ein Knall ein Farbengewitter überall. Klatschmohn, Wucherblume, süßer Klee nur lauter Blüten, wohin ich seh. Ein kleines Stückchen von dieser Erde in paradiesischer Gebärde. Lässt man Natur nur einfach walten, kann sich von selbst so was entfalten, wo ich ein Wort wie wunderbar… Weiterlesen

Der gefleckte Walzenskink Den Frühling auf einer fernen Insel erleben, das kann soviel Neues am Wegrande geben. Die letzten Tage war mein Blick zum Boden gerichtet. Überall wurde von mir ganz Unbekanntes gesichtet. Kaum eine Pflanze konnte ich sofort benennen. Woher sollte ich sie auch nur kennen? Erstmals lief ich heute und hier ja umher. Jede Art von Diagnose fiel mir schwer. Die ausgetauschte Pflanzenwelt war die eine Seite. Auch die Analyse… Weiterlesen

Ende einer Zitrone Was da heute vor mir liegt wenige Gramm gerade noch wiegt, ist ein Zitronenkadaverrest, der so nicht mehr vermuten lässt, dass diese Frucht fast vor einem Jahr ein Inbegriff von Frische war. Neben Malta ist Gozo gelegen. Eines Verwandtschaftsbesuches wegen verweilte ich auf diesem Inselort, war ein paar Tage gerne dort. Gozo war damals ziemlich grün. Nach Herbstregen begann es zu blühn. Zitrusfrüchte leuchteten weit waren zum Ernten reif… Weiterlesen

Eidechsenrendezvous Fast schon wieder zwei Wochen her mein Eidechsenbegegnungsverkehr. Der Dezembermittag war sonnig und warm fast gänzlich wolkenarm. Hin und wieder huschte ein Cirruswölkchen vorbei. Dann war der Himmel fürs Blaue nur frei. Unten an der verlassenen Ramla-Bay rauscht dieser unendliche See. Die Küste hinauf will es bald überall blühen. Leuchtende Farben sprühen aus frischem Pflanzengrün. Nur leichte Winde ziehn vom rollenden Meer auf das versteinerte Land. Ich nehme eine frische Blüte… Weiterlesen