Planktontische Welten

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Gestern Nachmittag war mir danach
in die Wasserwelt
eines Teichtropfens einzutauchen.
Der Mikrokosmos erzählt
von ruhelosen Geistern.
Verschwundene Bilder werden wach:
Geschöpfe zu sehen,
für die wir optische Hilfen brauchen.
Die Augen sind zu schwach,
in die Welt des Kleinen zu gehen.
Unter dem Mikroskop
vom Dunkelfeld bestrahlt
beginnt der Tanz der Vampire.
Tauchen und schwinden Tiere
schwerelos, gläsern beschalt.
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Ins Innerste der Erde

Ins Innerste der Erde

Der Blick im Wald zur Erde hin
Er trifft auf braune Blätter.
Da krabbeln graue Asseln drin.
Ein Wurm schleimt dort, ein netter.
Im Asselkot – ich staune nur
winzige Milben fressen.
Bis ich verfolg die nächste Spur,
muss ich weit feiner messen.
Im Humusreich wird Leben klein
Und ist doch übermächtig.
Bakterien wuseln dort gemein
Und Pilze wuchern prächtig.
Die Mikrowelt kommt mir so vor
wie ewiges Kampfgetümmel.
Doch friedlich lebt dies Riesenkorps.
Ich find dort kein Gestümmel. Weiterlesen

Kleinstes sehen

Kleinstes sehen

Es gibt ein Werkzeug, dass das Kleine
Durch gläsern Optik groß erscheine.
Ich schulde ihm so großes Lob –
Was wär ich ohne Mikroskop?
Im Studium der Biologie
Vergess ich diese Stunden nie,
wo ich Gewebe oder Zellen
vergrößert konnte – sie darstellen.
Das kleinste war nun nicht mehr fern.
Vor mir da teilte sich der Kern.
Zum Erforschen von Strukturen,
Von Entwicklung tiefster Spuren
Half mir immer das Gerät,
das im Arbeitszimmer steht.
Tausendfach den Blick erweitern,
wenn die Augen längst schon scheitern,
in die Mikrokosmoswelt –
Grenzen sind zurückgestellt. Weiterlesen