Gerhard Laukötter's Blog

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Farbengewitter Es war einfach nur braches Land, wo ich ein Farbenmeer jüngst fand. Dies Blütenfeuer sah ich erst spät, weil Strauchwerk schirmend davor steht. So war der Anblick wie ein Knall ein Farbengewitter überall. Klatschmohn, Wucherblume, süßer Klee nur lauter Blüten, wohin ich seh. Ein kleines Stückchen von dieser Erde in paradiesischer Gebärde. Lässt man Natur nur einfach walten, kann sich von selbst so was entfalten, wo ich ein Wort wie wunderbar… Weiterlesen

Oktobermohn Was blüht denn da so feuerrot – der Anblick, der sich mir heut bot, gaukelt zurück mich in den Mai, der hatte soviel Mohn dabei. Vom Oktober sind zwei Wochen passe. Seit Tagen Weinlaub ich anseh, wie es vom Grünen springt ins Rot. Das Blattwerk ist dabei fast tot. Doch hier wird Leben explodiert. Die Blüte spät noch triumphiert und wird belohnt vom schönsten Tag, den dieser Herbst uns schenken mag…. Weiterlesen

Frühstück! Es ist grad sieben, noch kühl am Morgen da gehen Hummeln schon besorgen. Das erste Frühstück lockt knallrot dort gibt es frisches Pollenbrot. Und wie in einem Brötchenladen kann etwas Warten gar nicht schaden. Am Blütengrund ja da bedienen sich schon die ersten dicken Bienen. Zwei weitere hocken im Schweben. Für sie soll es auch bald was geben. Wer zuletzt kommt, wartet weiter oben Man muss Geduld hier richtig loben. Wenn… Weiterlesen

Regenzauber Ein Regenbad im schwülen Mai Es brachte frische Luft herbei. Chaotisch war der erste Fall Bedonnert durch Gewitterknall. Als dann die Front gen Osten zog, der Tropfen immer leichter wog. Der Regen wurde immer dünner – Zuletzt nur feinster Wasserschimmer. Ich ging hinaus und sah am Grün, wie mancher Tropfen silbern schien. Auf Blätterwangen lagen Schläuche Ganz so wie nackte Wasserbäuche. Dann sah ich von dem Mohn die Blüte Mit Wasserperlen… Weiterlesen

Matschmohn In kalten Nächten wuchs Novemberreif. und später Tau erfror zu Eisestränen. Die letzten Rosenknospen ragen steif Bewaffnet fein mit kleinsten Glitzerzähnen. Im morgendlich erwachtem Sonnenlicht Da lösen sich vom Eis die starren Häute. Der grad gehauchte weiße Zauber bricht. Er tröpfelt nass und rinnt hinein ins Heute. Die frühlingshaften noch so warmen Brisen Sie haben Blüten hoffnungsfroh wohl nachgeschickt. Marienblümchen lachen in den Wiesen Ob wohl Novemberuhr noch richtig tickt? Seit… Weiterlesen

Der Mohn ist aufgegangen Dicke Knospen drücken prall – platzen bald im Maien. Aus Blüte bricht ein Feuerball. Rot will sich ganz befreien. Der Blütenkelch im Silberhaar Springt ab vom Scharlachkleide. Ich freue mich so Jahr für Jahr, auf diese Augenweide : Der Mohn ist aufgegangen. Die Blütenblätter prangen So rot und wunderbar. Was sich so feurig zeiget – Als Knospe noch verneiget – Wird lodernd so zum roten Star.