Silberblätter

Silberblätter

Der Morgen ist sehr jung
und Sonne steht noch tief
in dieser Dämmerung
bleibt Licht so flach und schief.
Die neuen Seerosenblätter
tauchen vom Grund her auf.
Das milde Frühlingswetter
beschleunigt den Verlauf.
Weinrot zeigen sich Teller,
sie schwimmen auf der Haut.
Wird es nun immer heller,
das Blatt bald grün ausschaut.
Heute zur frühen Zeit
erscheinen Silberspiegel. Weiterlesen

Monets Seerosen

SeerosenMonets Seerosen

Malerische Natur
Was ist das nur?
Was lässt mich zum Pinsel greifen,
Blicke über Landschaft streifen,
Augen in der Rose brennen,
Bis sie deren Farbe kennen?
Claude Monet war tief beglückt,
Wie die Seerose sich schmückt
Mit so herrlich weißen Rosen,
die den Weiher lieblich kosen.
Immer wieder sucht er Stunden,
die ein neues Licht gefunden.
Jedes Bild von seinem Teiche
Zeigt bei weitem nicht das Gleiche.
Mal sind dämmrig mild die Töne,
Dann zeigt blendend sich die Schöne.
Immer anders fällt das Licht,
das sich in dem Wasser bricht. Weiterlesen

Seerosenglück

Seerosenglück

Kaum ein Blütenspiel
Gibt uns so viel:
Wenn über hundert Rosen
Den Gartenteich umkosen.
Vor Wochenfrist
Die erste Blüte gesprungen ist.
Dann tauchten aus tiefem Grunde
Zur späten Maienstunde
Aus dem Weiher Knospenspitzen.
Wasserfrösche dazu sitzen
breit auf  grünen Tellerrund
Warten dort mit lautem Mund
Auf viel leckere Beute
gestern schon und wieder heute.
Mit der vollen Sonne
Macht Blühen richtig Wonne.
Dass ein Monet den Pinsel holte,
Weil er das Schönste malen wollte,
kann jeder dann sehr gut verstehen,
 darf er Blütenmeere sehen.
Wer ist die schönste hier im Teich? –
Mir scheinen sie fast alle gleich.
Doch so viel Blüten auf einmal
Das ist und bleibt phänomenal.
Seerosen müssen auch verblühn,
Ihr Blattwerk bleibt nicht ewig grün.
Doch heute – scheint mir – ist der Tag,
da Nymphaea nur noch blühen mag.