Gerhard Laukötter's Blog

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Eine Hand voll Boden Eine Hand voll Boden, die ist unendlich alt. Eine Hand voll Boden ist dunkel, feucht und kalt. Eine Hand voll Boden fällt selten ins Gewicht. Eine Hand voll Boden, die interessiert wohl nicht. Eine Hand voll Boden, die bläst der Wind leicht fort. Für eine Hand voll Boden gibt es kein liebes Wort. Eine Hand voll Boden beachten Menschen kaum. Eine Hand voll Boden ernährt noch keinen Baum…. Weiterlesen

Wachstumswahn In unsrem Land vergeht kein Tag, an dem wir Wirtschaft messen. Ob die Prognose richtig lag, wird nicht nur Banker stressen. Wir steigern das Bruttosozialprodukt – bleibt oberste Devise. Wer ständig auf die Aktien guckt, lebt ganz für die Akquise. Wenn Wirtschaft wächst in unsrem Land, dann klingeln hell die Kassen. Ein Abschwung raubt uns den Verstand – Bald demonstrieren Massen. Was wächst denn da bei dem Konsum? Was steigert die… Weiterlesen

Bodenschutz in NRweh (Kein schöner Land in dieser Zeit…) Eine bodenlose Gemeinheit Was unter unseren Füßen passiert: Politik schwört den Meineid, Solang der Flächenfraß grassiert. 22% versiegelt – von Natur entfernt Bleibt Appetit ungezügelt wird Boden gründlich entkernt. 10% der Flächen lautlos getötet – Bodenschutz kam immer zu kurz. Verantwortlichkeit nicht mal errötet Beim Bodenverbrauchskassensturz. Allianz für die Flächen Kontra Wirtschaftswachstum Welcher Trumpf soll da stechen – Schlägt das Ruder herum? Kein… Weiterlesen

Liegenschaften Längst abgestürzt liegen sie da Unzählige Kirschbaumblätter. So glänzend grün ich sie einst sah, malt braun Novemberwetter Am Boden liegt wie Leichenhaut, was lang den Baum belebte. Das Chlorophyll die Stärke baut. Gezweig zum Himmel strebte. Nun löst sich auf Form und Struktur. Zersetzer konzertieren. Zurück in seine Urnatur Wird alles sich verlieren. Vom Blatt fehlt bald die letzte Spur. Im Abbau wird vollendet. Am Ende bleibt der Humus nur, der… Weiterlesen

Der Pflug der bösen Tat Ist der Erntetag gekommen, schaut der Boden ganz beklommen Pflüge werden wieder blitzen – Furchen in die Erde ritzen. Alles, was noch oben war, wird beerdigt Jahr für Jahr. Der Acker ist es längst gewohnt, dass man ihn selten nur noch schont. Wenn Bauern ihn wieder mal pflügen, sie guter Praxis nur genügen, Das Wenden von dem Bodenreich Kommt immer wieder – immer gleich. Tausendmal mit blankem… Weiterlesen

3 x Urlaub? Urlaub hieß anno dazumal: Einfach nur weggehen zu dürfen. Das war die Bedeutung vor vielen Jahren. Endlich zu Hause warme Milch schlürfen Und um sich die ganze Familie scharen. Von oben gab es für bestimmte Zeit die Erlaubnis, sich zu verabschieden – Aus Ritterdiensten, aus der Fronarbeit. Auf der Heimkehr wurden Umwege vermieden. Mann durfte nach Hause durch Adels Gnaden. Er war für diese Frist fröhlich und frei. Vielleicht… Weiterlesen

Die Haut der Erde Die Haut der Erde kann ich kaum beschreiben. Sie zeigt lebendig sich am fernen Ort. Wo Ozeane Meeresgründe reiben, setzt fernste Vita abgrundtief sich fort. Beherrscht vom Wasser hab ich Hautprobleme. Was ist beim Meer denn wohl die Erdenhaut? Wenn ich jedoch die Kontinente nehme, ist mir die irden Haut schon fast vertraut. Dort, wo Natur blieb, treibt ein stetig Wachsen. Die Haut erbaut sich ganz aus sich… Weiterlesen

Schöpfungstage Die Erde dreht sich ganz erschöpft, seit Menschen so stark schöpfen. Tagtäglich wird sie neu geschröpft- Dank gilt den klügsten Köpfen. Unser Grundwasser wird  unendlich tief Gesaugt aus reinsten Schätzen, bis jeder Tropfen käuflich lief in profitablen Netzen. Kohle, Gas, Petroleum, die sind bald ausgebeutet. Die Industrie wächst wild herum, solang der Rubel leuchtet.

Ich beiß in die Welt Wenn ich so meine Speisen betrachte, ich meine Auswahl zutiefst verachte. Ich lebe nicht mehr von der Hand in den Mund. Meine Nahrung hat einen Reisehintergrund.

Auf den grünen Zweig Wie viele Bäume möchte ich hier noch pflanzen In eine laute Welt, wo Profite nur tanzen?