Im Hang

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Aus felsenharter Brust da quillt
ein Wässerchen ganz zart verspielt.
Am kalten Stein, der quer gestellt
die Flüssigkeit sich hüpfend wellt.
Das frühe Lied der Wasserspur
kennt helle Töne nur in Dur.
Zwei Meter ist der Weg fast nackt-
dann wird der Strahl vom Moos umpackt.
Vom grünstem Blattwerk rollen Tropfen.
Nichts will die Freiheit hier verstopfen.
Was dann sich zeigt, ist wunderschön
im jungen Mai jetzt anzusehen.
Wo quellig Wasser ständig dringt,
ist es von Milzkraut weich umringt.
Das blüht zur Zeit grüngolden fein-
gestreichelt durch den Sonnenschein.
Den Buchenriesen fehlen noch Blätter.
Die Knospen sprengen bei schönem Wetter
in ein paar Tagen erstes Grün ans Licht.
Dann ändert sich das Quellgesicht. Weiterlesen