Gerhard Laukötter's Blog

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Leuchtkörper Fronleichnam war ein grauer Tag. Manche Wolke schwer am Himmel lag. Erst abends löst sich der Verbund Zeigt schemenhaft sich Mondes Rund. Ich geh – wie immer – spät noch raus Der Hund muss noch mal aus dem Haus. Er macht wie sonst spät sein Geschäft, eh er dann müde ruht und schläft. Doch heute seh ich Lichter schweben Mal über mir – dann links daneben. Jetzt geht der Lichtpunkt plötzlich… Weiterlesen

In den Wolken Weißt du wie viel Wolken ziehen Windgetrieben am Firmament? Manche gleiten, andere fliehen Keiner alle Formen kennt. Zart wie ausgezupfte Watten – Gewitterschwarz und blitzerschreckt Bringen sie uns so viel Schatten, Wie der Himmel sich bedeckt. Ganz geboren aus dem Nichts Wachsen sie ins Grenzenlose. Sind Akteure jeden Lichts Wechseln ständig ihre Pose. Schäfchenwolken bilden Herden. Weißer Flaum in Sphären schwebt. Wenn sie schwer und dunkel werden, wird ihr… Weiterlesen

Moonlight Shadow am Gartenteich Ein überwarmer Tag wird müde. Um zehn Uhr abends breitet sich schon viel mehr der Dunkelheit über das Ufergesträuch des Gartenteiches als noch zur Mitsommerzeit. Vom Inneren des Backhauses lasse ich einige liebgewonnene Oldies abspielen: „Mysterious“ steht auf dem Cover. Nach „Adiemus“ und noch weiteren kirchenmusikhaften Songs Höre ich aus den im Röhricht versteckten Lautsprechern Mike Oldfields „Moonlight Shadow“ – ein Stück das mir bereits Anfang der Achtziger… Weiterlesen

Spitzenträume Der Schlaf geht zu Ende. Unzählige Knospenwände Beginnen zu schwellen. Grüne Zungen schnellen Aus dem schwangeren Bauch Von Baum und Strauch. In nur wenigen Tagen Beginnt fast ein Jagen Um den Platz an der Sonne. Lichtwärmewonne Lässt Grünes sprießen, Zweige vor schießen.

Auf dem Schlauch…. Es war der vorletzte Januar, Als dies geschah: Bei einem Gang mit dem Hund Wurde es bunt. Mitten auf dem alten Weg Wuchs ein junger Beleg Wohl aus dem Reich der Pilze als gelbliches Gesülze. Ich stand auf dem Schlauch – Doch es sagte mir mein Bauch: Der Pilz gehört wohl auch Zu denen, die wie ein Schlauch Einfache Körper bilden –

Holzaugen Holzaugen Taugen Zum Sehen nicht. Doch im rechten Licht Zeigen sie Die Chronologie Von ihrem Wachsen In den Achsen. Mit Jahresringen Bringen Sie die Zeit zurück – Im Augenblick. Am Weidenpfahl Lese ich die Zahl Tief eingraviert. Fotografiert Nehme ich Für mich Dies Bild mit nach Haus Und schreib daraus Eine Impression, Die leider schon Fertig ist – So ein Mist!

Berührungen Silberperlen tröpfeln ab Moosrosetten werfen Kugeln Kühlen Wassers auf den Stein. Gläsern spritzt der Wasserschein. Morsches Holz im Nässekleide Neben blankem Kieselgrund, zartes Quellkraut ragt beiseite aus dem Wasserspiegelmund. Flüsternd, murmelnd, leise plätschernd Spricht die Quelle Laut für Laut. Mal verborgen, dann ganz offen Lauscht man, wie sie Wasser kaut. Kalt verklebt in Stapelschichten Modert ErlenEschenlaub. Höhlenkrebse hier verrichten Kauend ihren Blätterraub. Bittres Schaumkraut, Brunnenkresse Milzkraut neben Mierenstiel, Sumpfveilchen in nobler… Weiterlesen

Der Löwenzahn Der Löwenzahn wächst als Rosette Auf fetten Wiesen um die Wette. Kaum blüht er auf im Yellowton Da fressen Kühe ihn auch schon. Für Kaninchen wird er abgestochen Besonders in den Frühlingswochen. Der Löwenzahn am Wegesrand Bleibt oftmals ziemlich unbekannt. Er kommt erst spät zu großem Ruhme In Kinderhand als Pusteblume. Geblasen dann mit aller Kraft Der Samen seinen Abflug schafft. Wie Fallschirme in schönen Lüften Sie segelnd in die… Weiterlesen

Wildnis zulassen Die Natur lebt eigene Gesetze Entwickelt Regeln, verknüpft Netze. Wo sie alleine nur gestaltet, Urwald und Wildnis sich entfaltet. In menschgeprägten Weltkulturen verlieren sich die freien Spuren. Planung regiert im Siedlungsraum – Landwirtschaft ist kein Ökotraum. Wir brauchen viel an Infrastruktur Dazwischen bleibt dann Restnatur. Selbst Wälder müssen Profit bringen, Wenn Rohstoffpreise höher springen, wird Holzzuwachs zum Wirtschaftsmaß – Ein Baum wächst nicht mehr nur zum Spaß. Die Welt soll… Weiterlesen

Oktoberrosen Wie zukunftsfroh schaut diese Rose Oktober ist es schon so spät. Nächte umreifen zart die Moose In Wassers Haut nun Eis gerät. Ganz nah am Teich in hohler Weide Beginnt das Blühen noch einmal. Getupft wie auf dem Sommerkleide straht zartes Rot aus Knospenschar. Der Sonnenstrahl bricht durch die Blätter Bringt Farbenkraft mit seinem Licht. Bei allerschönstem Sonntagswetter Dank ich dem Herbst für sein Gesicht. Vielleicht ist dies die letzte Phase… Weiterlesen