Gerhard Laukötter's Blog

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Ein Sommernachtstraum Heute liegt ein Sommernachtstraum am späten Abend weit im Raum. Der Tag, an dem der Regen kam, blieb abgekühlt noch wohlig warm. Der Boden nahm die Feuchte gern. Die letzten Tropfen waren so fern. Nun steigt der Nebel aus den Weiden Die Kühe sich mit Schwaden kleiden. Nachtfalter sind gerade aufgewacht. Es liegt Besonders in der Nacht. Aus Gerstenfeld im letzten Licht ein wunderbares Gold erbricht. Über dem Ährenmeer schwebt… Weiterlesen

Gnadenlose Gleichgültigkeit Eine alltägliche Zeitungsnotiz verletzte mich. Ein Kreisverkehr war wie ein böser Stich in mein Herz von Stadtnatur. Doch wie reagiere ich jetzt nur? Die Straße ist mir wohl bekannt. Platanen säumen ihren Rand und das schon wohl seit 100 Jahren. Doch hier wird Auto viel gefahren. Weil Ampeln ihre Wege lähmen, Geschwindigkeiten somit zähmen, da will die Stadt den Kreisverkehr. Der bringt den Autofluss dann her. Die alten Bäume sind… Weiterlesen

Klein aber fein Ein ziemlich zartes Larventier wohnt gern an dunkler Stelle. Triefnasses Laub, das zeigt auch dir den Geburtsort: eine Quelle. Aus einem Köcherfliegenei schlüpft hier am kühlen Ort ein Winzling in dem Blätterbrei, will köchern ab sofort. Die allerfeinste Seide nur, das Lärvchen spinnt sie bald zu einem dünnsten Kleide pur. Im Wasser ist`s so kalt. Doch schützt dies Traumgewande den weichen Körper kaum. Verklebt werden nun Sande am Seidenmantelsaum.

Das Ei an sich lebt überall die Form dafür in Riesenzahl. Wenn wir für uns an Eier denken, wir das meist auf das Huhn beschränken. Das teuerste Ei liefert fürwahr ein Fisch der Stör: den Kaviar. Wenn Stubenfliegen jedoch Eier legen, dann haben wir bald was dagegen. Wenn Adebar der Storch hier nistet, wird Eierzahl gern aufgelistet. Eine Kamera ihre Linse lenkt, wenn Ei sich aus Kloake senkt. Auch Frösche sind sehr… Weiterlesen

Spurenspiele Unendlichkeit im Wellenrauschen das Herz des Meeres das rollt im Takt. Ich könnte endlos weiter lauschen. Der Strandsand ist so weich und nackt. Die Wellen branden in Gezeiten mal weiter auf die Dünen zu. Wenn sie den Rückzug dann bereiten, lassen sie Ufer weit in Ruh. Am Wasserrand da seh ich Spuren – erst ultrafein mit feinstem Strich. Kommt Wasserrücklauf dann auf Touren, zeigen Gerinne breiter sich. Am Ende fließt in… Weiterlesen

Bergkristallin Als wär es allerreinstes Eis so überhell und strahlend klar doch scheint die Sonne noch so heiß bleibt dies Gebilde hart und starr. Kristalle blenden all das Licht, treten sie bergtief erst zu Tage. Ein Glanz, der sich auf Seiten bricht, stellt alle Schönheit außer Frage. Bergkristalle kennen keine Farben: Das pure Sein in lichter Form. Sie wirken fast wie Göttergaben Naturgesetze sind die Norm. Manch Bergkristall wächst unermesslich. Zwei Meter… Weiterlesen

Endlich! Willkommen erster kalter Frost – eher weiter Wintersommer sprosst, räumst du mit deiner Eiseshand den bunten Unsinn aus dem Land. Endlich vorbei die falschen Blüten, die sich zur Unzeit hier bemühten. Der Blumentisch wird demontiert, seit Winterhauch mit Nachtfrost schnürt. Geranien sind im Schock entzaubert. Die Ringelblume schlapp nun trauert. Das Rosenherz zerbricht im Eise. Das letzte Gingkoblatt löst sich leise. Ein Maisfeld, das ganz welk noch stand, die späte Ernte… Weiterlesen

Lauter Früchte Der hohe Strauch hängt rappelvoll. Die Früchte scheinen reif und prall. Doch niemand will sie ergreifen. Das Sonnenlicht schien Tage toll, dass Mispeläpfel goldig glänzen. Laue Winde kosend streifen und Himmelblau kennt keine Grenzen. Blätter mussten Abschied feiern verklumpen feucht im Untergrund. Ein paar wollen noch Grün erneuern aus frischem späten Knospenmund. Die Früchte wirken so auf mich: als bestellt aber nicht abgeholt. Kein Hungervogel interessiert sich. Die Frucht bleibt… Weiterlesen

Kiefernkotsackblattwespen Wie doch manchmal das Leben so spielt: Unsere noch so junge Kiefernbrut erhielt wohl im Frühjahr Kiefernkotsackblattwespenbesuch und ich fragte mich: Ist das Segen oder Fluch? Auf unserem Gründach wachsen schöne Pflanzen. Einige außerordentlich aus der Reihe tanzen. Hierzu gehören ungefähr 26,5 kleine Kiefern, die mir den Beweis ungehörigen Wuchses liefern. Ich wollte sie neulich einfach alle ausreißen, um sie zerpflückt auf den Kompost zu schmeißen. Doch heute sah ich sie… Weiterlesen

Spielzeug Der Mensch er hasst die Langeweile. Als kleines Kind sucht er bald Teile, mit denen er was machen kann – so er zu spielen dann begann. Spielzeug gibt es an jeder Stelle. Die Idee zum Tun ist eine Quelle, aus der das Spiel an Sinn gewinnt und glücklich wird hier jedes Kind. Das Wasser ist als Stoff ganz toll. Ein Becher der wird immer voll, um ihn dann wieder leer zu… Weiterlesen