Zärtlich verzweigt

zärtlichesZärtlich verzweigt

Ein Hauch von Schnee hat über Nacht
die Zärtlichkeit dem Wald gebracht.
Auf jedem dunklen Winterast
liegt schmeichelnd eine Federlast.
Der Baum, der gestern düster schaut,
erscheint im Morgenlicht als Braut,
die sich im weißen Federkleid
so elegant den Welten zeigt.
Ein wenig Schnee reicht da schon aus.
Für Wintermäntel gibt`s Applaus.
Die Zweige schwingen plötzlich leicht.
Ein Flöckchenpelz alleine reicht,
die Schwere aus dem Bild zu wischen
und Flockenschweben einzumischen. Weiterlesen

Reifliche Überlegungen

ReiflichesReifliche Überlegungen

Novembernächte tief vernebeln.
Nasse Luft will uns fast knebeln
Licht entschwindet ganz diffus.
Ein jedes spürt den kalten Kuss.
Wenn sich der Dunst ganz spät noch löst,
Das Wasser fein zu Boden stößt,
Wie Klarheit Kälte mit sich bringt,
der frühe Tau als Raureif blinkt.
Kristalle wachsen ganz wie Zauber
Erscheinen diamantensauber
Mit völlig unverletzten Spitzen,
die hoch auf Blätternerven sitzen.
Die Reifeshaut zieht maskengleich
Starr über Rosengesichter.
Was vorher noch gewebeweich,
Ist eishart voll Lichter.
Die Morgensonne spiegelt grell –
Das Reifliche erstrahlt so hell. Weiterlesen

Eisdruse

Eisdruse

Eisdruse

In einem alten Plastiktütenberg
Entstand ein Ostereiskunstwerk.
Der Kunststoffmüll sollte verschwinden –
Da sollte ich dieses hier finden.
Aus tiefer Falte kam ein Stück
Vom Wasserrest als Eis zurück.
In Tütenform sah ich im Innern
Gläserne Tannenbäume schimmern.
Sie standen dort in kleinen Reihen
Und konnten frostig gut gedeihen. Weiterlesen

Eiskonfekt

Bacheisblumen

Eiskonfekt

Wie leuchtet rot der Tulipan
Im Gelben schwelgt Narzissenmund
Vom Cyanblau ist angetan
Der Hyazinthen Traubenrund.

Ich schweb in diesem Farbentraum –
Doch nichts erblüht im Gartenraum.
Die Sonne lacht zwar herrlich hell –
Doch die Ernüchtrung weint so schnell.
Es ist noch immer winterkalt,
Dass Wassers Haut gefriert sobald,
Wie Sonn am Horizont versinkt
Und nächtens Sternenmeer erblinkt. Weiterlesen