Gerhard Laukötter's Blog

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Kaltes Glühen Kaltes Glühen im April Spät zerreißt das graue Band – Als zum Abend Sonne will Röte schütten übers Land. Wolkenbänder sich verlieren Werden gegenlichtig blau. Falsche Sterne schwarz verzieren Engelwurz stellt sie zur Schau. Doldensamen längst verflogen – Keimen neu bald in den Mai. Blütenstände windverbogen Spreizen zarte Strahlen frei. Orangerot bis lila Töne Füllen bunt den Horizont. Werbeanzeigen

Eiskonfekt Wie leuchtet rot der Tulipan Im Gelben schwelgt Narzissenmund Vom Cyanblau ist angetan Der Hyazinthen Traubenrund. Ich schweb in diesem Farbentraum – Doch nichts erblüht im Gartenraum. Die Sonne lacht zwar herrlich hell – Doch die Ernüchtrung weint so schnell. Es ist noch immer winterkalt, Dass Wassers Haut gefriert sobald, Wie Sonn am Horizont versinkt Und nächtens Sternenmeer erblinkt.

Im Diamantenfieber Gestern haben Ballonblumen Regentropfen gejagt. Die zartfrischen Sprosse Haben es einfach gewagt, fallende Kugeln In Blätterkelchen aufzufangen. Nun funkeln sie dort im milden Abendlicht Diamanten an grünen Wangen. Der Schmuck nur geliehen – Der Wind holt ihn sich zurück. Im Spiegel kam zum Glühen das hellste Wasserglück. Momentenhaft gezaubert – so klar und lupenrein – es hat nur kurz gedauert: Ein Spiel Mehr wollte es nicht sein.