Gerhard Laukötter's Blog

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Eisrosen Voller Optimismus sind noch die Rosen nicht so empfindlich wie die Mimosen. Selbst wenn der November trauernd geht, so manche Rose noch im Blütenfeuer steht. Sogar einige Knospen, die Zeit noch brauchen, wollen aus ihren duftigen Mund noch Sinnliches hauchen. Hält sich der späte Herbst mit Kälte zurück, gibt es vor Weihnachten rosafarbenes Glück. Letzte Nacht, da hat der Winter einen kurzen Abstecher gemacht. Die schirmenden Wolken am Himmel auseinandergebracht. So… Weiterlesen

Ausgereift So sternenklar die letzte Nacht hat sie den Frost zurückgebracht. Der Wasserdunst vom Frühjahrshauch hängt kristallin an Baum und Strauch. Das welke Gras im Reifekleid säumt Glitzerband fast wie Geschmeid. Die Kapselschale fruchtentleert scheint juwelenhaft beschwert. Die ausgemergelten Jahresringe des Weidepfahls mit Zickzackklinge schärfen sich mit Eiseszahn Wohl aufgestellt in runder Bahn. Das flach versandte Morgenlicht Sich hier und da im Reife bricht.

Zwei Früchte im Gefängnis Zwei Früchte im Gefängnis Leuchten dort kirschenrot. Ich bring sie in Bedrängnis Durch meine Naschsuchtnot. Wie Lampions umkleiden Hüllen die süße Frucht. Sollen Genuss vermeiden Für den, der es versucht. Das Ziel doch zu erreichen, fällt später sichtbar leicht. Natur setzt bald ein Zeichen. Der Mantel zart erweicht. Die Haut beginnt zu schwinden Zurück bleibt nur Gerüst

Oktoberfeuerwerk Ich weiß nicht, was soll das bedeuten, Dass Blätter so farbig sprühn. Wie ein Wunder sind unsere Breiten Im Herbste schön anzusehen. Ich hebe ein Blatt bunt vor Farbenrausch Es fiel grad vom Baume zu mir Der malerische Farbentausch Zeugt eigentlich von Begier. Das reichste Bild zeigt sich im Tod. Ein Feuerwerk beim Sterben. Das Blatt das sich so farbig bot, will nichts damit erwerben. Kein Käfer beißt, keine Larve frisst… Weiterlesen

Angereift Über die letzte Nacht Hat Sternenklarheit Zauberhaften Frost gebracht. Brennnesselblätter Funkeln zart angereift im Novemberwetter. Gestern noch war das überjährige Gras noch restgrün Und regennass. Im kühlen Morgenlicht Bricht die Sonne sich. Blanke Kristalle Verzuckern der Halme Strukturen Eine Distelrosette Zeigt ihre glitzernden Zähne, So als hätte Sie sich auf der frostkalten Haut silbrige Sägen aufgebaut.

Monets Seerosen Malerische Natur Was ist das nur? Was lässt mich zum Pinsel greifen, Blicke über Landschaft streifen, Augen in der Rose brennen, Bis sie deren Farbe kennen? Claude Monet war tief beglückt, Wie die Seerose sich schmückt Mit so herrlich weißen Rosen, die den Weiher lieblich kosen. Immer wieder sucht er Stunden, die ein neues Licht gefunden. Jedes Bild von seinem Teiche Zeigt bei weitem nicht das Gleiche. Mal sind dämmrig… Weiterlesen

Warum so schön? Das Abendlicht es blendet nicht lässt milden Glanz verstreifen. Im Nu da faszinieren mich Blüten, die Schönheit greifen. Am Uferrand in vollster Pracht Posieren Irisblüten. Wie hier Natur Anmut entfacht, das will sie sorgsam hüten. Warum sind Lilien wunderschön? Wer sieht ihr Blühgesicht ? Kann Bienentier dies Kunstwerk sehn? Ich weiß die Antwort nicht. So manche Blüte lockt mit Duft. Bestäubung soll gelingen. Ob Schönheit gar Insekten ruft? –… Weiterlesen

Taufrisch Die Nacht war kühl Mit feuchtem Kuss Der Tröpfchen viel Nun trocknen muss. Dem Löwenzahn Dem haftet an manch Perlenschnur Aus Wasser pur. Kondensationen Zaubern Millionen Kugeln, die funkeln, wie aus dem Dunklen steigt das Morgenblau Tropft Nebeltau.

Seerosenglück Kaum ein Blütenspiel Gibt uns so viel: Wenn über hundert Rosen Den Gartenteich umkosen. Vor Wochenfrist Die erste Blüte gesprungen ist. Dann tauchten aus tiefem Grunde Zur späten Maienstunde Aus dem Weiher Knospenspitzen. Wasserfrösche dazu sitzen breit auf  grünen Tellerrund Warten dort mit lautem Mund Auf viel leckere Beute gestern schon und wieder heute. Mit der vollen Sonne Macht Blühen richtig Wonne. Dass ein Monet den Pinsel holte, Weil er das… Weiterlesen

Diatomeen Diatomeen sehen – und dann sterben! Lässt Schönheit sich ewig vererben? Die Kieselalgen schaffen Schalen Da fängt der Künstler an zu malen. Den Kunstformen in der Natur Kam Erich Haeckel auf die Spur. Ein jeder, der gern mikroskopiert, Hat diese Schalen oft studiert. Wie eine Zelle fein kieseliert, Silizium formstrukturiert – Die Bionik einer einzigen Zelle Ist eine große Forschungsquelle: Für Statik und Architektur Daneben noch Ästhetik pur. Das filigrane Schalenmuster… Weiterlesen