Hufeisenwirbler

Hufeisenwirbler

Ruhig schwimmt ein Rosenblatt
sonnt sich auf dem Altarmweiher.
Oberfläche glänzt, ist glatt
unten kleben Schneckeneier.
Zwischen all den Laichgelegen
hängt ein seltsam zartes Tier,
will sich weich und sanft bewegen.
Alles wird zur Schönheit hier.

Feine Fäden bilden Kränze
spielen als Tentakel mit,
zeigen leichte Schwebetänze
Moostierchen im Wiegeschritt.
Ständig wirbeln Wimpernbänder
Wasser strömt durch sie heran,
wird dabei zum Nahrungsspender,
Algen zieht es in den Bann. Weiterlesen

Eisrosen

p1140434Eisrosen

Voller Optimismus sind noch die Rosen
nicht so empfindlich wie die Mimosen.
Selbst wenn der November trauernd geht,
so manche Rose noch im Blütenfeuer steht.
Sogar einige Knospen, die Zeit noch brauchen,
wollen aus ihren duftigen Mund
noch Sinnliches hauchen.
Hält sich der späte Herbst mit Kälte zurück,
gibt es vor Weihnachten rosafarbenes Glück.
Letzte Nacht,
da hat der Winter einen kurzen Abstecher gemacht.
Die schirmenden Wolken
am Himmel auseinandergebracht.
So fiel viel Kälte auf Wiese, Feld und Garten.
Im frostigen Hauche die Blumen erstarrten.
Wie von Zauberhand wuchsen kristallene Spitzen.
Sie wollten auf Stängeln, Blättern und Blüten sitzen. Weiterlesen

Ausgereift

P1080387Ausgereift

So sternenklar die letzte Nacht
hat sie den Frost zurückgebracht.
Der Wasserdunst vom Frühjahrshauch
hängt kristallin an Baum und Strauch.
Das welke Gras im Reifekleid
säumt Glitzerband fast wie Geschmeid.
Die Kapselschale fruchtentleert
scheint juwelenhaft beschwert.
Die ausgemergelten Jahresringe
des Weidepfahls mit Zickzackklinge
schärfen sich mit Eiseszahn
Wohl aufgestellt in runder Bahn.
Das flach versandte Morgenlicht
Sich hier und da im Reife bricht. Weiterlesen

Zwei Früchte im Gefängnis

PhysalisZwei Früchte im Gefängnis

Zwei Früchte im Gefängnis
Leuchten dort kirschenrot.
Ich bring sie in Bedrängnis
Durch meine Naschsuchtnot.
Wie Lampions umkleiden
Hüllen die süße Frucht.
Sollen Genuss vermeiden
Für den, der es versucht.
Das Ziel doch zu erreichen,
fällt später sichtbar leicht.
Natur setzt bald ein Zeichen.
Der Mantel zart erweicht.
Die Haut beginnt zu schwinden
Zurück bleibt nur Gerüst Weiterlesen

Oktoberfeuerwerk

buntes Laub 1Oktoberfeuerwerk

Ich weiß nicht, was soll das bedeuten,
Dass Blätter so farbig sprühn.
Wie ein Wunder sind unsere Breiten
Im Herbste schön anzusehen.
Ich hebe ein Blatt
bunt vor Farbenrausch
Es fiel grad vom Baume zu mir
Der malerische Farbentausch
Zeugt eigentlich von Begier.
Das reichste Bild zeigt sich im Tod.
Ein Feuerwerk beim Sterben.
Das Blatt das sich so farbig bot,
will nichts damit erwerben.
Kein Käfer beißt, keine Larve frisst
Von dem verzücktem Blatte.
Das Zauberwerk es bleibt und ist
Ein Lustspiel, das ich hatte.
Sechs Monde grün, dann plötzlich bunt
Wo steckten nur die Farben? Weiterlesen

Angereift

ReiflichesAngereift

Über die letzte Nacht
Hat Sternenklarheit
Zauberhaften Frost gebracht.
Brennnesselblätter
Funkeln zart angereift
im Novemberwetter.
Gestern noch
war das überjährige Gras
noch restgrün
Und regennass.
Im kühlen Morgenlicht
Bricht
die Sonne sich.
Blanke Kristalle
Verzuckern
der Halme Strukturen
Eine Distelrosette
Zeigt ihre glitzernden Zähne,
So als hätte
Sie sich
auf der frostkalten Haut
silbrige Sägen aufgebaut. Weiterlesen

Monets Seerosen

SeerosenMonets Seerosen

Malerische Natur
Was ist das nur?
Was lässt mich zum Pinsel greifen,
Blicke über Landschaft streifen,
Augen in der Rose brennen,
Bis sie deren Farbe kennen?
Claude Monet war tief beglückt,
Wie die Seerose sich schmückt
Mit so herrlich weißen Rosen,
die den Weiher lieblich kosen.
Immer wieder sucht er Stunden,
die ein neues Licht gefunden.
Jedes Bild von seinem Teiche
Zeigt bei weitem nicht das Gleiche.
Mal sind dämmrig mild die Töne,
Dann zeigt blendend sich die Schöne.
Immer anders fällt das Licht,
das sich in dem Wasser bricht. Weiterlesen