Gerhard Laukötter's Blog

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Die Kunst der Landwirtschaft Auf dem Kartoffelacker sind Häufefurchen versprungen. Ist hier altes Ackerhandwerk misslungen? Sonst sind die Reihen doch bäuerlich akkurat bei Spargel, Erdäpfeln und Getreidesaat. Oder war am Ende der Bauer irgendwie high – zauberte im Wahn diese Zacken herbei? War ihm die Geradlinigkeit einfach zuwider oder schoss ein Krampf durch die ackernden Glieder. Hier bleibt der Augenblick länger gefangen. denn die gewohnte Symmetrie geht abhanden. Landwirtschaft und Kunst sind… Weiterlesen

Im schönsten Wiesengrunde Im schönsten Wiesengrunde da brüten Vögel gern. Ich fand das Glück der Stunde – war diesem Bild nicht fern. Aus feuchtem Wiesengrunde spross violett ein Kraut in tausendfacher Runde Knabenkraut glücklich schaut. Noch nie sah ich solch Stätte so bunt im Farbenflor. Im grünen Grasenbette sich Schöpfung reich verlor. Die Orchideen waren die Tüpfel auf dem I.

Orchideenversammlung Ich hatte diese Insel früher schon gebucht – den Tulpen- und Lilienfrühling dort gesucht. Amsterdam lag dabei gar nicht so fern Doch auf dem Texel-Eiland da war ich gern. In diesem Jahr reiste ich später dorthin. Soeben von dem Juni war der Anbeginn. Die Osterblüher standen welk, im Lichte tot – die großen Felder ohne jedes Gelb und Rot. Dieses Mal sah ich ganz andere Pflanzen. Die Neugierde groß, ließ die… Weiterlesen

Jeder Bach sucht seinen Weg Das Wandern ist des Menschen Lust über Stock und Stein mit forscher Brust. Der Wege gibt es ohne Zahl – sich zu entscheiden bleibt die Qual. Wer seine Schritte fleißig macht, hat es im Leben weit gebracht. Der Wandergeist wird frisch und wach, begegnet er dem hellen Bach. Das Wasser reist auf krummen Touren und wo es war, hinterlässt es Spuren. Jeder Bach der sucht sich seinen… Weiterlesen

Ein Bach Ein Bach wird aus der Tiefe wach. Aus irdenem Schoß Wasser abfloss – die offene Stelle eine Quelle. Kalt und klar seit 10 000 Jahr rinnt ein magerer Strahl stetig ins Tal. Aus der Unterwelt da hält sich kaum ein Tier im ersten Lichte hier. Wer hier lebt am Moos oder Steine klebt, ist mit Wenigem zufrieden. Kieselalgen werden abgerieben. Ein morsches Blatt wird verdaut, Totholz zerkaut. Die Lebensraumstube ist… Weiterlesen

Quellfrischer Fingerzeig im Eckenbachtal Zehn kleine Schnecken kleben an meinem Zeigefinger. Seit Ewigkeiten leben die klitzekleinen Dinger in dieser Quelle nah am Rand von einem Waldesstück. Was ich dort sonst noch fand, ist einfach Wasserglück. Im tiefen Grund gekühlt schüttet die Wasserspende. Die kleine Welle spült mir gerade nass die Hände. In kalter Wasserstube liegt brüchiges Gestein. Am Rande eine Grube. da suhlt schon mal ein Schwein. Geäst in kurzen Trümmern dazu… Weiterlesen

Buntes vom Nil Ein Gänsepaar hockt auf der Weide In einem farbenbunten Kleide. Ich kenn sie nicht, betrachte sie Als zugereistes Federvieh. Mit braunen Brillen um die Augen, Die als Erkennungsmerkmal taugen, Brauch ich an Literatur nicht viel: Die Gänse stammen wohl vom Nil. Seit sich das Klima weiter wärmt Manch Ganter hier die Gans umschwärmt. Die Vögel lieben satte Weiden. Dort brauchen sie nicht Hunger leiden. Sie nisten gern in Baum… Weiterlesen

Quellpfade Mal tröpfelnd Mal schießend Mal rieselnd Mal fließend Aus Felswänden springend In Bergwiesen windend In Tümpeln geboren In Mooren verloren Von Wäldern beschattet Von Moosen ummattet An Steinen geschwunden Im Blattwerk verschwunden Mit Ästen gespielt In die Sonne geschielt Durch Sande gekrochen Und am Bärlauch gerochen Salamander bespritzen Sich verlieren in Ritzen Auch mal überschäumen An Wurzeln von Bäumen Hüpfen und springen Gläserne Lieder singen Und mit wachsendem Strahl Hinunter ins… Weiterlesen

Butter bei die Pilze! Am Waldparkplatz wird es nun voll Es drängeln sich hier Wagen. Bis dass der Korb dann überquoll, Blieb man an Sammeltagen. Die Pilzezeit lockt in den Wald. Fernab schwärmt man von Wegen. Dort zücken sie die Messer bald Der Fruchtkörper wohl wegen. Hier Täubling und dort Hallimasch Sind gierig schnell geschnitten. Die landen heute im Gulasch Geschmort nach alten Sitten. Ist Wurm (Made) im Pilz, der Schirm zu… Weiterlesen

An der schönen Renau Nah am kahlen Asten da quillt die Renau hoch oben am Hang. Ihr kühles und klares Wasser stillt Dem Durstigen bei seinem Gang. Inmitten von Milzkrautkissen Fließt Grundwasser  frei und so hell Alpenstrudelwürmer sie wissen Dies ist ein gar köstlicher Quell. Sie treffen dort kleinste Schnecken mit feinem Opalschimmerhaus. Die weiden in allen Ecken Und schauen so niedlich aus.