Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Quellpfade Mal tröpfelnd Mal schießend Mal rieselnd Mal fließend Aus Felswänden springend In Bergwiesen windend In Tümpeln geboren In Mooren verloren Von Wäldern beschattet Von Moosen ummattet An Steinen geschwunden Im Blattwerk verschwunden Mit Ästen gespielt In die Sonne geschielt Durch Sande gekrochen Und am Bärlauch gerochen Salamander bespritzen Sich verlieren in Ritzen Auch mal überschäumen An Wurzeln von Bäumen Hüpfen und springen Gläserne Lieder singen Und mit wachsendem Strahl Hinunter ins… Weiterlesen

Butter bei die Pilze! Am Waldparkplatz wird es nun voll Es drängeln sich hier Wagen. Bis dass der Korb dann überquoll, Blieb man an Sammeltagen. Die Pilzezeit lockt in den Wald. Fernab schwärmt man von Wegen. Dort zücken sie die Messer bald Der Fruchtkörper wohl wegen. Hier Täubling und dort Hallimasch Sind gierig schnell geschnitten. Die landen heute im Gulasch Geschmort nach alten Sitten. Ist Wurm (Made) im Pilz, der Schirm zu… Weiterlesen

An der schönen Renau Nah am kahlen Asten da quillt die Renau hoch oben am Hang. Ihr kühles und klares Wasser stillt Dem Durstigen bei seinem Gang. Inmitten von Milzkrautkissen Fließt Grundwasser  frei und so hell Alpenstrudelwürmer sie wissen Dies ist ein gar köstlicher Quell. Sie treffen dort kleinste Schnecken mit feinem Opalschimmerhaus. Die weiden in allen Ecken Und schauen so niedlich aus.

Kinderköpfe Wenn Kinderköpfe zusammen stecken, dann gibt es wohl was zu entdecken. Gefischt wurde am Bach und Teich – Im Netz da zappelte es gleich. Ein Stichlingsbaby zart und fein Wurd Sensation für Groß und Klein. Es war, als sähen sie erst heut, Ein winzig Fischlein hoch erfreut. Die Nasen tauchten fast ins Wasser Und Fingerspitzen wurden nasser. Ein jedes Kind suchte ganz nah Kontakt zu dem, was grad geschah.

Totes Holz Ich bin so stolz Auf totes Holz. Was wär der Wald Doch arm sobald, wenn lägen nicht Die Leichen dicht. Ob Stamm, ob Ast Ich traue fast Den Augen nicht, Was kommt ans Licht: Aus morschem Baum wächst Artentraum. An keinem Platz Liegt solch ein Schatz. Man spürt grad hier Die Lebensgier.

Ephemera – Hochzeit ohne Wiederkehr Was will ein langes Nymphenleben Eintagsfliegen eigentlich geben? Es dauert meistens rund ein Jahr, bis solch Insekt dann fertig war. Einige brauchen doppelt so lang Für den geflügelten Übergang. Ist Fliege frei, muss sie sich häuten, eh endlich dann die Glocken läuten zum Hochzeitsflug über Bach und Fluss, wo Ephemera bald enden muss.

Tümpeln macht Spaß! Aus dem Kindergarten kommen zwanzig Dötze aufgeregt. Haben Siebe mitgenommen gelbe Kleidung angelegt. Heute wollen sie Großes jagen Fische, Frösche, Molch und Co. Freuen sich seit vielen Tagen auf den ersten Wasserfloh.

Huckepack Der Frühlingstag im Monat März War mild mit etwas Sonne. Er öffnete mir leicht das Herz Für Frohsinn reich an Wonne. Im Garten wurd der Trauerflor Von manchem Beet genommen. Es sprießt und keimt so rasch empor, hat Frühlingsschwung bekommen.