Gerhard Laukötter's Blog

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Nebulöses Von Erlenhänden eingefasst hält sich versteckt der kleine Weiher. Als leichteste von aller Last schwebt über ihm ein Nebelschleier – weich über schwarze Spiegelhaut. Wo feuchte Dünste flauschig küssen, solange bis es Wasser taut, wo Spinnenfäden lange wissen, wie Tröpfchen hängen perlgesäumt, da kann Natur verweilen. Im fahlen Morgenschwaden klebt manch nachtgekühlter Wassergruß. Verschlafener Binsen wirkt verträumt. Beträufelt schwimmt die Wassernuss. Advertisements

Im Frühtau Im Frühtau funkeln tausend Tropfen. Feinnebel haucht durchs Spinnennetz. Wenn Winde an die Perlen klopfen, da bangt die Schönheit hier und jetzt. Die erste Sonne lässt brillieren so wundervoll die Kugelzahl. Das Kunstwerk wird schon bald verlieren Jed Spinnennetz hängt wieder kahl. Um diesen Moment hier zu gewinnen, muss aus dem Bett ich zeitig fliehn. Da schlafen noch wohl alle Spinnen, die aufgewärmt die Fäden ziehn.

Ein Sommernachtstraum Heute liegt ein Sommernachtstraum am späten Abend weit im Raum. Der Tag, an dem der Regen kam, blieb abgekühlt noch wohlig warm. Der Boden nahm die Feuchte gern. Die letzten Tropfen waren so fern. Nun steigt der Nebel aus den Weiden Die Kühe sich mit Schwaden kleiden. Nachtfalter sind gerade aufgewacht. Es liegt Besonders in der Nacht. Aus Gerstenfeld im letzten Licht ein wunderbares Gold erbricht. Über dem Ährenmeer schwebt… Weiterlesen

Schwaden Wie aus dem Nichts schwebt Nebel ein – Tröpfchen so dicht und ultrafein. Im Wiesengrund hängt Silberband von Abendkühle aufgespannt. Am Horizont versinkt viel Röte. Der Sonnenball kriegt Abstiegsnöte zeichnet Silhouetten, Baumgestelle am Horizont mit Wolkenwelle. Das Nebelband schwillt in die Breite greift dabei zärtlich in die Weite, verliert sich bald im Abendgrau. Sein Ende sehe ich nicht genau.

Herbstnebel Gestern noch schwangen sich Mosaikjungfern ganz ausgelassen über den Gartenteich hin und her. Nichts war ihnen zu schwer. Aber die Nachtsterne ließen viel Kälte sinken. Im Morgenhauch will der Nebel schminken. Auf dem leeren Wiesental schmiegt sich ein schwebendes Tuch. Von der Feldeiche vergeblich ich such ihr knorriges Kronengeäst Der Dunstschleier hält es noch fest. Wie verwunschen ist heut diese Welt. So trübe das Licht kaum erhellt. Am Spinnfaden hängen Tropfenreihen,… Weiterlesen

Wegeleben Manche Wege führen kurz zum Ziel. Außer Fahrspuren zeigen sie nicht viel. Ein Trecker kommt gut zur Weide hin. Da macht ein Weg auch schon mal Sinn. Aus Bauschutt ließ er sich gestalten. Der Trümmerbruch kann Form gut halten. Doch wenn die Reifen Boden greifen und diesen rollend hier abstreifen, dann wächst der Weg ins Grüne bald nur Fahrspuren, die lässt das kalt. Die Bauschuttreste schlämmen ein. Da darf dort bald… Weiterlesen

Vernebelt Der Tag wollte nicht wach werden. Eine Nebellast erdrückt die Erden. Durch grauen feinsten Tröpfchenstaub Wird blindes Licht zum Wetterraub. Am Boden trieft so kalter Schweiß. Die Welt erscheint heut schmutzig weiß. Es schwebt viel Wasser durch die Luft – gar niemand hier nach Morgen ruft. Mein Sinn verfolgt die trübe Spur gezwungen durch die Urnatur. Vorsichtig treten erste Silhouetten aus trügerischen Schleierbetten. Ein februarnacktes Baumgerüst als Scheme von dem Dunste… Weiterlesen

Die Haut des Wassers Unsichtbar sichtbar ist die Haut, wenn man auf einen Tropfen schaut. Nach Nebel oder Nieselregen Rollen uns Perlen hell entgegen. Das Lupinienblatt ist tausendfach Mit Wasserperlen aufgewacht. Der Regen war so zärtlich fein – Da wuchsen Tropfen ungemein. Das Blatt funkelt wie ein Collier. Verspiegelt ich das Licht hier seh. Was Wasser so zusammenhält, Die Schule hat mir das erzählt. Ich frage mich heut morgen bloß: Wann fließt… Weiterlesen

Oktoberlicht Mildwarmes Oktoberlicht Durch halbentlaubte Äste bricht. Der matte weiche Sonnenschein Fällt in die Landschaft schmeichelnd ein. Das neu versäte Gerstenfeld Ein frühlingshaftes Grün erhält. Vom Dorfesgrund der Kirchturm ragt Und erster feiner Nebel wagt, ihn leichtzart zu umschweben. Aus Oesede sich erheben Bauwerke nicht jedes schön. Doch in dem guten Lichte Geht die Kritik zunichte An all dem Flächenverbrauch. Selig liegt Abendhauch Über den Häuserzeilen. Mein Blick will lang verweilen.

Tröpfchenspiele Tröpfchenspiele Gibt es unendlich viele. Was eine Nebelnacht An Tröpfchen so macht Phänomenal Ist diese Zahl. Tausend Sterne In weiter Ferne Sind nur der Beginn Nicht endender Sendender Lichtjahre. Das wahre Gesicht Das Milchstraßenlicht Bleibt verborgen Auch morgen. Tröpfchen verschwinden In Winden. Oder sie fließen Ergießen Sich zu einem Fluss. In ihrem Kuss Gehen sie verloren. Geboren Wird an der Stelle Vielleicht eine Quelle. Tröpfchen kleben An Spinnenweben Verzaubern auf Zeit…. Weiterlesen