Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Immer im Fluss Zaghaft tröpfeln, schüchtern fließen Quellgeburt oft ärmlich klein, aus der Tiefe kühl ergießen Wasser will so flüchtig sein. Kaum aus Finsternis entlassen wird der Born im Stürzen schnell. All die frischen Wassermassen blinken jugendlich ganz hell. Aus der Quelle wird der Quellbach Sein Geschütt rinnt weiter kühl. Leidenschaft wird langsam wach. In den Wassern tanzt mehr Spiel. Steine rollen, Blätter treiben übern Ast die Welle springt. Wasser will sich… Weiterlesen

Vom Eise befreit Tief beschneit liegt alles dar. Reif verzuckert Knospenspitzen. Schneidend kalt, die Luft klirrt klar. Frost sticht in die letzten Ritzen. Alles Leben scheint erfroren. Mäuse kriegen rote Ohren. Pflanzen halten strengste Ruh, denn der Winter deckt sie zu. Horch, was gurgelt, flüstert leise unter mächtig starkem Eise plätschert helle Melodie klare Töne – hörst du sie?

Im Vorbeigehen Dieser Quell am Wegesrand blieb bisher noch unbekannt. Allzu viel gibt´s nicht zu sehen, also heißt es weitergehen. Die kleine Quelle trägt Morast. Dunkelbraun steckt toter Ast, der mit seinem morschen Rumpf ragt zur Hüfte tief im Sumpf. Rein und sauber ohne Tadel ohne Abfall, faulem Schlick wohlgeboren mit viel Adel auserkoren muss der Quick. Quellen schön wie junge Damen vornehm, blass und meistens kühl fragt man sie nach ihren… Weiterlesen

Quellgeflüster Überaus vorsichtig tasten sich dünnhäutige Wasserfilme an das Licht des Tages. Sie lecken durch feinste Ritzen, durchstöbern mit weicher Berührung viel Herbstgerümpel im lichter werdenden Buchenwald. Ein morschmodriger Ast liegt allem Fließen quer. Pulsierende Spuren zerspleißen zu Adern, weichen Hindernissen aus, um sie dann sanft zu umspülen. Irgendweit klingeln kristallene Tropfen stürzen als hellblanke Töne in den gehöhlten Stein.

Klein aber fein Ein ziemlich zartes Larventier wohnt gern an dunkler Stelle. Triefnasses Laub, das zeigt auch dir den Geburtsort: eine Quelle. Aus einem Köcherfliegenei schlüpft hier am kühlen Ort ein Winzling in dem Blätterbrei, will köchern ab sofort. Die allerfeinste Seide nur, das Lärvchen spinnt sie bald zu einem dünnsten Kleide pur. Im Wasser ist`s so kalt. Doch schützt dies Traumgewande den weichen Körper kaum. Verklebt werden nun Sande am Seidenmantelsaum.

Quelle – wo bist du? Ganz irgendwo traf ich auf diesen Stein sah ganz so aus, als läge dort Gebein. Nein, dieser Ort war Gottesacker nicht. Durchs Buchendach fiel nur gedämpftes Licht. Das Kupferschild ein wenig oxidiert, auf dem ist „Quelle“ eingraviert. In schönster Schreibschrift les ich das – doch diese Stelle – alles andere als nass. Hat irgendwer sich einen Scherz erlaubt? Ist aller Wasserstrahl hier fortgeraubt? Wo plätschert hell und… Weiterlesen

Im Hang Aus felsenharter Brust da quillt ein Wässerchen ganz zart verspielt. Am kalten Stein, der quer gestellt die Flüssigkeit sich hüpfend wellt. Das frühe Lied der Wasserspur kennt helle Töne nur in Dur. Zwei Meter ist der Weg fast nackt- dann wird der Strahl vom Moos umpackt. Vom grünstem Blattwerk rollen Tropfen. Nichts will die Freiheit hier verstopfen. Was dann sich zeigt, ist wunderschön im jungen Mai jetzt anzusehen. Wo quellig… Weiterlesen

Ein Bach Ein Bach wird aus der Tiefe wach. Aus irdenem Schoß Wasser abfloss – die offene Stelle eine Quelle. Kalt und klar seit 10 000 Jahr rinnt ein magerer Strahl stetig ins Tal. Aus der Unterwelt da hält sich kaum ein Tier im ersten Lichte hier. Wer hier lebt am Moos oder Steine klebt, ist mit Wenigem zufrieden. Kieselalgen werden abgerieben. Ein morsches Blatt wird verdaut, Totholz zerkaut. Die Lebensraumstube ist… Weiterlesen

Quellfrischer Fingerzeig im Eckenbachtal Zehn kleine Schnecken kleben an meinem Zeigefinger. Seit Ewigkeiten leben die klitzekleinen Dinger in dieser Quelle nah am Rand von einem Waldesstück. Was ich dort sonst noch fand, ist einfach Wasserglück. Im tiefen Grund gekühlt schüttet die Wasserspende. Die kleine Welle spült mir gerade nass die Hände. In kalter Wasserstube liegt brüchiges Gestein. Am Rande eine Grube. da suhlt schon mal ein Schwein. Geäst in kurzen Trümmern dazu… Weiterlesen

Die kleine Quelle Sie ist so unspektakulär. Gibt immer nur sparsam ihr Wasser her. Sie murmelt tief im Walde versteckt Quillt durch Gestein und erscheint fast verdreckt. Im Wasserbettchen liegt Unrat reich – Da wird das alte Buchenblatt weich. Auch moderndes lang totes Holz Macht diesen Ort nur wenig stolz. Moosbäckchen bringen immerhin Auf Stein gewachsen zartes Grün. Die Quelle hat kaum was anzubieten Ein ärmlicher Lebensraum voller Nieten. Und dennoch wird… Weiterlesen