Gerhard Laukötter's Blog

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Urquell Wo kaltes Wasser quillt ans Licht, Beginnt fließende Schöpfung. Mehr als ein Rinnsal ist es nicht Und dennoch nah am Ursprung. Bei Arnsberg liegt im Hang gekerbt Umschattet kühl von Bäumen – Die Eiszeit hat sie uns vererbt – Die Quell mit Moosessäumen. Nun stehe ich genau am Ort, wo Wasser flüsternd singt – Setzt ewig seine Reise fort – Plätschern hier hell erklingt. Werbeanzeigen

Verbaute Quellen Verbaute Quellen versteinert entstellen Des Wassers Gesicht. Im toten Auge bricht Aus dem Mauerspalt So tränenkalt Wasser voll Trauer. Fassungsbauer Haben selten erkannt, dass Menschenhand engt Erdenmund wie Felsenschlund – wo Wasser quillt, so frei, so wild.

Berührungen Silberperlen tröpfeln ab Moosrosetten werfen Kugeln Kühlen Wassers auf den Stein. Gläsern spritzt der Wasserschein. Morsches Holz im Nässekleide Neben blankem Kieselgrund, zartes Quellkraut ragt beiseite aus dem Wasserspiegelmund. Flüsternd, murmelnd, leise plätschernd Spricht die Quelle Laut für Laut. Mal verborgen, dann ganz offen Lauscht man, wie sie Wasser kaut. Kalt verklebt in Stapelschichten Modert ErlenEschenlaub. Höhlenkrebse hier verrichten Kauend ihren Blätterraub. Bittres Schaumkraut, Brunnenkresse Milzkraut neben Mierenstiel, Sumpfveilchen in nobler… Weiterlesen

Rohrquelle Ruhr In märchenhaften Zeiten floss diese Quelle schön. Was Menschen ihr bereiten, können wir seit Jahren sehn. Seit hunderteinundsechzig Jahren trägt diese Ruhr ihr Schicksal Mit Fassung – ganz erfahren. So will man es nun mal. Die Quelle wurd zum Denkmal – So traurig wie manch Grab. Als Todestag steht diese Zahl, an dem Natur hier starb.