Gerhard Laukötter's Blog

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Altarmer Gesang Von dem Flusse längst verlassen liegt ein Altarm träge hier. Schilfröhricht in dichten Massen schafft ein schirmendes Spalier. Doch ich will das Wasser sehen, wie es spiegelt Sonnenlicht. Muss wohl Trampelpfade gehen, mancher Halm dabei zerbricht. Plötzlich hör ich lautes Singen Vogellied in reinster Kunst. Diese Töne herrlich schwingen wie vom Schicksal eine Gunst.

Schilfe wehen Rascheln, flüstern, wispern Berührungen, die knistern, Wenn Winde Schilf durchstreifen, beginnt ein Chor zu pfeifen. Blaugrünes Blättermeer Rauscht sanft durchwühlt Meist von Nordwesten her Wird luftgekühlt. Elastisch Halme wogen. Sie pendeln weich im Kreis Und schwingen ihren Bogen Mal lauter, mal ganz leis.