Gerhard Laukötter's Blog

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Sieben Admiräle Sieben auf einen Streich – ich sehe sie zugleich. Es flattern schmucke Admiräle Sieben, wenn ich sie hier zähle. Alle haben sich hübsch rausgeputzt Die Uniform ist nicht verschmutzt. Der Körper ist ganz braun behaart. Oranger Ring folgt dann apart, Flügelspitzen rabenschwarz beschuppt mit weißen Flecken keck betupft. Wie aus dem Himmel lichtes Blau zeigt sich am Rand der Flügelschau. Die Admiräle inspizieren am Boden dort mit anderen Tieren die… Weiterlesen

Blutweiderich Rotviolette Blütenlanzen verströmen süßlich Sommerduft. Um den Weiderich eng tanzen beglückt Insekten durch die Luft. Weißlinge flatternd landen auf dem reichen Blütenstand. Auch Kleine Füchse fanden dieses schöne Nektarland. Zitronenfalter sind längst da saugen hungrig frische Säfte. Ein buntes Augenfalterpaar sammelt hier mal neue Kräfte.

Lindenschwärmer Seit Tagen drückt der Duft vom Flieder. Die Vögel proben fleißig Lieder. Das Blattgrün treibt mit stolzer Wucht. Am Kirschbaum zeigt sich erste Frucht. Fünf Frösche quaken sexgequält. Bald wird die Liebste ausgewählt. Der Maienabend ist heut wärmer. Da flattert vor mir nah ein Schwärmer. Tief unten in dem Wiesengras mein Finger ihn vom Boden las. Nun klettert dieser plumpe Falter – ein Jahr zählt wohl sein Lebensalter – bedächtig über… Weiterlesen

Raupen Bis in die Puppen fressen Jegliche Figur vergessen Der Bauch quillt dick und rund Is(s)t dennoch meist gesund. Raupen schnetzeln tief im Kohl Fühlen sich dort pudelwohl. Raupen lieben Salatblätter Werden davon immer fetter. Raupen nagen selbst an Nesseln, an die sie sich mit Seide fesseln. Im Erdenreich sind Engerlinge Beim Wurzelfraß stets guter Dinge. Viele Raupen sind nicht schön – andre ganz hübsch anzusehn. Im Innern ihrer Raupenhaut Sich Neues… Weiterlesen

Schmetterlinge lachen mit Der Frühling will schon Sommer werden. Die Sonne heizt heut mächtig ein. Es sprießt hervor aus weichen Erden. Manch Pflänzchen möchte erstes sein. Der Vögel Laune schallt zum besten. Viel Liebeslied tönt im Gesang. Ein Himmel blau von Ost nach Westen – stimmig erfüllt mit Zwitscherklang.

Am Sonnenhut Dem blass gefärbten Sonnenhut Dem steht der Kleine Fuchs recht gut. Der Schmetterling saugt Blütensaft. Das ist für ihn wie Motorkraft. Im Flatterflug spät im August Hat er auf süße Blüten Lust. Dort zeigt er gern sein Schuppenkleid Öffnet die Flügel dafür breit. Die Sonne wärmt das schöne Tier Sein Rüssel saugt das Elixier, das ihm die Pflanze offeriert und auf Befruchtung spekuliert.

Moonlight Shadow am Gartenteich Ein überwarmer Tag wird müde. Um zehn Uhr abends breitet sich schon viel mehr der Dunkelheit über das Ufergesträuch des Gartenteiches als noch zur Mitsommerzeit. Vom Inneren des Backhauses lasse ich einige liebgewonnene Oldies abspielen: „Mysterious“ steht auf dem Cover. Nach „Adiemus“ und noch weiteren kirchenmusikhaften Songs Höre ich aus den im Röhricht versteckten Lautsprechern Mike Oldfields „Moonlight Shadow“ – ein Stück das mir bereits Anfang der Achtziger… Weiterlesen

An der Tankstelle Die Alantblüte duftet weit. bietet so süße Säfte. Im grünlichgelben Schuppenkleid Sammelt er neue Kräfte. Zitronenfalter auch genannt Wird dieser Schmetterling. Seit Kindestagen gut bekannt So manchen ich einst fing. Wir wollten ihm ganz nahe sein Betasten seine Flügel An Tagen voller Sonnenschein Am mohnumblühten Hügel. Heut treff ich ihn im Kräuterbeet. Er ist erst grad gelandet. Der Alant leuchtend gelb hier steht Mit großem Blatt gewandet.

Traubenkirschengespinstmottenimaginalschlupfterminbestätigung Vor Wochen haben sie begonnen, Die Traubenkirschen kahl zu fressen. Dann haben sie alles umsponnen – Nicht einen Ast dabei vergessen. Bald glänzte hell die Silberhaut, Bis Raupenheer schlief in den Puppen. Doch wer zu wenig hat verdaut, erwacht wohl kaum mit frischen Schuppen. Sechs Wochen sind ins Land verstrichen, da kehr ich an den Ort zurück, Das Raupenbild ist längst gewichen: Der Silberbaum ist grün zum Glück.

Dinner für den Admiral Es war einmal Ein älterer Admiral. Der gaukelte Umher im warmen Septemberlicht – Was für ihn spricht – Er war auf der Suche Erregt vom Geruche Nach süßen Genüssen – Nicht etwa Küssen – Überreife Früchte belebten die Süchte. Wundersame Düfte Durchwirkten die Lüfte. Der alte Admiral roch Den fauligen Apfel doch. Seines Fleisches Süße Sandte gierige Grüße Zum Fühler hin Der riechende Sinn Brachte das Faltertier Dann… Weiterlesen