Gerhard Laukötter's Blog

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Verdammt lang her Verdammt lang her, dass dieses altbizarre Stück – kam irgendwann irgendwoher – fand in meine Hand zurück. Schier unvergänglich Schalenreste verbacken sedimentär mit Kies. Erhaltungszustand kaum der beste aber bei weitem auch nicht mies. Verdammt lang her, seitdem Muscheln wie Schnecken in diesem Konglomerat fest stecken. Von weitem betrachtet da erscheint das Ganze zerbrechlich – wie man meint. Ich möchte alles in Schichten zerlegen. doch von wegen! Kein Krümel… Weiterlesen

Schneckenhäuser So manches Tier lebt viel zu nackt, dass es sich besser gut einpackt. Ist Köcherfliege junge Göre, baut es für sich ne Wohnungsröhre. Der Muschelkörper fühlt sich weich. Eine Schale löst dies Problem sogleich. Manch Schnecke sieht sehr vornehm aus, kriecht sie umher im eignen Haus. Am Anfang ist dies winzig klein – da muss ja auch nicht viel hinein. Doch wächst das Haus nun jeden Tag Vom Mantelrand kommt Kalkbelag…. Weiterlesen

Im Schneckentempo Zwei Weinbergschnecken zeigen mir, wie Tempo schleicht gerade hier. Fast jedes Foto macht sich scharf bei solchem Schnelligkeitsbedarf. Die Schalentiere schleimen sanft sind an der Sohle kaum verkrampft. Ganz lautlos ohne jeden Schritt hält Langsamkeit und Ruhe fit. Die Fühler sind weit vorgestreckt, damit die Schnecke früh entdeckt, was ihrem Weg sich quergestellt so hat sie alle Zeit der Welt, auf nichts zu spät zu reagieren, um Gelassenheit so zu… Weiterlesen

Schnirkelschnecken Wenn man sie aufsucht, sind sie immer zu Haus. Bei nieseligem Wetter Kommen sie gern auch heraus. Wie beim Wurm, sich im Nassen regen, Dabei auch noch Kontakte pflegen, Das ist ihre Daseinsdevise Im Garten, am Saumrand der Wiese. Ihre Körper gleiten sehr weich. Sie sind am Schleime so reich. Unter dem wulstigen Fuß Bleibt Sekret stets im Fluss. An der Stirn treten Fühler hervor Hätte sie welche – dann vor… Weiterlesen

Schleimzauber Am feuchten Abend, in der Nacht Hat eine Schnecke Schleim gemacht. Im Schneckentempo ja da kroch Sie einen Stängel langsam hoch. Am Ende ragt die Blütendolde da schlich sie hin und her die Holde. Sie hinterließ am Blütengrund Einen Schleimesfilm so kunterbunt. Heut Mittag schillert er und glänzt – Hat traute Schönheit noch ergänzt. Wie Silberschals spannt das Sekret, Das hier vom Stiel zum Stiele strebt.

Seltsame Spuren Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns bei näherem Hinsehen ungeahnte Erkenntnisse bereiten. Was ist wohl hier geschehen? Die Gartenbank ist fein verwoben Mit Spinnenwebenhaut. Etwas Schillerndes hat mich bewogen, dass ich hab länger hingeschaut. Eine silbrige Bahn quer über die Fäden Bildet rätselhaft hier eine Spur. So etwas dürfte es nicht geben. Doch der Beweis der bleibt recht stur.

SCHNECKENZÄHNE Mit Knoblauchbutter ja da schmecken Den Menschen gar die Weinbergschnecken. Die großen Nackten in dem Garten Kaum Lob von uns für sich erwarten. Die meisten Schnecken auf den Erden Human nur schwach geliebt wohl werden. Im Meer da sehen wir bunte Töne Denn Schnecken zeigen dort das Schöne.