Gerhard Laukötter's Blog

Archiv

Als ob vom Himmel Farben regnen Unser Nachbar ist sehr kreativ Was hier zu sehen – etwas schief ist ein in den Raum gestelltes Objekt, das sich befreit zum Himmel reckt. An sich verkörpert es nur Glas, hat von der Tür etwa das Maß. Dann nahm der Künstler Acrylat ließ Farben fließen bunt und satt. So stand die Wand auf grüner Au – wenn dann der Himmel auch mal blau – dann… Weiterlesen

Eisvogel Einen Eisvogel wollte ich schon immer einmal aus der Nähe sehen. Heute sollte dies geschehen. Sein stahlblaues Gefieder zeigt sich leider aus keramischem Ton. Das wusste ich aber vorher schon. Doch mit einer Schneekrone geschmückt war der Anblick irgendwie verrückt. Am Schnabel hing ein eisiger Ball, der stand kurz vor seinem Fall – als sei der komische Vogel auch noch verkühlt. Die Fantasie wieder mit mir spielt. Lassen wir diesen Eisvogel… Weiterlesen

Im Schneetau geboren Das bisschen Schnee von gestern taut. Was dottergelb hervor hier schaut, sind Winterlinge deren drei – sehnen den Frühling schon herbei. Vor Tagen föhnte warm das Wetter. Aus dem Boden trieben grüne Blätter. Bad schob sich hoch ein Knospenrund. Am anderen Tag war es hier bunt. Frühlingserwachen währte kurz. Beim nächsten Winterkältesturz streuten die Wolken Schneekristalle.

Geknickt Was mein Auge im Schnee erblickt, ragt einsam aus dem Teich – total geknickt. Ich ahne kaum, was es mal war. Doch spätes Schicksal kommt mir nah. Stolze Blätter im prallsten Grün gab es im Mai wohl hier zu sehen. Doch lang vorbei sind Wonnezeiten – der Rest so leer von Eitelkeiten. Im späten Sommer ging es los, war einstige Stärke nicht mehr groß. Das Blatt hing schlaff mit gelber Spreite… Weiterlesen

Nur Schnee von gestern Das sieht schon ziemlich affig aus: Ein Schimpanse weiß im Morgenschnee Doch diesen kleinen Augenschmaus ich längst schon nicht mehr vor mir seh. Fast so schnell, wie er zu Boden sank schmolz der Schnee auch wieder fort. Der Winterepisode gebührt mein Dank für diesen so zartweißen Ort. Ein paar Stunden zeigt sich hier Idylle ein Wintermantel gerad für einen Tag. Da kommt schon etwas Vorfreudestille, die ich zur… Weiterlesen

Ein wenig Schnee Ein wenig Schnee der tut kaum weh. Die weiße Pracht segelte sacht aus dunkler Nacht. Mit Puderzuckerglitzerstreu macht er die Welt wie winterneu. Die Blume gelb noch aufgeblüht ist plötzlich starr und eisgekühlt. Dort, wo die Erd noch bodenwarm, sie erstem Schnee das Dasein nahm. Dem Mauerstein schon windeskalt der Schnee füllt ihm den Fugenspalt. Ein wenig Schnee kann so beglücken – kann meine Spur in ihn heut drücken…. Weiterlesen

Zärtlich verzweigt Ein Hauch von Schnee hat über Nacht die Zärtlichkeit dem Wald gebracht. Auf jedem dunklen Winterast liegt schmeichelnd eine Federlast. Der Baum, der gestern düster schaut, erscheint im Morgenlicht als Braut, die sich im weißen Federkleid so elegant den Welten zeigt. Ein wenig Schnee reicht da schon aus. Für Wintermäntel gibt`s Applaus. Die Zweige schwingen plötzlich leicht. Ein Flöckchenpelz alleine reicht, die Schwere aus dem Bild zu wischen und Flockenschweben… Weiterlesen

Snowbells Januarschnee schmilzt zart dahin, lässt Winterkleid erweichen. Im nassen Weiß ganz mittendrin Blüht auf ein Frühlingszeichen. Schneeglöckchen läuten hell im Hauch, der ziellos umher windet. Am dornbewehrten Rosenstrauch Sich letzte Butte findet. Im Winter bleibt manch Glöckchen still. Fern ist das Maiensummen. Die Pflanze dennoch strahlen will – Ganz ohne Majas Brummen.

Schnee von morgen Zum Jahresende fragt mancher sich: Was wird die Zukunft bringen? Prognosen sind nicht sicherlich – So vage wie sie klingen. Ganz ungewiss auf weite Sicht bleibt allemal das Wetter. Nur Sonne zündet stetig Licht Manch armes Schwein wird fetter. Der Blick nach vorn voll Widerspruch Ahnung fühlt nicht nur Gutes. Vielleicht geht Heiles ganz zu Bruch. Und auch die Art des Mutes. Was kümmert mich der Schnee von morgen?… Weiterlesen

Der erste Schnee Der erste Schnee fiel im April, weil unser Frühling das so will. Keiner muss voll Sehnsucht warten – Hauptsache er hat nen Garten. Dem Winter fehlten kalte Flocken Kein Kind konnte somit frohlocken. Frau Holle unbekannt verreist Mit ihr auch Raureif, Schnee und Eis. Doch heute trudelt windbeschwingt Viel Weißes in den Lüften blinkt. Ein zarter Hauch streicht durch die Bäume Und schüttelt lockre Flockenträume. Der Birnbaum und die… Weiterlesen