Gerhard Laukötter's Blog

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Ein wenig Schnee Ein wenig Schnee der tut kaum weh. Die weiße Pracht segelte sacht aus dunkler Nacht. Mit Puderzuckerglitzerstreu macht er die Welt wie winterneu. Die Blume gelb noch aufgeblüht ist plötzlich starr und eisgekühlt. Dort, wo die Erd noch bodenwarm, sie erstem Schnee das Dasein nahm. Dem Mauerstein schon windeskalt der Schnee füllt ihm den Fugenspalt. Ein wenig Schnee kann so beglücken – kann meine Spur in ihn heut drücken…. Weiterlesen

Zärtlich verzweigt Ein Hauch von Schnee hat über Nacht die Zärtlichkeit dem Wald gebracht. Auf jedem dunklen Winterast liegt schmeichelnd eine Federlast. Der Baum, der gestern düster schaut, erscheint im Morgenlicht als Braut, die sich im weißen Federkleid so elegant den Welten zeigt. Ein wenig Schnee reicht da schon aus. Für Wintermäntel gibt`s Applaus. Die Zweige schwingen plötzlich leicht. Ein Flöckchenpelz alleine reicht, die Schwere aus dem Bild zu wischen und Flockenschweben… Weiterlesen

Snowbells Januarschnee schmilzt zart dahin, lässt Winterkleid erweichen. Im nassen Weiß ganz mittendrin Blüht auf ein Frühlingszeichen. Schneeglöckchen läuten hell im Hauch, der ziellos umher windet. Am dornbewehrten Rosenstrauch Sich letzte Butte findet. Im Winter bleibt manch Glöckchen still. Fern ist das Maiensummen. Die Pflanze dennoch strahlen will – Ganz ohne Majas Brummen.

Schnee von morgen Zum Jahresende fragt mancher sich: Was wird die Zukunft bringen? Prognosen sind nicht sicherlich – So vage wie sie klingen. Ganz ungewiss auf weite Sicht bleibt allemal das Wetter. Nur Sonne zündet stetig Licht Manch armes Schwein wird fetter. Der Blick nach vorn voll Widerspruch Ahnung fühlt nicht nur Gutes. Vielleicht geht Heiles ganz zu Bruch. Und auch die Art des Mutes. Was kümmert mich der Schnee von morgen?… Weiterlesen

Der erste Schnee Der erste Schnee fiel im April, weil unser Frühling das so will. Keiner muss voll Sehnsucht warten – Hauptsache er hat nen Garten. Dem Winter fehlten kalte Flocken Kein Kind konnte somit frohlocken. Frau Holle unbekannt verreist Mit ihr auch Raureif, Schnee und Eis. Doch heute trudelt windbeschwingt Viel Weißes in den Lüften blinkt. Ein zarter Hauch streicht durch die Bäume Und schüttelt lockre Flockenträume. Der Birnbaum und die… Weiterlesen

Jahreszeitenlos Eine milde atlantische Brise Wie diese Hatten wir schon so oft – Dann bleibt der Winter soft. In blattentleerten Bäumen Fangen Knospen an zu träumen Vom frühen Frühjahrsglück – Sie machen sich schon dick. In Wiesen strotzt das Grüne Und auf der warmen Bühne Blüht gelb der Löwenzahn. Hoch auf dem Wetterhahn spottet der Drosselmann – so laut er kann.

Im Schnee Kaltgraue Wolken streuen Schnee Anfänglich leichtes Grieseln. Die Flöckchen, die ich fallen seh So sanft zu Boden rieseln.

Wintergarten In den dunklen Jahreszeiten Schläft der Garten vor sich her. Zeigt sich kärglich all die Seiten, Grünes gibt es fast nicht mehr.

Eisblumen Heidekraut und Alpenveilchen Gelten wohl als winterhart. Sommerblumen sind längst Leichen Christrosen so winterzart.