Gerhard Laukötter's Blog

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Die Zecke Noch ist es Winterszeit. Leider fehlt jegliches Eiseskleid. Vermisst werden Schnee und Puderreif. Der Boden wird vom Frost nicht steif. Die ersten Fliegen summten schon Der Komposthaufen war ihr Thron. Sie ließen sich da Faules schmecken. Vielleicht kriechen bald lahme Schnecken aus ihren Bodengruben frei und denken bloß, es wär schon Mai. Auch Mücken tanzen in der Luft, weil dieser Januar sie echt blufft. Schon kommt ein Tier in meinen… Weiterlesen

Schöpfungen Du Quelle Wallst seit langer Zeit. Im Wasser spiegelt Ewigkeit. Der dich einst schuf – Was blieb denn nur Von des Schöpfers Spur? Sein Wasserruf Ist längst verhallt – Kein Echo schallt. Du Quelle treibst Und schreibst Nur flüsternd leise Wellenkreise. Du spendest Fließend Segen. Auf ausgewaschenen Wegen Findest du Zu dir selbst. Du Quelle Willst immerzu beginnen Und im Zerrinnen Quillt vieles neu. Alles innig berühren, Kräfte aufspüren Bleibt deine… Weiterlesen

Weißt du? Weißt du wie viel Mäuse flitzen Durch den Garten hinterm Haus? Weißt du wie viel Schnecken sitzen Am Salat? – frag doch die Maus! Weißt du wie viel Mücken schwirren Völlig süchtig nur nach Blut? Solche Zahlen nur verwirren – Sei mal lieber auf der Hut! Weißt du wie viel Blumen blühen Vom Frühjahr bis hin zum Winter? Wie viel Leuchtkäfer noch glühn?- Da kommst du so recht nicht hinter…. Weiterlesen

Aufgegangen Im Garten gibt es ruderale Flächen, die ein Kapitel Schöpfung neu sprechen. Wenn der Winter auf dem Rückzug ist, schon bald ein erstes Pflänzchen sprießt. Vieles im Garten wächst früh wieder heraus. Stauden begrünen rund um das Haus. Viel spannender ist aber die Keimung von Samen, die irgendwie, irgendwo in den Boden kamen. Durch Grubbern und Graben bleibt von dem Boden Immer noch Nacktheit durch gärtnerisches Roden. Es geht die Saat… Weiterlesen

Eine Hand voll Boden Eine Hand voll Boden, die ist unendlich alt. Eine Hand voll Boden ist dunkel, feucht und kalt. Eine Hand voll Boden fällt selten ins Gewicht. Eine Hand voll Boden, die interessiert wohl nicht. Eine Hand voll Boden, die bläst der Wind leicht fort. Für eine Hand voll Boden gibt es kein liebes Wort. Eine Hand voll Boden beachten Menschen kaum. Eine Hand voll Boden ernährt noch keinen Baum…. Weiterlesen

Warum ist es am Bach so schön? Wo Wasser fließt, da ist was los – Da ändern sich Gestalten. Hier rollt ein Stein, da kämmt ein Moos – Die Welle kennt kein Halten. Im Quellenmund rinnt es noch zart Aus kühlem tiefen Grunde. Doch nach dem ersten Wasserstart, schlägt bald die Wirbelstunde. Der Bach er tanzt, er springt und hüpft Ist schnell und dann fast stille. Er ist durch Blätter, Holz geschlüpft… Weiterlesen

Schöpfungstage Die Erde dreht sich ganz erschöpft, seit Menschen so stark schöpfen. Tagtäglich wird sie neu geschröpft- Dank gilt den klügsten Köpfen. Unser Grundwasser wird  unendlich tief Gesaugt aus reinsten Schätzen, bis jeder Tropfen käuflich lief in profitablen Netzen. Kohle, Gas, Petroleum, die sind bald ausgebeutet. Die Industrie wächst wild herum, solang der Rubel leuchtet.

Bodenloser Flächenfraß Die Erde wurde doch geschenkt Als Lebensraum für Geschöpfe. Je mehr der Mensch nach vorne drängt, Entscheiden seine Köpfe. Vor hundert Jahren war viel Platz Für freie Wildnis und Kultur. All die Natur samt Artenschatz Sie lebten einfach friedvoll nur.

Green Greetings Seit Tagen flaut es in der milden Luft. Ich schnupper frisch verjüngten zarten Duft. Die Sonne wärmt mit spätem Winterlicht, Dass aus dem Boden Triebhaftes erbricht.