Gerhard Laukötter's Blog

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Nichtsagendes Wie oft fällt doch mein Blick auf irgendwelches Flächenstück. Vielleicht ist es ein Teil vom Weg, auf den ich meine Sehkraft leg. Betrachte Schotter, Stein und Sand, Unkrautiges eher unverwandt. All, was ich seh, das reizt mich nicht. Nichts liegt mir vor, was mich anspricht. Ein Meter Weg, den ich fokussier, sagt mir rein gar nichts heute hier. Mein Hirn gähnt voller Langeweile – drängt innerlich mich bald zur Eile. Was… Weiterlesen

Fadenscheinige Impressionen Trag zwei Gläser schon lang vor meinen Augen, weil diese zum Sehen nicht mehr gut taugen. Ich seh schon ewig nicht mehr richtig scharf bei drei Dioptrien Ausgleichsbedarf. Doch was ich unbedingt erblicken will, dazu brauch ich nicht die blöde Brill. Heut in der allerschönsten Mittagszeit war ich zum besonderen Sehen bereit. Der allerletzte Oktobertag im herrlichsten Sonnenlichte lag. Der Mispelstrauch noch ganz früchteschwer sein Blattgelb leuchtet – wie längst… Weiterlesen

Tomaten vor den Augen Die Wachstumswärme ließ Tomaten In diesem Jahr sehr wohl geraten. Die reichen Strahlen von der Sonne Brachten Solanum echte Wonne. So trieb die Pflanze gelbe Blüten, wenn Hummeln sich darum bemühten, dann röteten sich runde Beeren, die sich ständig weiter vermehren. So hoch sind selten sie geschossen – Ich zwickte ab die Nebensprossen – Damit die kugelrunden Früchte Ich gut erträglich mir so züchte.

Zeit haben Mehr als ein Jahr dahin gestrichen Mein Beruf hat ausgedient. Das Arbeitskonto ausgeglichen – Jetzt wird der Lohn im Schlaf verdient. So ganz gelöst von all den Dingen, die mich im Leben so geprägt, das will mir nicht so recht gelingen, Weil`s meine Seele nicht erträgt. Jetzt hab ich Zeit für langes Sehen. Entdecke Fremdes ziemlich spät. Mein Blick bleibt ruhig einfach stehen Und steigert so Intensität. Was ich damals… Weiterlesen