Ins Innere schauen

Ins Innere schauen

Um nicht ins Innere zu schauen,
da verbauen
manche Blumenköpfe
Ranken, Girlanden und auch Zöpfe.
Das Intime zu bekleiden,
den Blick ins Tiefste zu vermeiden,
ist scheinbar von Natur.
Geheimnisse bleiben nur,
wenn Letztes wird versteckt
und Blöße sich bedeckt.
Ins Innere zu schauen,
das braucht Vertrauen.
Finale Schleier lösen
im Guten wie im Bösen
passiert mitunter nicht.
Wahres erblickt kein Licht.
Wie weit wird Seele offen?
Ehrlichkeit macht betroffen.
Verborgen bleibt manch Rest,
den Mensch nicht fliegen lässt. Weiterlesen

Schmale Pfade

Pfad

Schmale Pfade

Der schmale Pfad
Nicht immer grad
Braucht oft nicht viel
Bis an ein Ziel.
Auf Schritt und Tritt
Geht Vorsicht mit.
An den Seiten
Da begleiten
Zaun und Hecken
Manche Strecken.
Ich setz den Fuß,
und dabei muss
ich sicher sein
dass Bein für Bein
inmitten bleibt –
die Richtung treibt.
Schau in der Spur
Nach vorne nur.
So mit der Zeit
Wird Schmales breit
Vom Rande her
Da wächst das Mehr.
Wo vieles läuft,
Besuch sich häuft,
da zeigt sich oft,
nicht unverhofft,
dass aus dem Pfad
ein Weg nun ward.
Wenn Pilger jetzt
Die Strecke schätzt,
und er bald merkt
was ihn hier stärkt.
Er wandert weit.
Bescheidenheit
Ist sein Kumpan
Auf seiner Bahn –
Beim stillen Gang
Oft wochenlang.
Am Wegesrand
blüht Blumenband.
Manch Einzelbaum
bringt Schattentraum.
Ein Pilgerpfad
Ist Seelenbad,
wird Findungsweg
mit Gnadensteg. Weiterlesen