Gerhard Laukötter's Blog

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Vom Fleische befreit Vom Fleische befreit sind die Kirschen und Pflaumen. Ihr Süßes Gewebe erfreute die Gaumen. Zurück blieben nur noch Stiele und Steine. Der traurige Rest am Boden findet Freunde wohl keine. Manch Kirsche landete im Drosselrachen auch Starensemble machen aus jeder roten Kirschenfrucht mit ihrer Schnabelwucht ein Schlachtfeld unterm Kirschenbaum. Zum Albtraum wird das Vogelpack aus Kirschen bald nur Früchtehack Der nackte Stein bleibt unverdaut. Ein wenig blässlich er ausschaut…. Weiterlesen

Van Gogh`s Sommerherzen Wenn seit ein paar Tagen wieder die Sonnenblumen blühen, meine Gedanken unwillkürlich zu den magischen Bildern von Vincent ziehen. Eine breite Vase leuchtender Sonnengesichter. Ihre Farbengewalt macht den Sommer noch dichter. Jedes Kronblatt zeigt seine eigene Kraft pastöser Pinselstrich solches nur schafft. Helianthus, die Sonnenblume kann keiner übersehen. Sie will dem Himmel am nächsten stehen. In Frankreichs Süden lavendelbetört strahlt diese Pflanze so unerhört. Ihre Samen sind als Ölquelle… Weiterlesen

Heuschreckliches Ein Heupferd auf dem Pfirsich saß und von dem süßen Fleische fraß. Die Pfirsichfrucht war hautverletzt – was Nascherei sofort zulässt. Wie kam das Heupferd in die Küche? Es waren wohl nicht die Kochgerüche. Es riecht nur selten ganz vegan. Hat sich das Heupferd nur vertan? Das schöne Pfirsichorangenrot stammt aus einem Sonderangebot. An sich hatte ich vom Obst genug – der Klarapfelbaum grad reichlich trug – da traf ich diese… Weiterlesen

Vom Winde verweht Wie oft habe ich mich sommertags gebückt und eine reife Pusteblume mir gepflückt. Dabei halte ich meine Atemluft zurück. Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick. Ich schau auf einen zarten Samenkugelball – Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl. Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt – was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert. Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind. Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind. Das… Weiterlesen

Nur ein Hühnerschiss Der Sonntagsmorgen grüßt fast blau. So wie ich froh nach draußen schau, entdecke ich auf meinem Weg vom Hühnerenddarm den Beleg. Eine Glucke läuft seit Tagen herum. Drei Küken sind nur selten stumm. Der Freilauf der Alleinerzieherin ist für den Garten nur Gewinn. Doch lässt es sich kaum hier vermeiden, dass diese Tiere auch ausscheiden. Hier liegt ein frischer Hühnerkot, der schillert bald in buntem Gold. Sein unverkennbar scharfer… Weiterlesen

Ins Gras gebissen Ins Gras gebissen habe ich bisher eher selten , weil für mich die Herbivorenregeln eben nicht gelten. Ins Gras gebissen, ein Hälmchen gekaut und etwas von dem süßen Zucker darin verdaut, das habe ich als Kind häufiger gemacht und vor Vergnügen gelacht. Ins Gras gebissen haben auf der Wiese nebenan all die Kühe fast von Anfang an. Wenn sie im Sommer auf der grünen Weide grasen, kommen auch noch… Weiterlesen

Im Schneckentempo Zwei Weinbergschnecken zeigen mir, wie Tempo schleicht gerade hier. Fast jedes Foto macht sich scharf bei solchem Schnelligkeitsbedarf. Die Schalentiere schleimen sanft sind an der Sohle kaum verkrampft. Ganz lautlos ohne jeden Schritt hält Langsamkeit und Ruhe fit. Die Fühler sind weit vorgestreckt, damit die Schnecke früh entdeckt, was ihrem Weg sich quergestellt so hat sie alle Zeit der Welt, auf nichts zu spät zu reagieren, um Gelassenheit so zu… Weiterlesen

Hornissen Was wir so über Hornissen eigentlich so wissen, sind eher Schauermärchengeschichten. Wenn einige Schlechterwisser berichten: dass sieben Hornissenstiche ein Pferd killen, um dabei ihre Bösartigkeit zu stillen. Hornissen sind wahrlich stolze Tiere, die ich im Verhalten gern studiere. Sie sind aus der Wespengilde die größten. Im XXL-Format aber da lösten sie bisher Angst, Panik und Schrecken aus Man jagt sie aus Heim, Stall und Scheune hinaus. Hornissen sind im Verhalten eher… Weiterlesen

Blutweiderich Rotviolette Blütenlanzen verströmen süßlich Sommerduft. Um den Weiderich eng tanzen beglückt Insekten durch die Luft. Weißlinge flatternd landen auf dem reichen Blütenstand. Auch Kleine Füchse fanden dieses schöne Nektarland. Zitronenfalter sind längst da saugen hungrig frische Säfte. Ein buntes Augenfalterpaar sammelt hier mal neue Kräfte.

Regenrosen Dass Sommer ist, lässt sich kaum fühlen. Hastige Wolken am Himmel wühlen. Der Wind lässt seine Fäuste fliegen, bis Äpfel auf dem Boden liegen. Die Luft so kalt und regenschwer Das Wärmekonto ist längst leer. Manch Blumenkelch bleibt heut geschlossen. Das Blattwerk spiegelt übergossen. Der Boden atmet schwer und tief. Erstarrter Falter schläft so tief. Nun steh ich an dem Rosenbeet – wo gestern noch ein Duft geweht, der mich verzaubert… Weiterlesen