Gerhard Laukötter's Blog

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Fünf faule Birnen Fünf faule Birnen liegen gesellig auf der Mauer. Hier kommen keine Fliegen. Es gibt auch keine Trauer. Sie hingen, um zu reifen. Die Frucht war prall und groß. Ich konnte sie bald greifen – dann kam ihr Todesstoß. Schimmelpilze sind als Täter. für Birnenmord bekannt. Mal früher oder später nimmt Fäulnis überhand.

Filipendula – der zarte Duft des frühen Sommers Als würde der Holunder noch einmal blühen – ein feinsüßer Duft schwebt um mich her. Die letzte Junisonne beginnt zu glühen. Die Schritte macht das ziemlich schwer. Stolz steht das Mädesüß am Gartenteich, reckt sein Blühwerk hoch gen blauen Himmel. Das milde Weiß strahlt vornehm bleich – alle Rispen voll Gewimmel. Filipendula lädt heut köstlich ein. Ihr Duft lockt reichlich Gäste.

Schlangensonnenbad Wann habe ich eigentlich die letzte Schlange gesehen? Da muss ich schon weit zurück in Erinnerungen gehen. Waren es zehn oder zwanzig Jahre – da hatte ich kaum graue Haare – als ich an einem so warmen Sommertag mit meinen Augen vor einer Otter oder doch einer Natter lag. Meine Begegnungen mit Schlangen sind alle viele Jahre zurückgegangen. In den heimatlichen Naturkulissen, dass sollte ich inzwischen wissen, kommen die beinlosen Tiere… Weiterlesen

Wenn das Hechtkraut blüht Wenn das Hechtkraut blüht, im Gartensommer Herbstliches heranzieht. Am Teich schwindet die Zahl der Seerosensonnen Jeden Tag werden immer mehr Netze gesponnen. Von den Bäumen fällt jetzt schon das erste Laub Bienen finden immer weniger Blütenstaub. Johannisbeeren funkeln seit Tagen rot. Der Amselmagen kennt daher keinerlei Not. Die Vögel mögen kaum noch Kirschen fressen. Diese bleiben am Baum fast wie vergessen. Das tägliche Froschkonzert wird öfter abgesagt. Das… Weiterlesen

… gelb die Stoppelfelder In meinen Erinnerungen ist es mir nicht gelungen, über ein Stoppelfeld zu gehen, ohne Ferienkinder zu sehen. Ende Juni war es an vielen Stellen so weit. Die frühreife Gerste zeigte sich erntebereit. Die Halme leuchteten in blondem Gold Der Mähdrescher sich nur die Körner holt. Dann wird das Stroh zu Ballen gepresst Nur wenig später ein Hänger verlässt ein frei geräumtes wieder offenes Feld. Dem Taubenschwarm dies so… Weiterlesen

Ein Sommernachtstraum Heute liegt ein Sommernachtstraum am späten Abend weit im Raum. Der Tag, an dem der Regen kam, blieb abgekühlt noch wohlig warm. Der Boden nahm die Feuchte gern. Die letzten Tropfen waren so fern. Nun steigt der Nebel aus den Weiden Die Kühe sich mit Schwaden kleiden. Nachtfalter sind gerade aufgewacht. Es liegt Besonders in der Nacht. Aus Gerstenfeld im letzten Licht ein wunderbares Gold erbricht. Über dem Ährenmeer schwebt… Weiterlesen

Vom Fleische befreit Vom Fleische befreit sind die Kirschen und Pflaumen. Ihr Süßes Gewebe erfreute die Gaumen. Zurück blieben nur noch Stiele und Steine. Der traurige Rest am Boden findet Freunde wohl keine. Manch Kirsche landete im Drosselrachen auch Starensemble machen aus jeder roten Kirschenfrucht mit ihrer Schnabelwucht ein Schlachtfeld unterm Kirschenbaum. Zum Albtraum wird das Vogelpack aus Kirschen bald nur Früchtehack Der nackte Stein bleibt unverdaut. Ein wenig blässlich er ausschaut…. Weiterlesen

Van Gogh`s Sommerherzen Wenn seit ein paar Tagen wieder die Sonnenblumen blühen, meine Gedanken unwillkürlich zu den magischen Bildern von Vincent ziehen. Eine breite Vase leuchtender Sonnengesichter. Ihre Farbengewalt macht den Sommer noch dichter. Jedes Kronblatt zeigt seine eigene Kraft pastöser Pinselstrich solches nur schafft. Helianthus, die Sonnenblume kann keiner übersehen. Sie will dem Himmel am nächsten stehen. In Frankreichs Süden lavendelbetört strahlt diese Pflanze so unerhört. Ihre Samen sind als Ölquelle… Weiterlesen

Heuschreckliches Ein Heupferd auf dem Pfirsich saß und von dem süßen Fleische fraß. Die Pfirsichfrucht war hautverletzt – was Nascherei sofort zulässt. Wie kam das Heupferd in die Küche? Es waren wohl nicht die Kochgerüche. Es riecht nur selten ganz vegan. Hat sich das Heupferd nur vertan? Das schöne Pfirsichorangenrot stammt aus einem Sonderangebot. An sich hatte ich vom Obst genug – der Klarapfelbaum grad reichlich trug – da traf ich diese… Weiterlesen

Vom Winde verweht Wie oft habe ich mich sommertags gebückt und eine reife Pusteblume mir gepflückt. Dabei halte ich meine Atemluft zurück. Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick. Ich schau auf einen zarten Samenkugelball – Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl. Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt – was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert. Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind. Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind. Das… Weiterlesen