Van Gogh`s Sommerherzen

P1150001Van Gogh`s Sommerherzen

Wenn seit ein paar Tagen
wieder die Sonnenblumen blühen,
meine Gedanken unwillkürlich
zu den magischen Bildern
von Vincent ziehen.
Eine breite Vase leuchtender Sonnengesichter.
Ihre Farbengewalt macht den Sommer noch dichter.
Jedes Kronblatt zeigt seine eigene Kraft
pastöser Pinselstrich solches nur schafft.
Helianthus, die Sonnenblume kann keiner übersehen.
Sie will dem Himmel am nächsten stehen.
In Frankreichs Süden lavendelbetört
strahlt diese Pflanze so unerhört.
Ihre Samen sind als Ölquelle schon lange begehrt.
Die Kerne werden gern von Vögeln verzehrt. Weiterlesen

Heuschreckliches

P1150128Heuschreckliches

Ein Heupferd auf dem Pfirsich saß
und von dem süßen Fleische fraß.
Die Pfirsichfrucht war hautverletzt –
was Nascherei sofort zulässt.
Wie kam das Heupferd in die Küche?
Es waren wohl nicht die Kochgerüche.
Es riecht nur selten ganz vegan.
Hat sich das Heupferd nur vertan?
Das schöne Pfirsichorangenrot
stammt aus einem Sonderangebot.
An sich hatte ich vom Obst genug –
der Klarapfelbaum grad reichlich trug –
da traf ich diese tollen Früchte –
machte Enthaltsamkeit zunichte.
Der Pfirsich reiste aus Spanien an,
bevor hier die Geschichte begann.
Das Heupferd hat sich wohl verhüpft,
ist ahnungslos ins Haus geschlüpft.
Dort ging sein Weg dann in die Küche –
ich denke wohl wegen der Gerüche.
An sich beißt er ja gern ins Gras.
Auf Wiesen macht das richtig Spaß.
Sein grünes Outfit nützt ihm sehr,
erschwert den Räubern den Verzehr. Weiterlesen

Vom Winde verweht

P1150063Vom Winde verweht

Wie oft habe ich mich sommertags gebückt
und eine reife Pusteblume mir gepflückt.
Dabei halte ich meine Atemluft zurück.
Sonst geschieht zu früh ein kleines Missgeschick.
Ich schau auf einen zarten Samenkugelball –
Haarschirmchen aufgestellt in großer Zahl.
Am Blütengrund stecken Nüsschen widerhakenbewehrt –
was am Boden ihr Herumtreiben doch sehr erschwert.
Doch nun erwartet der Löwenzahn den frischen Wind.
Den bringt nicht selten auch ein kleines Kind.
Das pumpt die Backen voll und pustet los.
Die Augen werden dabei richtig groß.
Der Luftstoß bringt die Schirmchen schnell ans Fliegen.
Doch bis die letzten auch den Anstoß endlich kriegen,
bläst manches Kind noch ein paar Mal mehr. Weiterlesen

Nur ein Hühnerschiss

P1130983Nur ein Hühnerschiss

Der Sonntagsmorgen grüßt fast blau.
So wie ich froh nach draußen schau,
entdecke ich auf meinem Weg
vom Hühnerenddarm den Beleg.
Eine Glucke läuft seit Tagen herum.
Drei Küken sind nur selten stumm.
Der Freilauf der Alleinerzieherin
ist für den Garten nur Gewinn.
Doch lässt es sich kaum hier vermeiden,
dass diese Tiere auch ausscheiden.
Hier liegt ein frischer Hühnerkot,
der schillert bald in buntem Gold.
Sein unverkennbar scharfer Duft
erfüllt im Nu die Juliluft.
Augenblicklich im Sekundentakt
ist dieser Haufen nicht mehr nackt.
Die erste Fliege landet am Ort.
Das setzt sich hier nun immer fort.
Ein halbes Dutzend und noch mehr
an bunten Brummern kommt jetzt her.
Für sie ist es wohl Frühstückszeit.
Ein jeder Rüssel ist bereit,
die Köstlichkeit schnell zu verschlingen.
Doch allen will das nicht gelingen. Weiterlesen

Ins Gras gebissen

P1130936Ins Gras gebissen

Ins Gras gebissen
habe ich bisher eher selten ,
weil für mich die Herbivorenregeln
eben nicht gelten.

Ins Gras gebissen, ein Hälmchen gekaut
und etwas von dem süßen Zucker darin verdaut,
das habe ich als Kind häufiger gemacht
und vor Vergnügen gelacht.

Ins Gras gebissen haben auf der Wiese nebenan
all die Kühe fast von Anfang an.
Wenn sie im Sommer auf der grünen Weide grasen,
kommen auch noch Kaninchen und Hasen.
Ein scheues Reh
ich manchmal seh.

Ins Gras gebissen hat auch eine Ameise
bei ihrer unentwegten Reise.
Sie erreichte am Halm die Spitzenposition.
Da kam auch der Biss schon.

Ins Gras gebissen
Das macht gelegentlich auch unser Hund.
Und das hat einen triftigen Grund. Weiterlesen

Im Schneckentempo

P1130567Im Schneckentempo

Zwei Weinbergschnecken zeigen mir,
wie Tempo schleicht gerade hier.
Fast jedes Foto macht sich scharf
bei solchem Schnelligkeitsbedarf.
Die Schalentiere schleimen sanft
sind an der Sohle kaum verkrampft.
Ganz lautlos ohne jeden Schritt
hält Langsamkeit und Ruhe fit.
Die Fühler sind weit vorgestreckt,
damit die Schnecke früh entdeckt,
was ihrem Weg sich quergestellt
so hat sie alle Zeit der Welt,
auf nichts zu spät zu reagieren,
um Gelassenheit so zu verlieren.
Die Wege kreuzten sich momentan.
Jetzt schleicht wohl jede seine Bahn.
Die Ziele dieser beiden Schnecken
sich vorschleichlich wohl nicht mehr decken. Weiterlesen

Hornissen

HornisseHornissen

Was wir so über Hornissen
eigentlich so wissen,
sind eher Schauermärchengeschichten.
Wenn einige Schlechterwisser berichten:
dass sieben Hornissenstiche ein Pferd killen,
um dabei ihre Bösartigkeit zu stillen.
Hornissen sind wahrlich stolze Tiere,
die ich im Verhalten gern studiere.
Sie sind aus der Wespengilde die größten.
Im XXL-Format aber da lösten
sie bisher Angst, Panik und Schrecken aus
Man jagt sie aus Heim, Stall und Scheune hinaus.
Hornissen sind im Verhalten eher scheu.
Das ist für viele hysterisch nervöse Menschen neu.
Hornissen machen um uns gern einen Bogen.
Das glättet im Umgang mit ihnen die Wogen.
Sie sind oft aktiv bis tief in die Mitte der Nacht –
fangen Beute und bringen die Eiweißfracht
in ihr papiernes Nest zu ihrer Brut
Hier wogt nur mütterliche sorgendes Blut.
Hornissen haben große Wohnungssorgen.
Für ihr Asyl müssen sie sogar Nistkästen borgen. Weiterlesen